Wie hoch ist die Provision für einen Versicherungsmakler bei einer Lebensversicherung?

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9 Antworten

Pauschal kann man das so nicht sagen da kaum eine Versicherung den gleichen Provisionsatz ausschüttet. Deshalb sind in Deutschlad auch z.B. Englische Versicherer so gerne gesehn... Die schütten meist die Höchsten Provs aus.

Allerdings ist mittlerweile Gesetztlich verankert das bei jedem Antrag ein so genanntes Produkt Informationsblatt dabei sein muss. Dort wird genau Aufgeschlüsselt wie hoch die Provisionen und die sonstigen Abschluss Kosten und auch die "Laufenden Kosten" sind.

Viele Grüße

Provisionen sind nur ein Teil der Gesamtkosten. Gegen deren Offenlegung wehren sich die Versicherer mit folgendem Argument: Es bestehe die Gefahr, dass dies zu dem Schluss verleite: „weniger Provision = weniger Kosten = besseres Produkt“. Dieser Rückschluss greife jedoch zu kurz, weil je nach Vertriebsweg für das gleiche Produkt eines Anbieters unterschiedlich hohe Provisionen gezahlt werden könnten. Für den Kunden wirke sich das aber nicht aus. Für ihn sind die einkalkulierten Kosten gleich – unabhängig davon, ob er die Versicherung bei einem Makler oder einem angestellten Vermittler abschließt. (An alle die gern mal gegen Makler hetzen ;))

Die Frage ist leicht zu beantworten, es steht in jedem Produktinfoblatt...die Gesellschaften rechnen alle 4 % der Bewertungssumme innerhalb der ersten 5 Jahren ratierlich ab(VVG). Bewertungssumme ist der Jahresbeitrag x Laufzeit. In dieser Provision werden Vermittler /Makler, Produktentwicklung, Konzerngewinne, Mitarbeiter etc. abgegolten. Im Gegensatz zu früher werden diese Verträge ratierlich mit diesen Gebühren belastet, so dass der Kunde von Anfang an einen Rückkaufswert hat. (Früher waren die Beiträge in den ersten Jahren futsch). Kurz zum Investberater...ist zwar etwas her, aber wieviele deiner Kunden haben seid 2009 noch ihr eingezahltes Kapital aus Ihren Immobilienfonds und Aktienfonds....lach Wer zahlt denn bitte 30 % Verwaltungsgebühren ? Lasst euch keine Märchen erzählen. Marktüblich sind 3-8 %... Daraus werden Verwaltungskosten des Vertrages abgerechnet/ jährliche Bescheinigungen, Mitarbeiter aber auch die Verwaltung während der Auszahlphase ( Renten bis zu 22 Jahren im Durchschnitt etc.und natürlich auch Gewinne. Kein Unternehmen ist aus wohltätigen Zwecken am Markt...nicht mal das Rote Kreuz... Der einfachste Weg ist sich hier auf die Garantierenten oder Garantiekapitalauszahlungen bei gleicher Laufzeit und Einzahlung zu beziehen. Hier kann keiner schummeln... Derzeit ist marktüblich eine Verzinsung mit Überschussbeteiligung bei 4 - 4,3 %...bei kurzfristigen LV/RV gegen Einmalbeitrag bis zu 3,20 % (Laufzeit 5 Jahre ). Garantiezahlungen und staatliche Förderung sind den meisten Anlegern heute wichtiger, als noch 2009...daher erlebt die LV/RV seit 2010 ein verdientes Come Back am Markt... Auch Bausparverträge sind interessant in den Garantien, allerdings unterliegen diese als Bankprodukt der Abgeltungsteuer, was sie wieder etwas uninteressanter macht, sofern man nicht damit finanzieren möchte.

Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass jede Dienstleistung bezahlt werden muß (Banker, Versicherungsvertreter und Makler sind Finanzdienstleister). Wenn Du Dein Geld provisionsfrei anlegen willst, eröffne ein kostenloses Sparkonto mit Verzinsung des Guthabens (z.Zt. ca. 2,5% am Markt erhältlich). Aber wenn Du es für die Rente willst, darfst Du da nicht rangehen. Und Du mußt wirklich monatlich dort sparen. Eine Risikovorsorge für die Familie ist da dann aber nicht enthalten. Zum Thema Lebensversicherungen: es gibt verschiedene geförderte und ungeförderte LV's, mit und ohne Risikoabsicherung. Es gibt Keine, die pauschal die Beste für Jeden ist. Such Dir einen Berater, dem Du wirklich vertraust, weil er Dir das Gefühl gibt, dass er weiß, wovon er spricht. Sag ihm, welchen Zweck die LV erfüllen soll und laß Dir VOR Vertragsabschluß Angebote machen. Schau da auch rein und stell alle Fragen, die Du hast! Die Kosten im Vertrag müssen im Produktinformationsblatt ausgewiesen werden. Ich habe u.a. eine Rentenversicherung, in die ich 200 EUR mtl. einzahle. Davon werden monatlich ca.21 EUR Bearbeitungsgebühren einbehalten zzgl. 25 EUR Provision, die ratierlich in den ersten 60 Monaten bezahlt wird. Ich zahle sie trotzdem, weil ich im Alter nicht "beim Amt" landen will. Ich weiß übrigens wovon ich spreche, bin selbst seit fast 10 Jahren in der Branche tätig und ärgere mich auch über die schwarzen Schafe (oder Abzocker). Kurze Anmerkung zu dem Gast, der angeblich Investmentmakler ist: hoffentlich sind Deine Rechenkünste besser als Deine Rechtschreibung.

Zu den ganzen Kosten, wie z.B. Abschlusskosten etc. kommen am Ende auch noch die Fondskosten. Diese sind die größte Kostensumme. In der Regel liegen diese bei ca. 2% (TER) plus ca. 1% (Transaktionskosten). Die bedeutet, wenn der Fonds ca. 6% Rendite macht, kann man grad mal schön 3% abziehen. In der Regel werden von 100 € Beitrag 75 € gespart. Und darauf gibts nur die "angeblichen" 6 % Ich empfehle Honorarberatung mit Nettotarifen. Dort werden die Kosten genau aufgezeigt und sind erheblich geringer. Denn im Einkauf liegt der Gewinn. Wer fragen hat ruft einfach laut :)

Hallo zusammen,

zuerst einmal ist es ganz sicher gerechtfertigt, dass ein Makler seine Provision erhält.Wie schon gelesen, hat er auch in den nächsten Jahren alles erdenkliche für den Kunden zu erledigen.Oder wie würdest Du als Kunde reagieren, wenn er dies in Rechnung stellen würde.Allerdings habe ich eine andere Frage. Wie sieht es im Maklerbereich aus, was die Sachversicherungen angeht. Man sagte mir, es sei üblich, dass es hierfür keinerlei Abschlussprovisionen gäbe, sondern nur 15 % von der Beitragssumme, stimmt das oder gibt es da auch noch andere Varianten der Abrechnung.Grund dafür ist, mein Kollege hat sich einem Maklerbüro angeschlossen und hatte diese Aussage in seinem Vertrag erhalten ? Wär schön wenn jemand kompetentes schreiben würde.Danke.

Die 15% der Beitragssumme sind in diesem Fall die Provision. Du kannst dir bloß halt schlecht bei einer voraussichtlichen Vertragslaufzeit von 1 Jahr eine Abschlussprovision auszahlen lassen. Zumindest würde das keine Gesellschaft anbieten, da sonst (wie bei LV, BU, whatever) bei Kündigung des Vertrages vor Ablauf, die Hälfte zurückgefordert werden müsste. Und das lohnt sich bei diesen kleinen Summen ja auch nicht wirklich. Hoffe das war in irgendeiner Weise hilfreich für dich. Bin noch in der Ausbildung & deswegen garantiere ich für nichts 😉

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Die Antworten zu Deiner Frage interssiert mich sehr. Habe eine Direktversicherung (Lebensversicherung auf Fondsparen) und habe meine Versicherung angefragt, mir mitzuteilen, welchen Betrag sie von meinem monatlichen Beitrag über Euro 140,-- tatsächlich in Fonds anlegen und welchen Teil meines Beitrages als Gebühren und Kosten einbehalten werden. Im Grunde genommen eine ganz einfache Frage. Telefonisch stellten sich die Mitarbeiter von Zurich Versicherung dumm und verwiesen auf den jährlichen Kontoauszug und schriftlich bekam ich nie eine Antwort. Leider läßt sich das durch die Kontoauszüge nicht nachvollziehen, da sich der Kurswert des Fonds tagtäglich verändert. Daraufhin habe ich meine Lebensversicherung Beitragsfrei stellen lassen. Ich vermute, daß die Kosten/Gebühren sehr hoch sind, sonst würden die mir das nicht verschweigen.

Hallo,

das hängt nicht allein von der Vers.Summe ab, sondern von deinem Alter bei Eintritt, eventuelle Vorerkrankungen, und letztendlich von der Beitragssumme. Lass dich umfassend beraten, bei der Gelegenheit kannst Du erfragen, wie es mit den Kosten aussieht.

Ich könnte Dir jetzt sagen, was der Makler verdient, tue ich aber nicht, weil mich die Frage mit Deinem Argument bereits leicht ärgert.

Der Autoverkäufer verdient an dem Auto, dass er Dir verkauft. Die Kassiererin verdient daran, dass Sie Dir die Waren über den Scanner schiebt. Die Werkstatt verdient daran, dass Sie sich mit Deinem Auto beschäftigt. Jeder in dieser Wirtschaft verdient daran, dass er was für Dich tut, keinen juckts und niemand fragt. Wieso müssen sich dann Banken und Versicherungen bzw. Makler ständig rechtfertigen ? Auch er muss Miete, Einkauf, Auto, Telefon, Weiterbildung etc. bezahlen. Der Makler bekommt seine Provision dafür, dass er Dich vor Vertragsabschluss individuell berät und Dir den für Dich besten Weg aufzeigt. Und er bekommt die Provision dafür, dass er bei Fragen in den 30 Jahren stets für Dich da ist, Papierkram für Dich erledigt, Nachberatungen macht und Dich bei gesetzlichen Änderungen berät. Dafür hat auch er ein Einkommen verdient. Oder bekommst Du am Anfang/Ende des Monats kein Geld vom Chef ? Die Kosten des Vertrages werden im übrigen seit geraumer Zeit prozentual im Angebot mit angegeben.

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