Wie führt man ein Rebalancing bei einem Sparplan-Portfolio durch?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich selber führe Rebalancing primär mittels Nachkäufen durch. Man sollte sich auch überlegen, ob zwei ETFs genügend Diversifikation bieten. Also vielleicht lieber noch weitere Segmente (z.B. Small Caps) mit aufnehmen, wenn das zum persönlichen Risikoprofil passt. Das muss ja nicht unbedingt via Sparplan erfolgen, sondern z.B. durch Einzelnachkäufe, wenn genügend Liquidität zur Verfügung steht.

Wer selber gestalten will, sollte sich unbedingt intensiver mit der Materie befassen. Mit Hilfe der Literatur von Gerd Kommer etwa. Ansonsten besser einen Berater hinzuziehen.

https://www.justetf.com/de/education/rebalancing.html

Genau, das beste ist duch Nachkäufe zu rebalancen. Bei einem Sparplan kann man das zu Beginn so machen wie die Fragestellerin selbst vorgeschlagen hat: die monatlichen Raten anpassen. Besonders zu Beginn des Sparens die beste Option.

Wenn das Portfolio grösser wird, wird dieses aber bei einem Einbruch des Aktienmarktes bzw. starken Kursgewinnen nicht mehr funktionieren. Hier muss man dann tatsächlich immer schauen, welche der drei Optionen die beste ist. Man muss dioe Transaktionskosten im Auge haben.

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Generell gibt es für das Rebalancing ja immer zwei Methoden.

Bei der ersten Methode führt man ein Rebalancing durch Umschichtung durch. Das heißt man verkauft gut laufende Anteile und kauft weniger gut laufende Anteile bis das gewünschte Verhältnis wiedehergestellt ist. Hier muss man allerdings auf Transaktionskosten und evtl. anfallende Steuern achten.

Bei der zweiten Methode führt man das Rebalancing durch Zukauf durch.
Dabei werden die weniger gut laufenden Anteile mit angesparten Beträgen oder Ausschüttungen eingekauft, bis das Verhältnis wieder stimmt.

Hier ist das Thema sehr gut erklärt und du kannst dir mit dem Tool deine Beträge für das Rebalancing einfach berechnen lassen:

(Link wegen Werbung entfernt)

Die meisten Privatanleger mit kleineren Portfolios verwenden übrigens die zweite Methode.


Mach' es einfach :-)

  • Weicht eine Portfolioposition weniger als x% (z.B. 0,5-2% des Portfoliowerts) vom Soll ab, so würde ich das belassen wie es ist.

  • Weicht eine Portfolioposition mehr als die genannten x% nach unten Soll ab, kann man durch gezieltes Nachkaufen der schwächeren Postionen neu balancieren, wobei der Zeitpunkt für den Nachkauf vorsichtig gewählt werden sollte.

  • Wenn eine Portfolioposition um mehr als das Doppelte oder Dreifache der genannten x% nach oben vom Soll abweicht, kann man verkaufen oder aber die Übergewichtung nach Prüfung beibehalten. Bei Deinen wenigen ETFs ist das nicht so sehr sinnvoll, daher eher Verkaufen des Überschusses.

Natürlich hängt das von Deiner Liquidität ab :-) Manchmal kannst Du nicht beliebig nachkaufen. Daher wäre die Abweichungsprozentzahl entsprechend vorsichtig zu fassen.

Sorry, für Dein Portfolio (bzw. jedes groessere Portfolio) ist das optimal, aber wenn jemand gerade ein Jahr einen Sparplan bespart führt eine solche Srategie zu zu hohen Transaktionskosten.

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@vortex

Klar, es kommt auf die Transaktionskosten an.

Zahlt man beispielsweise flat 0,25% pro Kauf/Verkauf ab einem Betrag von z.B. 50 EUR pro Einmalanlage, dann kann man die Grenze für ein sinnvolles Rebalancing durchaus hier ansiedeln.

Zahlt man pro Kauf/Verkauf 9,90 EUR, lohnt sich das nur für deutlich größere Transaktionen, d.h. ein Rebalancing empfiehlt sich dann nur durch Nachkäufe der untergewichteten Positionen.

Es kommt also auf die Größe der auszugleichenden Positionen an, welcher Weg der kostengünstigste ist.

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@gandalf94305

Kurz ein Dankeschön an alle Antworten. Eure verschiedenen Ansichten und Strategien haben mir weitergeholfen :-)

Deinen Ansatz Positionen zu Verkaufen finde ich für mich nicht ideal. Wie gesagt habe ich über das Jahr in Summe mehrere tausend Euro an Sondereinkünften und bin somit liquide genug um durch Nachkaufen die Balance herzustellen. (Das Geld muss ich ja sowieso irgendwie anlegen.)

Für ein großes Portfolio reichen die paar tausend natürlich nicht mehr um durch Nachkauf alleine auszugleichen. Das verstehe ich jetzt :-)

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Ausschüttende Fonds - Erfahrungen und Meinungen

Hallo liebe finanzfrage.net Community :-) Ich beschäftige mich nun schon seit längerer Zeit mit der Idee in ausschüttungstarke Fonds zu investieren. Dabei habe ich mich auch schon nach einigen Fonds dieser Art umgesehen.

Beispiele für solche Fonds wären: Schroder ISF Global High Inc. USD LU0575582704 ; DWS Hochzinseinkommen LU0861964095; Schroder ISF Global Dividend Max. LU067150112 ; Fidelity Global Dividend LU0731782404; Pioneer Eur. Eq. Target Income LU0701926320; JPM Global Income Fund LU0395794307; Invesco Pan European Equity Income LU0267986049; Schroder Europ. Equity Yield Income LU0012050729 ; Schroder European Dividend Max LU0321371998 ; Threadneedle Global Equity Income GB00B1Z2NM05

Meine Frage ist nun, ob es Sinn macht solche Fonds per Sparplan zu besparen und aus den oben genannten Fonds ein Portfolio zusammenzustellen? Mich reizt der Gedanke auf das gesparte in die Fonds sozusagen einen Zins zu erhalten welcher wahrscheinlich um einiges über den aktuellen Tagesgeldniveau liegen sollte. Dies wäre dann auch eine Absicherung in Phasen fallender Märkte. Dabei ist mir bewusst, dass die Ausschüttungen nicht garantiert sind und wenn es länger schlecht laufen sollte unter Umständen auch das Fondsvolumen angegriffen wird. Wer kennt diese Fonds und kann evtl etwas dazu sagen?! Der DWS Hochzinseinkommen ist ja ein Rentenfonds. Wir befinden uns ja in einem niedrigen Zinsumfeld und irgendwann werden die Zinsen ja wieder steigen. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass Rentenfonds bzw der DWS Hochzinseinkommen auch in steigenden Zindmärkten gute Renditen erwirtschaften? Wie könnte eine gute Portfoliozusammenstellung aus diesen Fonds aussehen. Ich bedanke mich bereits jetzt für die Antworten auf diese Frage!

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