Wie beweist man Finanzamt, daß man keine Unterhaltszahlungen vom Kindsvater kriegt?

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Falscher Ansatz. Es ist irrelevant, ob Du einen monatlichen Betrag auf Deinem Konto als Unterhalt verbuchst oder ob Du den in bar überreicht bekommst. Für das Finanzamt zählt die Frage, ob der Anspruch auf Unterhalt besteht und durchsetzbar ist.

Hast Du also einen Anspruch auf Kindesunterhalt, verzichtest jedoch kulanterweise auf die Zahlung, so wirst Du dennoch in bestimmten Situationen so behandelt, als ob der Unterhalt gezahlt würde, da ein Anspruch besteht, Du eigenständig glaubst darauf verzichten zu wollen. Den Anspruch hat jedoch das Kind, nicht Du. Und damit kannst Du nicht zu Ungunsten des Kindes auf den Anspruch einseitig verzichten.

Ist der Kindsvater in einer Mangelsituation, dann kann ein Unterhaltsanspruch nicht erfüllt werden. Daher hilft letztendlich nur eine Bescheinigung, die die Einkommenssituation des Kindesvaters offenlegt und beschreibt, daß Kindesunterhalt nicht gezahlt werden kann. Eine gute Grundlage dafür könnte die Steuererklärung des Kindsvaters sein, die dem Finanzamt (oder einem anderen Finanzamt) ja schon vorliegen sollte.

Frag den Sachbearbeiter, ob er eine Versicherung an Eides Statt ausreichen läßt. Das wäre der einfachste Weg des Nachweises. Das mit den Kontoauszügen hat ja den Haken, dass Du mehr als ein Konto haben könntest. Wenn der Kindsvater nichts zahlt, wird er das ungern auch noch bestätigen wollen und bis das Jugendamt etwas zu Papier bringt, ist der Sommer schon vorbei.

Überweisung aus der Türkei nach Deutschland?

Hallo,

meine Mutter würde gerne Geld aus der Türkei auf ihr deutsches Konto überweisen (50.000 EUR). Beide Konten laufen auf ihren Namen. Nun habe ich mich bereits eingelesen und wollte mir hier ein kurzes Feedback einholen, ob meine Infos richtig sind. Auch habe ich weitergehende Fragen zu einigen Punkten:

  1. Überweisungen aus dem Ausland müssen ab 12.500 EUR an die Bundesbank gemeldet werden
  2. Wenn es ein reiner Übertrag ist, bedarf es keiner Meldung an die Bundesbank
  3. Nur wenn dem Übertrag ein Rechtsgeschäft vorangeht, muss es der Bundesbank gemeldet werden
  4. Überweisungen unter 12.500 EUR müssen nicht an die Bundesbank gemeldet werden
  5. Die empfangende Bank muss nicht gesondert informiert werden
  6. Die empfangende Bank wird ab 10.000 EUR eine Meldung an die Behörden (Finanzamt?) machen, da automatisch Verdacht auf Geldwäsche besteht bei hohen Beträgen
  7. Evtl. müssen Kapitalertragssteuern nachgezahlt werden, da das Geld im Ausland Erträge brachte

So, nun hätte ich hierzu noch Fragen:

Zu 1)

Ein reiner Übertrag ist doch wenn die gleiche Person vom Konto in der Türkei auf das Konto in DE überweist – daher bedarf es m.A.n. keiner Meldung – egal wie hoch der Betrag ist.

Zu 4)

Reicht es, bei Nachfrage seitens Finanzamt, zu sagen, dass das Geld über die Jahre angespart wurde? Es ist in der Tat so, dass das Geld über 30 Jahre hinweg angespart wurde. Hierzu gibt es nach so langer Zeit natürlich keine Belege mehr. Aber meine Eltern haben ein gutlaufendes Geschäft gehabt. Die Aufbewahrungspflicht ist aber vorbei und es gibt keine Unterlagen hierzu.

Zu 5) Auf das in der Türkei angelegte Geld wurden dort auch Steuern gezahlt. Leider machen meine Eltern keine jährliche Steuererklärung (Beide Rentner mit geringem Einkommen). Daher ist es evtl. etwas schwierig, das Ganze nachzuweisen. Sicherlich stellt aber die türk. Bank einen Steuernachweis aus. Nur weiß ich nicht über wie viel Jahre die das rückwirkend machen.

Das wären erst mal meine Fragen. Würde mich freuen, wenn mir jemand die Fragen beantworten könnte. Gerne nehme ich auch sonstige Tipps entgegen, die ich oben nicht aufgeführt/bedacht habe.

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