Wie berechnet sich der Kurs einer Anleihe?

2 Antworten

Geld- und Briefkurse sind nur relevant, wenn man über eine Börse handelt, wo nämlich diese Kurse gestellt werden. Kaufst Du eine Anleihe zum Nominalwert ohne Agio bei Emission und wartest bis zur Fälligkeit, so zahlst Du 100% und bekommst 100%.

Kaufst Du eine Anleihe nach Emission über den Sekundärmarkt (Börse), dann werden dort nicht nur Börsentransaktionskosten und Spreads fällig, sondern der Kurs der Anleihe kann sich auch von 100% unterscheiden - je nach Marktbewertung. Kaufst Du zu 102% (jemand hat dann beispielsweise zu 101% verkauft), dann gehen die 2% an den Vorbesitzer (abzüglich Spread für den Händler) und Du bezahlst Transaktionskosten für die Börse und Brokergebühren für Deinen Broker.

Verkaufst Du eine Anleihe vor Fälligkeit über den Sekundärmarkt (Börse), dann werden nicht nur Börsentransaktionskosten und Spreads fällig, sondern der Kurs der Anleihe kann sich auch von 100% unterscheiden - je nach Marktbewertung. Verkaufst Du zu 102%, dann gehen die 2% an Dich (jemand hat dann beispielsweise Deine Anleihen für 103% gekauft) und Du bezahlst Transaktionskosten für die Börse und Brokergebühren für Deinen Broker.

In der Regel, da man ein runden Kupon will, aber eine krumme Rendite vom Markt vorgegeben wird, haben viele Anleihen auch bei Emission leicht von 100 abweichende Kurse.

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Nein, die 26 gehen natürlich nicht an den Broker.

Der Verkäufer erhält den ganz normalen Verkaufpreis von 10.026 zzgl. Stückzinsen abzgl. seiner Spesen.

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