Was geschieht mit geschlossenem Kaufvertrag nach Insolvenz des Käufers?

2 Antworten

Es kommt drauf an, wenn das Geschäft vorteilhaft ist (aus vorhandenen Vorräten zu bewerkstelligen, oder als Streckengeschäft mit Gewinn), wird es der Insolvenzverwalter möglichst durchführen.

Wäre es nicht vorteilhaft, wird er die durchführung verweigern und man kann seine Ansprüche anmelden.

Handelt es sich um eine Lieferung an das Unternehmen, so sollte man entweder froh sein, wenn man ncoh nciht geliedfert hat. Wäre es etwas was speziell hergestellt wurde, Schadenersatz anmelden, aber eben geringe Chancen.

Als Verkäufer würde ich den Insolvenzverwalter angehen, ob er mit einer Erfüllung des Vertrages einverstanden ist. Denn sie könnte auch in seinem Interesse liegen. Wenn er das ist, ist der Vertrag uneingeschränkt durchzuführen. Wenn er ablehnt, könntest du allenfalls noch Schadensersatzansprüche geltend machen, die aber nur zur Insolvenzforderung würden.

Spezialfall § 23 EStG

Hallo zusammen,

ein Kunde verkauft ein derzeit noch an verschiedene Parteien vermietetes Mehrfamilinhaus zu einem in der Zukunft liegenden Termin (Anfang 2006) mit der Auflage, dieses bis dahin entmietet zu haben.

Der Grund für das jetzt zur Unterzeichnung kommende "Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags" ist, dass beide Parteien sich eigentlich einig sind. Nur will der Verkäufer nichts gleich verkaufen, was er erst in 15 Monaten liefern kann, was er sich zutraut aber nicht das Thema sein soll. Beide kommen nicht ohne Vertragsstrafe aus der Sache raus.

Dem Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrags liegt als Anlage 1 der "weitere Ihnalt des Kaufangebots" vor, in dem alles wie bei einem Kaufvertrag geregelt ist, also Kaufpreis, Auflassung usw.

Problem des Kunden ist, dass der Notartermin vor Ablauf der 10-jährigen Frist nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG liegt, Entmietung und Notariell festgehaltener frühest möglicher Termin des Käufers, das Angebot anzunehmen, liegen danach.

Mir ist das, was man im Internet dazu findet, bekannt. Ich habe die Hoffnung, dass jemand (und es sind ja ausgezeichnete Steuerberater da) seine Meinung kundtut, ob das ein Fall für die eine (Termin der Vertrags) oder andere (frühest möglicher Annahmetermin) Richtung ist. Vielleicht ist ja auch irgendwem genau der Fall untergekommen.

Der Gang vor Gericht muss nicht zwangsläufig vermieden werden. Nur frage ich mich halt auch, wie es mit der Aussicht auf Erfolg steht.

...zur Frage

Wie wirkt Auflassungsvormerkung für den Erben?

Ein älterer Bekannter verstarb, nachdem er einen Kaufvertrag geschlossen hatte. Er hatte notariell ein Grundstück veräußert. Eine Auflassungsvormerkung zugunsten des Käufers ist eingetragen worden. Ist der Erbe an den Kauf gebunden? Kann er ihn verhindern dadurch, dass er die Haftung auf den Nachlass beschränkt?

...zur Frage

Kaufvertrag nur von einem Ehepartner abgeschlossen, zweiten Ehepartner mit ins Grundbuch eintragen lassen?

Ist es möglich einen Kaufvertrag für eine Immobilie alleine abzuschließen und den Ehepartner nachträglich mit ins Grundbuch eintragen zu lassen? (Angenommen der Kaufvertrag ist unterschrieben, die Grundbucheintragung aber noch nicht erfolgt.) Kommen da weitere Kosten auf einen zu? Gibt es weitere Möglichkeiten ohne hohe Kosten, den Ehepartner nach dem abgeschlossenen Kaufvertrag mit zum Eigentümer zu machen.

...zur Frage

Wie bewege ich Vorkaufsberechtigte zum Verzicht auf ihr Vorkaufsrecht?

Hallo zusammen,

hier kommt nun ein verzwickter Fall bei dem ich etwas ausholen muss:

Unsere sehr nah stehende Freundin, die für uns wie eine Art Ersatzmutter ist, wollte vor ihrem Tod ihre Eigentumswohnung noch verkaufen. (Für den Nachlass einfacher abzuwickeln).

Die Wohnung ist Teil eines 3-Parteien-Hauses (wovon wir auch eine Wohnung bewohnen), dass bis 2012 ihr komplett gehörte. Dann hat sie die oberen beiden Wohnungen anderen Freunden im Abstand von 5 Jahren an ein befreundetes Ehepaar verkauft - mit Vorkaufsrecht auf ihre EG-Wohnung. Das Verhältnis war damals sehr gut und zu diesem Zeitpunkt waren meine Frau und ich noch nicht verheiratet.

Nun wollte Sie als letzten Wunsch unbedingt uns ihre Wohnung verkaufen und hat die Vorkaufsberechtigten auch fairerweise darüber informiert, damit sie darauf reagieren können. Sie hat aber auch ihren Wunsch geäußert, dass sie es an uns verkaufen möchte und die Vorkaufsberechtigten darum gebeten auf das Vorkaufsrecht zu verzichten. Das hatten sie unserer Freundin auch mündlich zugesagt. Parallel hat der Notar ein Schreiben zum Verzichtserklärung an das Paar gesendet.

In diesem Wissen, dass sie aussteigen werden - weil sie es ihr versprochen haben - haben meine Frau und ich mit unserer Freundin einen Kaufvertrag geschlossen, der auch vom Notar beurkundet ist. Nun ist die gute Frau leider am Sonntag verstorben. Sie hatte vorher noch freudig geschwärmt wie glücklich sie ist, dass wir die Wohnung gekauft haben. 

Wir sind nochmals in Kontakt mit den Vorkaufsberechtigten getreten, die ebenfalls unsere Vermieter sind, um ihnen von dem Trauerfall zu erzählen, aber auch zu sagen wie froh wir sind, dass alles wie gewünscht gekommen ist. Daraufhin reagierten sie seltsam und sagten, dass es so einfach nicht wäre, weil sie eigentlich schon gerne die EG-Wohnung kaufen wollten um das gesamte Objekt als Kapitalanlage zu besitzen. Wir waren etwas erschrocken, weil sie die Verzichterklärung bis heute auch noch nicht unterschrieben haben. 

Nun treffen wir uns heute Abend zu einem offenen und hoffentlich freundlichen Gespräch, um alles zu klären. Wir möchten sie davon überzeugen, dass es für beide Seiten eine gute Lösung ist. Zumal wir selbst das Objekt bewohnen und immer ein Auge darauf haben, weil wir auch ein Interesse haben, dass alles gepflegt bleibt und keine Wartungsstaus entstehen.

>>>

Nun zu der entscheidenden Frage: Wie kriegen wir die Vorkaufsberechtigten/Unsere noch derzeitigen Vermieter dazu bewegt auf ihr Vorkaufsrecht zu verzichten? Denn sie dürfen rechtlich gesehen nun jederzeit in unseren Kaufvertrag eintreten.

>>>

PS: Vielleicht von der emotionalen Seite her erwähnenswert - die vorkaufsberechtigte Frau stand unserer gemeinsamen Freundin sehr nah und war sogar in die Patientenverfügung eingetragen. Ich weiß nicht, ob man da ins Gewissen reden kann oder nur mit sachlichen oder gar monetären Argumenten kommen kann.... 

...zur Frage

Kaufvertrag?

Habe eine Frage : 

Es wird ein Kaufvertrag abgeschlossen im Kaufvertrag steht , dass eine Markise vorhanden ist , nun ist die Markise nicht mehr vorhanden , da diese Markise noch nicht abbezahlt worden ist , und die vom besitzer abmontiert worden ist.

kann ich vom Verkäufer verlangen , dass er die Markise abbezahlt ? Oder kann ich Schadenersatz beanspruchen oder muss ich ganz auf die Markise verzichten ? 

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?