Was geschieht mit geschlossenem Kaufvertrag nach Insolvenz des Käufers?

2 Antworten

Es kommt drauf an, wenn das Geschäft vorteilhaft ist (aus vorhandenen Vorräten zu bewerkstelligen, oder als Streckengeschäft mit Gewinn), wird es der Insolvenzverwalter möglichst durchführen.

Wäre es nicht vorteilhaft, wird er die durchführung verweigern und man kann seine Ansprüche anmelden.

Handelt es sich um eine Lieferung an das Unternehmen, so sollte man entweder froh sein, wenn man ncoh nciht geliedfert hat. Wäre es etwas was speziell hergestellt wurde, Schadenersatz anmelden, aber eben geringe Chancen.

Als Verkäufer würde ich den Insolvenzverwalter angehen, ob er mit einer Erfüllung des Vertrages einverstanden ist. Denn sie könnte auch in seinem Interesse liegen. Wenn er das ist, ist der Vertrag uneingeschränkt durchzuführen. Wenn er ablehnt, könntest du allenfalls noch Schadensersatzansprüche geltend machen, die aber nur zur Insolvenzforderung würden.

Wie bewege ich Vorkaufsberechtigte zum Verzicht auf ihr Vorkaufsrecht?

Hallo zusammen,

hier kommt nun ein verzwickter Fall bei dem ich etwas ausholen muss:

Unsere sehr nah stehende Freundin, die für uns wie eine Art Ersatzmutter ist, wollte vor ihrem Tod ihre Eigentumswohnung noch verkaufen. (Für den Nachlass einfacher abzuwickeln).

Die Wohnung ist Teil eines 3-Parteien-Hauses (wovon wir auch eine Wohnung bewohnen), dass bis 2012 ihr komplett gehörte. Dann hat sie die oberen beiden Wohnungen anderen Freunden im Abstand von 5 Jahren an ein befreundetes Ehepaar verkauft - mit Vorkaufsrecht auf ihre EG-Wohnung. Das Verhältnis war damals sehr gut und zu diesem Zeitpunkt waren meine Frau und ich noch nicht verheiratet.

Nun wollte Sie als letzten Wunsch unbedingt uns ihre Wohnung verkaufen und hat die Vorkaufsberechtigten auch fairerweise darüber informiert, damit sie darauf reagieren können. Sie hat aber auch ihren Wunsch geäußert, dass sie es an uns verkaufen möchte und die Vorkaufsberechtigten darum gebeten auf das Vorkaufsrecht zu verzichten. Das hatten sie unserer Freundin auch mündlich zugesagt. Parallel hat der Notar ein Schreiben zum Verzichtserklärung an das Paar gesendet.

In diesem Wissen, dass sie aussteigen werden - weil sie es ihr versprochen haben - haben meine Frau und ich mit unserer Freundin einen Kaufvertrag geschlossen, der auch vom Notar beurkundet ist. Nun ist die gute Frau leider am Sonntag verstorben. Sie hatte vorher noch freudig geschwärmt wie glücklich sie ist, dass wir die Wohnung gekauft haben. 

Wir sind nochmals in Kontakt mit den Vorkaufsberechtigten getreten, die ebenfalls unsere Vermieter sind, um ihnen von dem Trauerfall zu erzählen, aber auch zu sagen wie froh wir sind, dass alles wie gewünscht gekommen ist. Daraufhin reagierten sie seltsam und sagten, dass es so einfach nicht wäre, weil sie eigentlich schon gerne die EG-Wohnung kaufen wollten um das gesamte Objekt als Kapitalanlage zu besitzen. Wir waren etwas erschrocken, weil sie die Verzichterklärung bis heute auch noch nicht unterschrieben haben. 

Nun treffen wir uns heute Abend zu einem offenen und hoffentlich freundlichen Gespräch, um alles zu klären. Wir möchten sie davon überzeugen, dass es für beide Seiten eine gute Lösung ist. Zumal wir selbst das Objekt bewohnen und immer ein Auge darauf haben, weil wir auch ein Interesse haben, dass alles gepflegt bleibt und keine Wartungsstaus entstehen.

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Nun zu der entscheidenden Frage: Wie kriegen wir die Vorkaufsberechtigten/Unsere noch derzeitigen Vermieter dazu bewegt auf ihr Vorkaufsrecht zu verzichten? Denn sie dürfen rechtlich gesehen nun jederzeit in unseren Kaufvertrag eintreten.

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PS: Vielleicht von der emotionalen Seite her erwähnenswert - die vorkaufsberechtigte Frau stand unserer gemeinsamen Freundin sehr nah und war sogar in die Patientenverfügung eingetragen. Ich weiß nicht, ob man da ins Gewissen reden kann oder nur mit sachlichen oder gar monetären Argumenten kommen kann.... 

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Wann kann man vom Kaufvertrag (Polstermöbel) zurücktreten bzw. stornieren?

meine Mutter hatte am 10.03.2015 Polstermöbel bestellt. Damals wurde ihr vom verkäufer gesagt, die Möbel werden in 6 Wochen. Nachdem nach 10 Wochen nichts angekommen war, rief meine Tante an, da sagten die ihr, der Verkäufer hat sich geirrt, und es kommt in 10 Wochen. jetzt sind knapp 12 Wochen rum, und als ich zu Hause war, bat mich meine Mutter, nochmal anzurufen, da sich immer noch keiner gemeldet oder Ware geliefert wurde. Mir wurde am Telefon gesagt, die Person konnte den Vorgang leider nicht finden, aber versucht sich drum zu kümmern. kann ich jetzt nach knapp 3 Monaten den Kaufvertrag stornieren, oder muss ich dem Geschäft nochmal schriftlich eine Frist setzen, und kann dann erst stornieren?

vielen Dank.

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