Tod der Mutter steht bevor?

3 Antworten

Hallo,

zunächst finde ich es positiv, dass Du hier im Vorfeld Informationen besorgst. Du brauchst momentan keinen Trost, sondern Rat.

Wenn das unvermeidliche Ereignis eintritt und für die Zeit der Trauer danach, das ist dann die Zeit, in welcher Mitgefühl und Trost erforderlich sind.

Deine Anfrage ist in kurzen Sätzen und Hinweisen nicht so einfach zu beantworten, da Du momentan ja noch garnicht weisst, was alles zu fragen ist. Und viele Antworten sind nur in einem komplexen Zusammenhang zu geben.

Deshalb hier ein Link auf eine Internetseite, auf welcher Du Antworten auf viele, auch später noch auftretende Fragen bekommst: http://www.erbrecht-heute.de/

Über das Stichwortverzeichnis (oben rechts) bekommst Du umfangreichere Informationen. So ist etwa unter den entsprechenden Stichworten das Vorgehen für Bestattungskosten und Wohnungsauflösung dort recht gut beschrieben

Es ist anschliessend sinnvoller, hier im Forum einzelne Fragen zu besonderen Situationen und exakten Unklarheiten zu stellen. Das erleichtert eine Antwort ungemein.

Vorab schon mal:

  • Gibt es kein Testament, dann gilt die gesetzliche Erbfolge und Erbe sind Dein Bruder und Du in Erbengemeinschaft (=> begriff nachschlagen).
  • Das Auto wird Teil der Erbmasse. Ein Verkauf ist deshalb nur zulässig, wenn alle Erben (hier also auch Dein Bruder) damit einverstanden sind. Etwaige Kosten sind vorzustrecken und später aus der Erbmasse zurückzuzahlen, bevor der verbleibende Rest verteilt wird. Deshalb von allen vorgestreckten Kosten Quittungen geben lassen !!

Gruss

Walter

Hallo Haloria,

es gibt immer wieder Situationen im Leben, bei denen man sich vorerst scheinbar unkonventioneller Notlösungen bedienen muss.

Paragrafen habe ich nicht zur Hand, würde aber in gleicher Lage wie du es bist, zu folgender Lösung tendieren:

für den Fall, dass die Mutter verstirbt, würde auch ich das Auto tatsächlich vorsorglich verkaufen um damit anfallende Kosten begleichen zu können. WICHTIG aber ist, den Verkaufserlös sowie die ( betr. Sterbefall ) zu zahlenden Verbindlichkeiten genau zu protokollieren ! Es ist möglich, dass man irgendwann von dir einen Nachweis fordert.

Gruß !

Gaenseliesel,, Dir ist hoffentlich bewusst, dass über die Erbmasse bzw. Teile daraus (hier das Auto) nur mit dem Einverständnis des Bruders und somit Miterben verfügt werden darf !! Wenn Kosten anfallen, dann sind sie aus der Erbmasse vor einer Erbverteilung zu begleichen. Wenn die Kosten das Erbe übersteigen, dann muss ich eben das Erbe ausschlagen und habe damit keine Verpflichtung. Für Bestattungskosten gibt es davon abweichende Regelungen wer letztendlich zu zahlen hat.

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Für die Kosten ist zuerst das vorhandene Vermögen der Verstorbenen heranzuziehen. Ist dieses nicht ausreichend, dann müssen nächsten Angehörigen - in Eurem Fall beide Kinder - die Beerdigungskosten tragen. Versuche das Auto schon zu Lebzeiten der Mutter zu verkaufen, denn nach dem Tod der Mutter wird dies mit noch mehr Schwierigkeiten verbunden sein und Du benötigst die Zustimmung aller Erben. Vesuche auch alle Beerdigungskosten direkt durch die Bank bei der die Mutter ihr Konto hat, abzuwickeln, denn alles Geld, das Du für die Beerdigung auslegst mußt Du Dir später mühsam zu 50 % wieder von Deinem Bruder holen; mit geringer Aussicht auf Erfolg. So brutal es vielleicht klingen mag, versuche schon die Wohnung der Mutter zu kündigen, denn die Kündigungsfrist beträgt auch im Todesfall mindestens 3 Monate. Dies macht vor allem auch dann Sinn, wenn sicher ist, dass die Mutter aus Gesundheitsgründen nicht mehr in diese Wohnung zurückkehren kann.

2 x DH, für die weiteren wertvollen Tipps !

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Du bist Dir sicher, dass jemand einen Mietvertrag kündigen kann obwohl er garnicht Mieter ist?

Und wie kann jemand ein Auto verkaufen welches ihm nicht gehört?

Wie ist das begründet?

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Halbschwester weigert sich, sich an den Beerdigungskosten zu beteiligen, was kann ich unternehmen?

Hallo, mein Vater ist vor kurzem verstorben. Da wir beide ca. 10 Jahre keinen Kontakt mehr zu meiner Halbschwester hatten, habe ich erstmal die Beerdigung in die Wege geleitet. Ihre Handy-Nr. war aber noch aktuell und als ich sie fragte, wie wir das mit der Kostenteilung machen wollen, sagte sie nur "Wo nichts ist!". Das Erbe habe ich und sie vermutlich auch ausgeschlagen, da mein Vater nur Schulden hinterlässt. Sie wollte eigentlich auch zur Beerdigung kommen, erschien aber einfach nicht. Ich habe keine Ahnung, ob sie in Arbeit steht oder Ersparnisse hat, habe auch keine Adresse von Ihr. Vor 10 Jahren wohnte sie in Braunschweig. Sie meinte auch, sie will sich nicht an den Kosten beteiligen, weil er ja auch nichts für sie getan hat. Als ich sie nochmal anschrieb, um zu fragen, warum sie ohne abzusagen nicht auf der Beerdigung erschien und sie auch nochmal bat sich an den Kosten zu beteiligen, da sie ja nicht ihn, sondern mich damit bestraft, kam keine Reaktion. Am nächsten Tag musste ich feststellen, das sie mich bei WhatsApp blockiert hat! Nun erreiche ich sie nicht mehr, sie geht auch nicht ans Telefon. Zu unserem Verhältnis: Ich erfuhr erst mit 16 von ihrer Existenz, kurz darauf besuchte sie mich in Berlin und etwas später ich sie in Braunschweig. Der Kontakt zu meiner Schwester brach damals ab, da ich über einige Ecken erfuhr, dass sie hinter meinem Rücken schlecht über mich geredet hat, da ich damals sehr schüchtern war und bei einem Disco Besuch bei ihr in Braunschweig nicht tanzen wollte. Zu einer Aussprache kam es nie, da sie sich nicht weiter darum gekümmert hat, sie hat ja noch genug andere Halbgeschwister von Ihrer Mutter, was brauch sie da mich dachte ich mir so... Ich als "Einzelkind" war natürlich mehr als enttäuscht über ihr Verhalten... Aber das sagt ja schon einiges darüber aus, was für ein Mensch sie zu sein scheint. So, dass zur Vorgeschichte. Ich habe ihr nie was getan und verstehe ihr Verhalten einfach nicht... Der Kontakt zwischen meinem Vater und ihr brach aus einem anderen banalem Grund ab. Aber zu meiner eigentlichen Frage: Wenn ich jetzt einen Anwalt beauftrage meine Schwester zu kontaktieren, um den Anteil ihrer Kosten einzufordern, trägt sie dann die Kosten für meinen Anwalt, weil sie ja im Unrecht ist? Und wenn sie wirklich Mittellos ist, wie sieht es dann aus? Bleibe ich dann auf allen Kosten alleine sitzen oder springt für Ihren Anteil und die Kosten des Anwalts dann ihr Sozialträger ein? Sorry für den langen Text und vielen Dank schonmal für Eure Antworten!

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