Tilgung, Hausgeld und Nebenkosten

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2 Antworten

Deine genannten Begriffe sind noch um die Zinsen zu erweitern! Aus der Finanzierung der ETW resultieren die Kreditkosten, die in Höhe der monatlich gleichen Zahlungsrate (auch "Annuität" genannt) erfolgen. Die Annuität setzt sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammen. Bei der derzeitigen Baufinanzierungssituation zahlst Du anfänglich etwa 4 % p.a. Zinsen plus 8 % p.a. Tilgung. Die monatliche Rate beträgt ca. € 1.012 bei einem Anfangskredit von € 100.000 und Volltilgung in 10 Jahren. Tilgung, Zinsen und Annuität stammen also aus der Kreditebene des jeweiligen (Teil-)Eigentümers der Immobilie, der noch sein Eigenkapital in die Gesamtfinanzierung eingebracht hat.

Demgegenüber stammen "Hausgeld" und "Nebenkosten" aus der Objekt- und Vermietungsebene. Am einfachsten stellst Du die Nebenkosten in die Vermietungsebene und benennst so sämtliche auf einen Mieter abwälzbaren Betriebskosten (Heizung, Medienversorgung, Versicherungen, Steuern, Abfallentsorgung, etc.) des Objektes. Nicht alle diese Nebenkosten sind so verbrauchsbezogen wie Wasser, sondern werden nach (oder kombiniert mit anderen) Verteilungsschlüsseln auf die Mieter (oder Bewohner) umgelegt (wie z.B. Heizkosten, Grundsteuern, Kabelgebühren).

Für die nicht auf Mieter abwälzbaren Betriebs- und Instandhaltungs- bzw. Reparaturkosten fällt das "Hausgeld" an, also u.a. auch für Verwaltung und vielleicht Hausmeister.
Ein Teil dieses Hausgeldes fällt regelmäßig jährlich an (und ist gut planbar). Unregelmäßig fallen Reparaturen und größere Instandhaltungen (z.B. Hausanstrich, Dachreparaturen, Heizungserneuerung) an; hierfür wird eine sich jährlich erhöhende Rücklage gebildet, die im Bedarfsfall ("Dach ist undicht") hoffentlich ausreichend ist.

Gar nicht in diese bisherigen Kategorien fallen die üblicherweise vom Mieter oder Bewohner unmittelbar selbst zu tragenden "Nebenkosten", wie z.B. Telefon, persönlicher Stromverbrauch.

Für die Zuordnung zur einen oder anderen Kategorie gibt es nicht immer feste Regeln, so dass in jedem Fall ein Nachfragen sinnvoll ist, um eine Kostenangabe "einschl. Nebenkosten" richtig einschätzen zu können!

den begriff hausgeld kenn ich so nicht und wird von uns als vermeiter nicht benutzt.

wir hatten mal ein ETW und ich denke das mit dem hausgeld die reperaturen am haus bezahlt werden die der gemeinschaft zu gute kommen würden. also für garten,heizung,beleuchtung,reinigung usw.

die nebenkosten sind daher verbrauchsabhängig anzusehen. warmwasser,müll,kanal,brauchwasser,strom.tel. usw.

zur tilgung: sicher ist es richtig wenn du mit einer hohen tilgung schneller fertig bist. das liegt ja auf der hand. aber 8% kommt mir sehr hoch vor und es ist zu bedenken ob man die finazielle last auch schultern kann? zur tilgung kommt ja noch die zinslast der hyphothek. kommt natürlich auch auf den gesamtbetrag an den man aufnehmen muss.

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