Steuern bei 100.000 € Einkommen?

3 Antworten

Deine Einkünfte muss du versteuern. Ich würde die empfehlen das ganze von einem Steuerberater bearbeiten zu lassen. Bei deinem Verdienst kannst du dir das sicherlich leisten und vermeidest spätere Probleme. Weiß eigentlich dein Arbeitgeber von deinem Nebenjob?

Müsste ich den Verdienst auch noch zusätzlich angeben?

100.000 Euro fallen in Monaco unter die Bagatellgrenze.

du wirst nicht mehr als den Spitzensteuersatz zahlen für D, wenn du denn hier besteuert wirst. Der Spitzensteuersatz liegt bei 45% + Soli + Kirchensteuer.

Nachdem die Einkunftsart nicht klar ist, könnten auch noch Gewerbe- und Umsatzsteuer anfallen. Die anderen möglichen Steuerarten lasse ich mal aussen vor.

Genauere Angaben wären nötig, um überhaupt ahnen zu können, wie hoch die Steuerquote sein könnte.

Abschreibung Sinn und Unsinn

Kann mir mal einer erklären, warum es Abschreibung gibt und warum das vom BGH noch nicht hinweggefegt wurde, die Bürger und vor allem die Unternehmer mit all Ihren Verbänden und Lobbies nicht versuchen durch dei sog. Volksvertreter auszukehren. Beispiel

100.000 Euro Jahresgewinn vor Steuern im Jahr X für 60000 Euro ist die Anschaffung für ein Firmenfahrzeug im Jahr X geplant.

Bei Barzahlung (es sind ja 100.000 Euro Gewinn da) könnte der Firmeninhaber also von 40.000 Euro seinen Lebensunterhalt bestreiten und müsste hier natürlich noch ein wenig Steuern zahlen. Fakt ist nun aber dank der sog. Abschreibung, dass es steuerrechtlch nur 20% der 60.000 Euro der als anzuerkennenden Kaufsumme im Jahr X für das FA gibt. D.h. aber, dass nicht 40.000 Euro zu versteuern sind, sondern 100.000 Euro - 12.000 Euro = 88.000 Euro. Davon sind dann mindestens (je nach Gesellschaftsform, Umlagensatz ...) 44.000 Euro Steuern zu zahlen. D.h. dass von den eigentlich 40.000 Haben der Unternehmer nach Steuerzahlung mit 4000 Euro im Minus steht, er folglich einen Kredit aufnehmen müsste, um sein Leben und das seiner Familie zu bewerkstelligen. Es bleibt dem Unternehmer also nichts anderes übrig, als eine alte Kiste zu kaufen oder zu finanzieren oder zu leasen oder eine Zweitfirma zu gründen, die dann diesen Kauf tätigt und der eigentlichen Firma vermieten (verleast) oder finanziert ....

Das ist deutsches Steuerrecht, das ist das Wolkenkuckucksheim der Politik. Was soll das, wer hat das erfunden und warum wehrt sich keiner.

Konsequenz ist, das es Banken gibt, die finanzieren, verschachtelte Firmenkonstrukte, dass wertvolle Arbeitskraft verheizt wird, die an andere Stelle (z.B. Umwelttechnik) fehlt.

Frage ich meine StB, dann zucken die auch nur mit den Achseln, verstehen noch nicht einmal, meine Argumentation.

Wir sind u.a. durch die Abschreibung zu einer Gesellschaft der Schuldenmacher geworden. Das ist ja schon fester Kulturbestandteil geworden. Dass dies aber auch ein Grund dafür ist, dass wir eine immer größer werdende Bürokratisierung haben und diese sich verselbständigt, will man nicht sehen.

Höhepunkt dieser Bürokratisierung ist ein geschaffenes Gesetz zur Entbürokratisierung.

Mag jemand seinen Senf zum Thema geben?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?