Könnt Ihr sinnvolle Geldanlagen für Azubis empfehlen?

6 Antworten

Am wichtigsten als Azubi ist nicht sparen sondern eine Berufsunfähigkeitsversicherung. An 2. Stelle kommt dann das Sparen (lobenswert) . Evtl. wäre schon an das Alter zu denken und eine zusätzliche Altersvorsorge ins Auge zu fassen. Eine Gehaltsumwandlung zur Altersvorsorge bringt aber beim Azubi noch nichts, da die Vorteile in der Steuerersparnis liegen, aber fast alle Azubi.s zahlen noch keine Steuern. Lass dich einfach mal beraten : Die Sparkassen und die Volksbanken haben meist speziell ausgebildete Jugendberater, mach einfach mal einen Beratungstermin aus.

Hallo,

erst einmal ist der Gedanke schon als Azubi zu sparen, sehr lobenswert !

Zu den Möglichkeiten guter und sinnvoller Anlagemöglichkeiten können unsere Spezies dir sicher noch einige Ratschläge geben.

 Für dich als Azubi mit knappen Budget ist es schon wichtig, sich in kleinen Schritten daran zu gewöhnen, vorerst immer einen kleinen Teil des Einkommens zur Seite zu legen. Du wohnst noch bei den Eltern, da dürften so 10 % der Netto Ausbildungsvergütung monatlich sparen machbar sein !

Ist nach einer Testphase mehr möglich, um so besser !

Vielen Dank!

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Mache nen kleinen Bausbarvertrag oder Fondsparen wenn du von deinem Arbeitsgeber vermögenswirksame Leistungen erhälst. Dann zahlt dein Arbeitgeber nämlich für dich nen bissl ein ;-)

Hallo,

die Reihenfolge, an die du Dich bei der Finanzplanung halten solltest, ist folgende.

1. Grundabsicherung:

1.1. Privathaftpflicht: Du kannst über Deine Eltern mitversichert sein. Dann wenn Du nicht schon Deine zweite Ausbildung machts bzw. älter als 25 bist. Dann müssten Deine Eltern einen Familientarif in Ihrer Privathaftpflicht haben.

1.2. Krankenversicherung - bist du pflichtversichert, passt.

1.3. Berufsunfähigkeitsversicherung: Versichere dein derzeitiges Einkommen über eine BU. Das geht bei vielen Versicherungen für Menschen in Ausbildung. Achte darauf, dass auch die Prämie für dein Zielberuf (also das, was du lernst) günstig ist, dann kannst Du später auch ohne Gesundheitsprüfung den Tarif erhöhen bzw. an deine Arbeit nach der Ausbildung anpassen.

2. Sparen

2.1. Dispo/Konsumkredite zurückzahlen: Wenn Du welche hast, die als erstes weg.

2.2. Liquiditätsreserve aufbauen: Für den Anfang sind 1-3 Nettogehälter in Ordnung. Damit sicherst Du dich gegen Unerwartetes ab und kannst dann längerfristige Themen wie z.B. Altersvorsorge angehen.

2.3. andere Ziele: Altersvorsorge: Jetzt könntest Du längerfristig sparen. Wenn Du planst, Angestellter zu bleiben, nimm schon mal die Riesterförderung durch einen Riesterfondssparplan mit. Du hast ein niedriges Einkommen und damit einen niedrigen Beitrag, da ist die Grundzulage 154 € im Jahr wahrscheinlich schon mal ein ordentlicher Zuschuss und durch Deinen frühen Start kann der Zineszinseffekt gut wirken. Aber andere Sachen wie z.B. kurzfristig für den Auszug sparen oder für ein Eigenheim oder so sind auch ok. Hauptsache, die gewöhnst Dich schon mal an sparen. 

Gruß

Vielen Dank für die ausführliche und übersichtliche Antwort!

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Ich kenne mich damit leider nicht so gut aus

Dann ist dies der erste Ansatzpunkt. Bilde dich finanziell weiter und informiere dich zu verschiedenen Anlageklassen um ein grobes Verständnis zu bekommen (Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Immobilien, Rohstoffe, Derivate etc.)

Anschließend versuchst du mal rauszufinden was für ein Anlegertyp du bist. Ehr risikobewusst oder ehr konservativ. Langfristig orientiert oder ehr kurz- bis mittelfristig. Ist dir Liquidität wichtig etc.

Wenn dir das alles zu viel Arbeit ist, wirst du nicht drum rum kommen jemanden damit zu betrauen für dich sinnvolle Strategien zu erarbeiten. Dass diese jemand das nicht umsonst macht, sollte dir klar sein. Dieser Jemand könnte z.B. ein unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler sein.

Vor jeder Sparanstrengung steht - sofern man aktives Arbeitseinkommen benötigt um seinen Lebensstandard zu erschaffen aber erstmal die Absicherung der eigenen Arbeitskraft, am besten durch eine vollwertige Berufsunfähigkeitsversicherung.

Vielen Dank! 

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