Rückstände zahlen nach Zwangsversteigerung?

4 Antworten

Lass dich nicht verunsichern. Außer mit der sogenannten Abrechnungsspitze hast du nichts zu tun.

Aber von vorne:

Selbst wenn die WEG Ansprüche zur Zwangsversteigerung angemeldet hat/hätte würden diese aus der Zahlung des Meistgebots befriedigt werden. Du musst daher auf keinen Fall mehr zahlen, als das Meistgebot an das Vollstreckungsgericht.

Etwas anders sieht es aus bei Nachzahlungsforderungen aus der jährlichen Hausgeldabrechung. Hier gilt, dass dass nach § 56 S.2 ZVG der Ersteher die Lasten erst ab Zuschlag übernimmt. Der Zuschlag wird wirksam mit seiner Verkündigung (§89 ZVG), d.h. Hausgeldzahlungen die ab dem Datum der Ausfertigung des Zuschlagsbeschlusses entstanden sind, sind vom Ersteher zu bezahlen. Alle die zeitlich davor liegen nicht.

Für die berühmte Abrechnungspitze gilt hingegen, dass diese vom Ersteher zu Tragen ist, wenn er an der Beschlussfassung darüber selbst mitgewirkt hat ( d.h. an der beschlußfassenden Eigentümerversammlung teilgenommen hat- dafür zustimmen ist nicht erforderlich). 

Hast du die Wohnung zum Beispiel im November ersteigert und im Dezember findet die Eigentümerversammlung statt, die per Mehrheitsentscheid beschließt, dass die Hausgeldzahlungen für das gesamtjahr nicht gereicht haben und jeder Eigentümer 100€ nachzahlen muss, musst auch du die 100€ zahlen, wenn du fristgerecht zur Versammlung eingeladen warst. Ansonsten fehlt es an der Mitwirkung. Hast du die gleiche Wohnung aber erst im Januar gekauft, fehlt es an der Mitwirkung der Beschlussfassung im Dezember und du musst die 100 Beispiel€ nicht zahlen.

Dazu das OLG Düsseldorf  Beschluss vom 20.10.2000, Aktenzeichen: 3 Wx 283/00, das LG München I, Urteil v. 20.12.2010, 1 S 4319/10 der Bundesgerichtshof: BGH, Beschluss v. 22.1.1987, V ZB 3/86 und BGH, Beschluss v. 24.2.1994, V ZB 43/93

Hanay:

Der Anspruch auf Zahlung von Hausgeld (Wohngeld) - (§ 10 Abs. 6 S 2 WEG - gegen den zahlungsunfähigen oder -unwilligen Wohnungseigentümer (Voreigentümer) muss  als nicht grundbuchersichtlich beim Vollstreckungsgericht rechtzeitig angemeldet und glaubhaft gemacht werden (§ 37 Nr. 4, §§ 45, 114 ZVG).

Der Anspruch fällt in die Rangklasse 2 und ist bei der Verteilung des Zwangsversteigerungserlöses noch vor Forderungen aus Hypotheken und Grundschulden (Rangklasse 4) zu berücksichtigen. Die Anmeldung ist Aufgabe des Verwalters.

Nun zu deinem Anliegen: Einmalige Leistungen, die nach der Jahresabrechnung als Fehlbetrag = Abrechnungsspitze oder Sonderumlage zu zahlen sind, trägt der Schuldner, wenn sie durch Beschluss der Wohnungseigentümer vor dem Zuschlag begründet wurden, der Ersteher, also du, wenn sie durch Eigentümerbeschluss vom Zuschlag an begründet werden.

Empfehlung: Lass dir vom Verwalter (oder besser noch einem freundlichen Wohnungseigentümer) die Beschlüsse der Miteigentümer zeigen und prüfe, wann was entschieden wurde.

Er hilft dir jetzt wenig, wenn ich dir sage, dass selbst erfahrende Praktiker immer wieder von den Folgen (Aus- und Nachwirkungen) einer Zwangsversteigerung überrascht werden.

Fitnessstudio korrigiert Beitrag nach oben?

Ich habe in einem Fitnessstudio einen Vertrag zum Studentnetarif abgeschlossen.

nach 2 Wochen bekam ich eine Nachricht, dass ich die Altersgrenze für den Studententarif überchritten hätte; im Kleingedruckten des Vertrags habe ich dann auch nachgelesen, dass mit Erreichen des Höchstalters automatisch auf den nächsthöheren Tarif gewechselt wird.

Allerdings war ich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits "zu alt" für den Tarif, neben meinem Ausweis, der bei Abschluss vorlag, haben wir sogar noch über mein Alter gesprochen.

Da die Widerrufsfrist abgelaufen ist, soll ich jetzt 33% mehr zahlen als besprochen und auf dem Vertrag angegeben.

Ist das rechtens, bzw. kommt man da wieder raus (Stichwort: Vertragsabschluss unter falscher Annahme)?

Vielen Dank

...zur Frage

Vollzeittätigkeit als gem. § 14 RVO-StKFG beurlaubter Student?

Sehr geehrte/r Bearbeiter/in,

seit Beginn meines Studiums bekam ich bloß 200,00 Eur BAföG und von meinen Eltern erhielt nur durch wiederholtes Nachfragen einen Teil des Unterhaltsanspruches von insgesamt 200,00 Eur ausgezahlt. Offen gestanden können mir meine Eltern aber grundsätzlich keinen Unterhalt zahlen. Ich habe das bisher für mich behalten und mich bisher nicht offen dazu geäußert bis ich nun jedoch tatsächlich eine Leistung aus purem Versehen nicht erbringen konnte, sodass mir das BAföG im nächsten Semester erst einmal nicht gezahlt werden kann. Das Kindergeld in Höhe von 194,00 Eur könnte ebenfalls wegfallen, sofern auch hier ein Leistungsnachweis zu wenig vorliegt. Ich würde dem Studierendensekretariat die Situation offen schildern und mich gem. § 14 RVO-StKFG wegen eines sogenannten wirtschaftlichen Notstands für ein Semester beurlauben, der in meinem Fall bevorsteht, sofern ich diese Maßnahme nicht ergreife. Für eine solche Beurlaubung maßgebend sind gem. § 14 RVO-StKFG i.V.m. §§ 13, 13a BAföG die zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 399,00 Eur für Studierende einer Hochschule zzgl. 250,00 Eur, sofern der oder diejenige nicht bei einem Elternteil wohnt, was in meinem Fall zutreffend ist, bzw. eine Summe von 649,00 Eur.

Ich wiederhole also, dass ohne Unterhalt der Eltern (-200,00 Eur), ohne BAföG (-200,00 Eur), und ohne Kindergeld (-194,00 Eur) nur eine Summe von 450,00 Eur durch eine Nebentätigkeit auf geringfügiger Basis besteht. Insofern läge tatsächlich eine wirtschaftliche Notlage vor.

Mein Arbeitgeber der Tätigkeit auf geringfügiger Basis würde mir für ein bevorstehendes Urlaubssemester eine Vollzeittätigkeit anbieten können.

Hier stellen sich für mich diese Fragen: Darf ich grundsätzlich als beurlaubter Student in Vollzeit arbeiten? Muss ich an dieser Stelle den Grundfreibetrag in Höhe von 9.000 Eur beachten? Muss ich anderenfalls gegen Ende eines Jahres eine Steuererklärung abgeben?

Vielen Dank im Voraus

E. (Studierende im 4. Semester, 23 Jahre alt)

...zur Frage

pfändung der Mietkaution und Nebenkosten

Hi

Ich habe das folgende Problem und würde mich freuen, wenn mir jemand bei der Antwort suche helfen kann.

vor einiger Zeit habe ich die Kaution und die Nebenkosten von jemanden gepfändet weil er sich immer wider geweigert hat, seine Schulden bei mir zu bezahlen.

Der Wohnungseigentümer und die Hausverwaltung waren natürlich darüber informiert und trotzdem haben die jetzt, die Nebenkosten Abrechnung (Guthaben) an den Mieter ausgezahlt bzw. mit den letzten Mieten verrechnet.

Jetzt habe ich leider keine Möglichkeit mehr, an mein Geld ranzukommen.

Wisst ihr zufällig, ob die Auszahlung rechtens war? Oder ob ich mich jetzt an die Hausverwaltung wenden kann und mein Geld von denen einfordern kann?

...zur Frage

Welches Angebot für Immobilie im Schuldenbereinigungsverfahren ist angemessen?

Ich möchte eine Immobilie erwerben, die privat nicht veräußerbar war, da die Beleihung im Verhältnis zum Wert der Immobilie extrem überschritten war.

Nun stehen die Eigentümer vor der Insolvenz, der Schuldenberater hat einen Schuldenbereinigungsplan erfasst bzw ist dabei und fragt mich nun, wie hoch mein Angebot denn wäre.

Es gibt kein Gutachten.

Im Prinzip ist die Immolie aber abrissreif. Richtigen Wert wird da wohl kein Gutachten erkennen.

Das Grundstück hat einen Wert von 75 tsd Euro.

Beliehen ist die Immobilie aber mit sage und schreibe 280 tsd Euro.

Das ist so fern ab vom Wert, das man es gar nicht glauben kann.

Der Kaufpreis den die bei Kauf Leute zahlten war 130 tsd Euro. Alle weiteren Kredite haben die sich später geholt. Wobei das Objekt damalsch schon 2 Jahre im Verkauf befand, und der damalige Eigentümer, den ich kenne, schon dachte, es findet sich nie ein Käufer.

Die Summen hier sind natürlich fiktiv, stehen aber im Verhältnis.

Welches Angebot soll ich der Bank machen? Ich dachte an 100 tsd, frag mich aber, ob das viel zu weit weg ist ....

...zur Frage

Nebenkostenabrechnung; Außenbeleuchtungserneuerung?

Hallo liebes Finanzfrage-Team,

ich bin Mieter und bei uns wurde letztes Jahr die komplette Außenbeleuchtung der Wohnanlage neu gemacht (nicht nur die Lampen gewechselt). Dies geschah aus Versicherungstechnischen Gründen, da angeblich die alte Beleuchtung zu dunkel war.
Mir wurden bei der Nebenkostenabrechnung nun 245€ dafür berechnet.

Ist das rechtens?

In diesem Forum habe ich leider nur die Fälle gefunden in denen nur die Lampen ausgetauscht wurden.

...zur Frage

Zwangsversteigerung einer Immobilie, ab wann wäre Miete zu zahlen vom bisherigen Eigentümer?

Das Haus meiner Tante wurde zwangsversteigert- ab wann muß sie an den neuen Besitzer Miete zahlen, ab Versteigerungstag - oder ab Grundbuchänderung? Hat sie die normale gesetzl, Kündigungsfrist zu beachten, sollte der neue Käufer sie rauskündigen wollen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?