Werniman

Bevor du beim zuständigen Amtsgericht den Antrag auf Teilungsversteigerung (zutreffender wäre der Begriff "Auseinandersetzungsversteigerung) stellst, bedarf es der Ermittlung sämtlicher Miteigentümer. Schalte einen Notar ein.

...zur Antwort

Manfred

Zur Löschung des Wohnrechts im Wohnungseigentumsgrundbuch bedarf es üblicherweise der Bewilligung des Berechtigten und des Antrags des Wohnungseigentümers. Beide Unterschriften sind öffentlich - z.B. notariell - zu beglaubigen.

U. U.ist auch die Genehmigung des Betreuungsgerichts erforderlich.

...zur Antwort

marned:

6 % Zinsen aus 65 000,-- € entsprechen 3.250,-- € jährlich, 108.34 € monatlich und 9,03 € täglich.

Zinsen sind üblicherweise monatlich nachträglich fällig. Es zählt der Tag der Gutschrift beim Darlehensgeber.

Könnte der Darlehensgeber über das gesamte Darlehen z. B. am 30.9. verfügen, wären fällig

65.000,-- + 108,34 Zinsen für Monat Sept.

...zur Antwort

AStingl:

Das mit einem Miteigentumsanteil verbundene Sondereigentum an einer Wohnung kann aus mehreren Wohnungen bestehen.

Du bildest zwei Eigentumswohnungen. Der "Angehörige" erhält die Eigentumswohnung im EG. In deinem Eigntum verbleibt die Einheit, bestehend aus den übrigen vier Wohnungen, die du einzeln vermieten kannst.

Ob die vorgesehene Aufteilung anstelle der Bildung von fünf abgeschlossenen Eigentumsmwohnungen wirtschaftlich sinnvoll ist, wird dir dein Notar erläutern.

...zur Antwort

Babertt:

Was dir die Versicherungsgesellschaft auf der Rückseite der Kündigungsbestätigung angeboten hat, hälst du uns vor.

Wie dem auch sei empfehle ich, auch die beitgragsfreigestellte Kapitalvers. umgehend zu kündigen.

...zur Antwort

Dude:

Der am Erwerb interessierte Unternehmer mutet der Grundstückseigentümerin einiges zu.

Sie soll das volle Risiko der erst in über sechs Monaten fälligen Kaufpreiszahlung und der bis dahin von ihm veranlassten Änderungen am Grundstück und den Baulichkeiten zu übernehmen.

Auf jeden Fall müsste er in diesemFall den vollen Kaufpreis sofort hinterlegen. Auf die Bonitätszweifel hat Rat 2010 bereits hingewiesen.

Sollte sich die Tante anders entscheiden, wäre von Interesse, welche Warnhinweise der Notar gibt und diese zur eigenen Sicherheit in den Kaufvertrag aufnimmt.

Empfehlung: Ablehnen, nur Zug um Zug Grundbesitz gegen Geld.

...zur Antwort

Lohepudel

In einer sorgfältig geführten Darlehensakte der Gläubigerbank befinden sich regelmässig eine Vielzahl von Objektunterlagen und Informationen, die dem Bieter interessieren, dem vom Vollstreckungsgericht beauftragten Gutachter aber nicht immer zur Verfügung standen.

Im Gespräch mit dem Beauftragten der Gläubigerbank sollte auch die Möglichkeit einer Liegenbelassungserklärung (§ 91 ZVG) erörtert werden.

...zur Antwort

lohepudel:

Einige Empfehlungen:

  1. Aktuellen Marktwert ermitteln,
  2. Zuschlag 10 % als Verhandlungsspielraum,
  3. schriftl. Finanzierungsnachweis verlangen,
  4. Notar selbst wählen, Bestimmung nicht dem Käufer überlassen,
  5. Auflassung erst nach Hinterlegung des Kaufpreises auf Notar-Anderkonto,
  6. Rücktrittsrecht, falls Kaufpreis innerhalb von vier Wochen nicht geflossen ist,
  7. Verzugszinsen und Fälligkeit (z. B. mtl. nachträglich) bestimmen,
  8. einem Angestellten des Notars mit der Auflassungserklärung und der Löschungsbewiligung der Auflassungsvormerkung bevollmächtigen.
  9. Und die nächsten Empfehlungen anderer Forumsteilnehmer beachten.
...zur Antwort

Zur Tilgung deiner bei verschiedenen Banken bestehenden Verbindlichkeiten möchte dir deine mit dir nicht verwandte Freundin einen in 10 Jahren in einer Summe fälligen Betrag von 50 000 € leihen.

Es handelt sich nicht um keine Schenkung sondern um die Gewährung eines Darlehens.

Nicht zuletzt wegen der darlehensbedingten Verwendungszwecks kann sie die einzelnen Gläubiger auch direkt befriedigen.

Zum schriftlichen Darlehensvertrag:

Welche Sicherheiten gelten als vereinbart? Wie sieht es mit der Verzinsung und den Verzugszinsen aus? Wann sind die Zinsen fällig, verzichtet sie auf die Einrede der Verjährung?

...zur Antwort

Windi:

Du hast mit dem Grundpfandrechtsgläubiger einen Vertrag abgeschlossen, für die Erfüllung der Verbindlichkeit deines Sohnes einzustehen, die er anlässlich des Erwerbs der ETW eingegangen ist.

Überträgt der Sohn das Eigentum an der ETW ganz oder teilweise an seine Frau, ist deine Zustimmung als Bürgin nicht erforderlich. Du haftest weiterhin.

...zur Antwort

Bjoern

NS zu meiner Antwort:

Vermutlich bist du kein Experte im Kostenrecht nach dem GNotKG. Folglich müsstest du anschließend einen Fachmann finden, der nach Prüfung der Unterlagen zuverlässig feststellen kann, dass die Gebühren-Nachforderung richtig oder unrichtig ist. Und dann ...

Umsonst dürfte der Prüfer des Prüfers auch nicht prüfen.

...zur Antwort

Bjoern:

Der Notar untersteht der Dienstaufsicht des Landgerichtspräsidenten. Dieser läßt in bestimmten Zeitabständen auch die Kostennoten überprüfen. Bei Differenzen ist der Notar verpflichtet, nachzufordern oder überhöhte Zahlungen zu erstatten.

Empfehlung: sh. Antwort cats123. Laß dir Fotokopie der Urkunde und einen Auszug aus dem Prüfbericht geben.

...zur Antwort

Bayliner

Was wünschen die Vertragsparteien?

Es geht um die Übertragung des belasteten Miteigentumsanteils von Frau Hofmann auf den Miteigentümer und die Freistellung von Frau Hoffmann aus der persönlichen Haftung als Gesamtschuldnerin.

  1. Es handelt also nicht um den Verzicht oder die Aufgabe des Miteigentums, sonst hätte nämlich der Fiskus das Recht auf Aneignung (§ 928 BGB). Das ist aber hier nicht gewollt.
  2. Der Mann soll Frau Hofmann von der persönlichen Haftung der Forderung des Grundpfandrechtsgläubigers freistellen. Das kann zwar im Innenverhältnis zwischen den Vertragschließenden vereinbart werden, hindert jedoch den Gläubiger nicht daran, im Falle der Zahlungseinstellung in das persönliche Vermögen von Frau Hoffmann zu vollstrecken. Vielleicht gelingt es, bereits jetzt die Schuldhaftentlassung von Frau Hoffmann zu erreichen.
  3. Aufgrund der Abtretung der Rückgewährsansprüche gehen die Rechte auf Löschung, Abtretung oder Verzicht der Grundschuld auf den Mann (Alleineigentümer) über. Dagegen ist nichts einzuwenden.
...zur Antwort

Emkael

"Vertrag soll unverändert weitergeführt werden." Unverändert? Ein Personenwechsel (= Wechsel des persönlichen Schuldners und Eigentümers) ist doch eine wesentliche Änderung und berechtigt den Darlehensgeber sehr wohl, die die Bonität betreffenden Auskünfte anzufordern.

...zur Antwort

Mit Eigentumswohnung den Hauskauf finanzieren?

Hallo,

mein Partner und ich möchten uns ein Haus kaufen. Für den Kauf des Hauses haben wir einen Kredit in Höhe von ca. 260.000 Euro veranschlagt (Haus: 250.000 €, Einrichtung: 10.000 €).

Unser gemeinsames monatliches Nettoeinkommen liegt bei 4100 €, wir sind beide Beamte und möchten im Idealfall das Haus nach ca. 20 Jahren abbezahlt haben.

Mein Freund hat eine Eigentumswohnung im Wert von 120.000€, der Kredit hierfür läuft noch über einen Betrag von 45.000€. Geplant ist die Wohnung zu verkaufen und den Gewinn in die Hausfinanzierung einfließen zu lassen. Bestenfalls sollte es sich hierbei um ca. 70.000€ handeln.

Ich verfüge über Eigenkapital in Höhe von 27.000 €, dieses würde die entstehenden Nebenkosten für den Hauskauf decken (Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbucheintrag, Maklerprovision).

Wir planen die Wohnung erst zu verkaufen, wenn wir ein passendes Objekt gefunden haben, das wir kaufen wollen. Zu Kreditbeginn würden wir demnach noch nicht über das Geld aus dem Wohnungsverkauf verfügen. Nach Recherchen im Internet bin ich auf die Möglichkeit einer größeren Einmalzahlung gestoßen. Dies erscheint mir aktuell als beste Möglichkeit, oder sollten wir die Wohnung bereits vor Kreditbeginn versuchen zu veräußern?

Zudem bin ich mir unschlüssig ob ein Annuitätendarlehen oder eine Bauspar-Sofortfinanzierung in unserer Situation mehr Sinn macht.

(kurze Anmerkung: Banktermine werden selbstverständlich auch wahrgenommen, dies soll nur als Vorabinformation dienen.)

Viele Grüße!

...zur Frage

Parisia:

Ein Schnellschuss in Euro:

Kaufpreis 250 000, Nebenkosten 10,8 % = 27 000, Einrichtung 10 000.

Gesamt 287 000. Abzüglich EK 27 000, Verkaufserlös aus ETW netto 75 000.

Darlehensbedarf 185 000 = 74 % des Kaufpreises,

= 82 % des Beleihungswerts von 225 000.

Annuität 6 % auf 15 - 20 Jahre mit Festzins = 925 mtl.= 23 % der Nettoeinkünfte.

Sondertilgungsrecht mindestens 5 % p.a ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Jedenfalls ohne Bausparvertrag

Veräusserung der ETW und Erwerb des Hausgrundstücks sollten synchron laufen; nicht ganz einfach aber machbar.

Auf Vorfälligkeitsentschädigung aufgrund vorzeitige Rückführung der 45 000 besonders achten.

...zur Antwort

lohepudel:

Es gibt in diesem Forum einige lesenwerte Meinungen. Ich befasse mich einmal nur mit dem "Gutachten".

„Der Grundstückswert (Verkehrswert) wird vom Vollstreckungsgericht, nötigenfalls nach Anhörung von Sachverständigen, festgesetzt....“ (§ 74a Abs. 5 Zwangsversteigerungsgesetz). Der daraufhin vom Vollstreckungsgericht festgesetzte Wert ist bedeutsam, um eine Verschleuderung der Immobilie zu begegnen, zur Festsetzung der Mindestgebote von 7/10 und 5/10, dem Verteilungsschlüssel bei Gesamtgrundpfandrechten, dem Eigenerwerb durch den Gläubiger, der Festsetzung der Gerichts- und Anwaltskosten etc.

Das Gutachten kann auch dem Bietinteressenten als Orientierungshilfe dienen. Deshalb empfiehlt es sich, das Gutachten beim Vollstreckungsgericht einzusehen, am besten sich eine Fotokopie zu besorgen.

Es ist jedoch auf folgendes zu achten:

Alter der Gutachtens

Verfahren dauern teilweise länger als zwei Jahre. Ist der festgesetzte Verkehrswert überhaupt noch aktuell? Oder bestehen erhebliche Wert-Differenzen, z. B. eingetreten durch Schäden infolge Feuer, Wasser, Hagel, Sturm, Erdbeben, Aufruhr... oder durch Verbesserungen infolge erheblicher Ausbesserungen des Gebäude, Ausführung wertsteigernde Handwerkerarbeiten, Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse oder Verkehrsverhältnisse?

Standen dem Gutachter alle objektbezogenen

Unterlagen

zur Verfügung, wie z.B. aktueller Grundbuchauszug, Bauzeichnungen (Grundriss, Ansichten und Schnitt), Berechnung der Kubikmeter und der Wohn-/Nutzfläche, Baubeschreibung, amtlichen Lageplan, Auszug aus der Flurkarte, Grenzbescheinigung, Hausnummernbescheinigung, Brandversicherungsschein, Auszug aus dem Baulastenverzeichnis, Auszug aus dem Altlastenkataster (bei Verdacht auf Schadstoffbelastungen), Bodengutachten (bei Verdacht auf Bodensenkungsgefahr), Mietverträge etc.

Zutritt zum Objekt/Innenbesichtigung

Oft verbietet der (Noch-)Eigentümer eine Innenbesichtigung, so dass sich die Begutachtung auf eine Außenbesichtigung beschränkt. Der Zutritt kann nicht erzwungen werden. Der Gutachter hat diesen Nachteil hervorzuheben und einen mehr oder minder großen Abschlag (20 – 30 %) vom Bauwert zumachen.

Bestehenbleibende Rechte

Der Bietinteressent muss wissen, dass er nicht jedem Fall eine völlig lastenfreie Immobilie ersteigert. Die wichtigsten Rechte, die außerhalb des geringsten Gebots bestehen bleiben, sind z. B. Vorkaufsrecht nach §§ 24 – 26 Bundesbaugesetz, Erbbaurecht, Überbau- und Notwegrente, Baulasten. Inwieweit sich z. B. eine Notwegrente oder eine Baulast wert beeinflussend auswirkt, muss nicht Inhalt des Gutachten sein.

Erschließungskosten,

die erst nach dem Zuschlag abgerechnet und geltend gemacht und damit fällig werden, haftet der Ersteher. Hat der Schuldner vor dem Zuschlag Vorausleistungen erbracht und entsteht die endgültige Beitragspflicht erst nach dem Zuschlag, so ist die Vorausleistung ihn auszuzahlen. Sind offene Erschließungskosten in der Schätzung berücksichtigt?

Zur Genauigkeit des Gutachtens

schreiben Goetz Sommer/Ralf Kröll in „Immobilienbewertung“:

„…. Höchstrichterlich ist auch festgestellt worden, dass in verschiedenen Gutachten über das selbe Objekt zu dem selben Wertermittlungsstichtag durchaus Unterschiede von bis zu 20 % in den Ergebnissen, je nach Kompliziertheit des Falls, noch als korrekt gelten können.“

Und im Kommentar zum ZVG von Kurt Stöber und Dr. Friedrich Zeller heißt es:

„Exakt lässt sich des Verkehrswert ohnehin nicht ermitteln. Wichtig ist, dass das Gutachten von richtig bewerteten Grundlagen ausgeht, sachkundig und frei von Widersprüchen ist und keine Verstöße gegen allgemein gültige Regeln erkennen lässt.“

Dem Bieter sollte also bewusst sein, dass die Wertfestsetzung des Vollstreckungsgerichts keine verlässliche Entscheidungsgrundlage für ihn sein kann. Er muss auch wissen, dass Gewährleistungsausschluss besteht.

...zur Antwort

Sina

Als Ersatzsicherheit für einen bestimmten Darlehensteilbetrag könnte (ein beweglicher Darlehensgeber!) das Hausgrundstück der Eltern heranziehen, falls im erststelligen Beleihungsraum noch ausreichend Luft ist. Zudem muss ihre Bonität einwandfrei sein.

Leider hast du weder den vorsichtig geschätzten aktuellen Markwert genannt noch die Restschuld und den Kapitalbedarf. Wie hoch sind die jährliche Nettomiete und die Zins- und Tilgungsbelastungen der Eltern aus dem Restdarlehen?

...zur Antwort

Kartalim:

Ausgestattet mit den Einkommensnachweisen der letzten drei Monate fragst du deine Bank, die dir bereits das erste Darlehen gewährte,

ob,

in welcher Höhe,

zu welchen Bedingungen (Zinsen, Tilgung)

und Auflagen (evtl. Sicherheiten)

die Gewährung eines weiteren Darlehens möglich ist.

...zur Antwort