Lohnt sich die Absetzung der Fahrtkosten oder lieber Fahrtkostenzuschuss durch AG

2 Antworten

Erstattung ist doch immer besser als Werbungskostenansatz.

Bei der Erstattung bekommst Du 30 ct/km.

Bei den Werbungskosten kannst Du Dein zu versteuerndes Einkommen um 30ct/km senken, sparst also nur die Einkommensteuer in Höhe Deines persönlichen Grenzsteuersatzes auf die 30ct/km. Bei einem Grenzsteuersatz von beispielsweise 33% würdest Du über den Werbungskostenabzug also gerade mal 10ct/km herausbekommen.

Was ist also sinnvoller: 30ct/km vom AG, oder 10ct/km vom FA ?

Was ist denn hier überhaupt die Alternative?

Zahlt der Arbeitgeber einen nicht steuerfreien Zuschuß zu was auch immer, dann wird der gewöhnlich versteuert. Grob bekommst Du also 20% Abzüge auf den Zahlbetrag. Aus 1 EUR werden +0,80 EUR.

Bekommst Du keinen Zuschuß, so setzt Du die Ausgaben steuerlich als Werbungskosten an und zahlst Du dafür keine Steuern. Also wären das bei 20% Abzügen überschlagsmäßig für 1 EUR ungefähr +0,20 EUR.

Beide Zahlen grob gegen das Basisgehalt gerechnet. Ist doch klar, daß eine Erstattung immer besser ist als dies per Werbungskosten abzusetzen. Im einen Fall bekommst Du den um den Steuersatz reduzierten Betrag, im anderen nur den Steuersatz, wobei die Werbungskosten ja sogar noch um 1.000 EUR gemindert angesetzt werden.

Ja, ich dachte dass ich jetzt zwingend um einen Fahrtkostenzuschuss bitte, falls dies im Vergleich zu keinem Fahrtkostenzuschuss bei der steuerlichen Absetzung Sinn macht. Denn wenn ich einen Fahrtkostenzuschuss bekomme, darf ich ja die Fahrtkosten als Werbungskosten nicht mehr ansetzen.

Also Alternative 1: Nichts ansprechen und Fahrtkosten per Werbungskosten absetzen.
Alternative 2: Fahrtkostenzuschuss erbitten und damit Fahrtkosten NICHT per Werbungskosten absetzen

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@propag

Rechne doch mal:

25 km * 220 Tage * 0,30 EUR wären 650 EUR anzusetzen. Bei einem Steuersatz von z.B. 20% wären das also ca. 150 EUR an Erstattung im Jahr.

Wenn Du jetzt netto 137,50 EUR mehr bekommst (im Monat!), dann wäre das doch schon mal klar besser.

Im einen Fall bekommst Du den Betrag, im anderen nur die gesparte Steuer. Die Steuer ist logischerweise geringer als der Betrag.

Wenn der Arbeitgeber das mitmacht, wäre es doch ok. Nicht sinnvoll wäre es, einen Teil Deines Gehalts zu kürzen und dafür als Fahrtkostenzuschuß auszuweisen, denn dann wäre der Werbungskostenabzug ausgeschlossen und Du hast als Gehalt auch nicht mehr.

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