Kann man sich als Privatperson auch eine Grundschuld eintragen lassen?

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Die Grundschuld bildet nur dann eine Sicherheit für das Privat-Darlehen, wenn die mit der Grundschuld belastete Immobilie werthaltig ist u n d die Grundschuld eine sichere Rangstelle im Grundbuch hat. Hat die Immobilie z.B. einen Wert von 100 000 Euro und die Grundschuld wird im Range nach Hypotheken und Grundschulden über insgeseamt 120 000 eingetragen, muss im Falle der zwangsweisen Verwertung mit dem Totalausfall gerechnet werden. Wichtig erscheint mir auch, mit dem Schuldner einen schriflichen Darlehensvertrag abzuschliessen. Inhalt: Darlehenshöhe, Verwendungszweck, Zinshöhe %, Tilgungshöhe % oder Euro, Zahlungsfälligkeiten, z. B. mtl. im voraus, Verzugsfolgen/Verzugszinsen, Laufzeit des Darlehens, Kündiungsmöglichkeiten.

Ja. Die Eintragung muss aber über einen Notar veranlasst werden.

Kreditvertrag, Grundschuld, Wechsel der Immobilie

Hallo Leute,

es soll ein Kreditvertrag zwischen Lebenspartnern mit Grundschuld erstellt weden. Da die Immobilie nur der Besicherung dient und sonst mit dem Darlehen nichts zu tun hat, soll es möglich sein, dass der Schuldner zum Zwecke eine Umzugs die Grundschuld von einer Immobilie auf die nächste überträgt, ohne dass der Kreditvertrag gekündigt wird und der Betrag fällig wird. Die Sicherheit bleibt ja letztlich unangetastet.

Nun kann es sein, dass es etwas dauert, bis die neue Immobilie gefunden ist. Zwischenzeitlich müsste der Erlös der alten Immobilie dann vielleicht auf eine Art Sperrkonto.

Wie kann man diese Problematik in einem privaten Kreditvertrag formulieren?

Beispiel: Der Schuldner darf die Immobilie (auf die die Grundschuld bestellt ist) zum Zwecke des Erwerbs einer neuen Immobilie verkaufen, ohne dass der Kreditvertrag durch den Gläubiger gekündigt werden darf. Der Gläubiger muss der Löschung der Grundschuld zustimmen, sofern der Schuldner den aktuellen Restbetrag als Pfand auf ein Sperrkonto hinterlegt. Der Schuldner hat 12 Monate Zeit, eine Immobilie zu erwerben, deren Wert mindestens dem Restbetrag entspricht, und darf den hinterlegten Betrag zum Erwerb nutzen, sofern er auf dem neuen Objekt für den Gläubiger eine entsprechende Grundschuld eintragen lässt.

Vielleicht gibt es da aber auch "übliche Mechanismen" oder gesetzliche Vorgaben?

Grüße Bilbo

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