Grundschuld -Begünstigter stirbt, muß man dann mit dem Erben z. Notar o. ist Grundschuld so erledigt

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Jede Art des Eigentumswechsels, auch den kraft Gesetzes bspw. durch Erbfolge oder durch Zuschlag in der Zwangsversteigerung, berührt die auf dem Grundstück lastende Grundschuld als dingliches Recht nicht. Der Erbe als neuer Eigentümer muss - wenn die durch die Grundschuld gesicherte Forderung trotz Fälligkeit nicht bezahlt wird - dulden, das der Grundschuldgläubiger notfalls auch durch eine Zwangsversteigerung die Befriedigung aus der Grundschuld sucht. Das Grundbuchamt vollzieht nach Vorlage des Erbscheins die Eigentumsumschreibung auf den Erben. Der Mitwirkung des Notars bedarf es für die Umschreibung nicht. Wenn vollstreckt werden soll, bedarf es allerdings der Umschreibung des Vollstreckungsklausel durch den Notar.

Also: Der Erbe erwirbt das mit der Grundschuld belastete Grundstück. Die Grundschuld geht nicht mit dem Tod des Eigentümers (Erblasser) unter. .

Notariell Erbfolge geregelt - was ist bei Verkauf zu beachten?

Folgender Sachverhalt:

Die Tante schenkt der Nichte ein Haus, und lässt notariell festschreiben, dass bei Tod der Nichte, deren Sohn das Haus erben soll. Es wurde notariell so geschrieben, dass die Tochter nichts davon erben soll, weil diese sich nie um die Tante gekümmert hat.

Jetzt soll das Haus aber vorher verkauft werden, dazu muss ja die Beschenkte Nichte und deren Sohn zum Notar mit dem Käufer. Jetzt muss der Sohn zugunsten der Mutter verzichten und unterschreiben, dass die Mutter das Haus verkaufen darf. Folge dessen hat aber die Schwester dann sofort auch Anspruch auf 50% Erbschaft. Was aber nie im Sinn der Tante war. Wie kann das verhindert werden? Kann der Notar das wieder so formulieren, dass der Sohn nur zu Gunsten des Verkaufs verzichtet aber es sich nichts an der ursprünglichen Erbschaftsfolge ändert.

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Notarkostenrechnung korrekt?

Sehr geehrtes Forum,

folgende Anfrage habe ich an euch: Im Rahmen eines Immobilienerwerbs habe ich eine neue Grundschuld bestellt.

In dem Formular der Bank werden standardmäßig Rückgewährsansprüche von Grundschulden im Vor- oder Gleichrang abgetreten.

Hierrauf berechnet der Notar neben den Kosten für die Grundschuldbestellung (1,0 Verfahrensgebühr – berechnet auf die neue Grundschuld) auch Kosten für eine Abtretung (0,5 Verfahrensgebühr – berechnet auf Finanzierungsgrundschuld des Verkäufers).

Hierzu meine Frage: a) Ist dies so korrekt? Es wurde schließlich keine komplette Grundschuld abgetreten sondern lediglich die Rückgewährsansprüche? b) Wenn diese Kosten berechnet werden – muss dafür nicht ggf. der Verkäufer aufkommen (gem. Kaufvertrag haftet er für die Kosten der Pfandfreimachung)? c) Welche Rechtsgrundlage greift hier?

Für alle, die es genau wissen möchten, hier noch der Passus aus der Grundschuldbestellungsurkunde im Wortlaut:

Sofern der in dieser Verhandlung bestellten Grundschuld jetzt oder künftig andere Grundschulden im Range vorgehen und gleichstehen, trete(n) ich/wir hiermit zusätzlich sicherungshalber folgende Ansprüche gegen die jeweiligen Grundschuldgläubiger an die Gläubigerin ab: a) den mit Wegfall des Grundes für die Bestellung oder Abtretung entstehenden Anspruch auf Rückübertragung, Aufhebung oder Verzicht dieser Grundschulden. b) für den Fall, dass bei der Verwertung vorgehender oder gleichstehender Grundschulden ein Betrag erzielt wird, der die durch die Grundschulden gesicherten Forderungen übersteigt, den Anspruch auf Auszahlung des Mehrerlöses. c) Sollten Rückgewährungsansprüche an vorrangigen oder gleichrangigen Grundschulden bereits an Dritte abgetreten sein, trete(n) ich/wir hiermit meine/unsere gegenwärtigen und künftigen Ansprüche auf Rückabtretung dieser Ansprüche an die Gläubigerin ab. d) Sollten durch Verzichte vor- oder gleichrangiger Grundschuldgläubiger Eigentümerrechte entstehen, tritt der Eigentümer hiermit bereits jetzt diese Rechte an die Gläubigerin ab.

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Wie kann ein Grundschuld gelöscht werden, die vor 50 Jahren bezahlt, aber nie gelöscht wurde und keine Erben zu finden sind?

Ich habe mein Haus verkauft (habe es vor 11 Jahren von meiner Tante geerbt) und nun stellt sich heraus, dass die damals eingetragene Grundschuld (17.000 DM, die der Verkäuferin (alte Frau) zu Absicherung der Zahlung ihres Altenheims dienen sollte, nie gelöscht wurde (Haus wurde 1965 gekauft und die Abzahlung war festgelegt wir 200 DM monatlich bis 1970). Ich weiss, dass meine Tante alles bezahlt hatte, denn sonst hätte die Dame sofort vollstreckt. Ich hatte nach ihrem Tod vor 11 Jahren auch noch einige Überweisungen gefunden (sie hatte in Kartons alles in einem feuchten Keller gelagert, nichts weggeworfen) leider fast nicht mehr leserlich und so verschimmelt, dass man nur mit Handschuhen und Mundschutz versuchen konnte, sehr wichtig Erscheinendes zu retten, wie z. B. Kaufvertrag des Hauses oder einen Plan, die sich in einer Hülle befanden, aber für Monate entlüftet werden mußten. Ich habe das Haus über einen Makler verkauft, der mich natürlich nicht im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht hat und uns beide Verkäufer und Käufer voll ins Messer hat laufen lassen. Ich war leider so unbedarft und habe angenommen, es wäre nur ein Formalität, den Eintrag zu löschen. Der Notar hat jetzt recherchiert und es sind keine Erben zu finden. Was ich eigentlich vorher schon angenommen hatte, den ich kann mich als Kind erinnern, dass es hieß, die alte Däme hätte niemanden und der Verkaufspreis und monatliche Zahlung sichere ihr Altenheim. Nun sagt der Notar, dass, wenn es denn unbedingt gelöscht werden sollte, ein Abwesenheitspfleger bestellt würde, der meist ein Anwalt sei und da weiß man nie!!!????. Ich habe hierzu im Internet schon Horrorstories gelesen. Wie z.B. worst case, es wird das Ganze als nicht bezahlt eingestuft und ich habe den Betrag von 17.000 DM eingetragen 1963 mit Zinsen und Zinseszinsen - an wen? - den Staat Bayern? zu zahlen und ich habe kein Geld und kein Haus mehr.!? Der Vorschlag ist hier, nachdem es keine Erben gibt und kein Hahn danach kräht, den Eintrag stehen lassen - sozusagen als einen Schönheitsfehler. Aber der Käufer wird sich da vielleicht nicht einverstanden erklären, zumal er später bei einem Verkauf wieder in der gleichen Situation ist? Muß ich jetzt zwischen Erschießen und Erhängen wählen oder gibt es da andere Möglichkeiten, die allen Teilen gerecht werden könnten, ohne dass einer alles verliert? Besten Danke im voraus.

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Berliner Testament, muss notariell sein?

Mein Partner und ich , beide geschieden, wollen demnächst heiraten. Er hat 2 Töchter aus 1. Ehe und ich eine Tochter aus 1. Ehe. Wir wollen jeder sein eigenes Konto und ein gemeinsames Konto führen. Im Erbfall wollen wir festlegen, dass jeweils die Kinder das erben, was der Erstversterbende auf seinem eigenen Namens- Konto/Depot hat und was auf dem Gemeinschaftskonto/Depot ist nur der überlebende Ehegatte. Stirbt mein Partner zuerst, erben seine beiden Töchter sein Namensgeführtes Konto/ Depot und ich nur das Gemeinschaftliche Konto/Depot und umgekehrt. Beim Letztversterbenden erben alle 3 Kinder das Gemeinschafts-Konto/Depot zu gleichen Teilen. ( indirektes Berliner Testament??) So kann man flexibel bleiben und über das gemeinschaftliche Konto/Depot neue Lebenssituationen händeln, damit man in vielleicht 10 Jahren nicht wieder ein neues Testament machen müsste. Geht das ohne Notar?

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