Kann ein nachträglich (in 2017) erhobener Verlustvortrag (für 2011) einen rechtskräftigen Steuerbescheid (2012) noch ändern --- ggf. als rückwirkendes Ereignis?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

DEr Verlustvortrag aus 2011 ist, sobald er rechtskräftig vom Finanzamt festgestellt worden, ein Grundlagenbescheid.

Die Verluste werden dann automatisch (von Amts wegen) auf 2012 und ggf. 2013 vorgetragen. Es gibt da auch kein Wahlrecht (2015 könnte ich es besser gebrauchen, oder lieber 2013 als 2012).

Gib dem Finanzamt etwas Zeit, die machen das schon.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wfwbinder
28.08.2017, 13:39

Ich sehe gerade, für 2013 hast Du keine Erklärung gemacht, die wird vomFinanzamt angefordert werden. Wenn sie es nicht machen sollten, verfällt der Verlustvortrag.

Du kannst aber gleich freiwillig abgeben, wenn es Dir helfen sollte. 

1
Kommentar von yarp35
29.08.2017, 17:24

Vielen Dank für die Antwort! Jetzt ein blöde Frage meinerseits: Kann ich die "Öffnung" des 2012er Bescheids irgendwie nutzen um noch weitere Werbungskosten unterzubringen, die ich blöderweise und selbstverschuldet damals nicht angebracht habe?

0

Da lt. Sachverhalt für das Jahr 2011 noch keine bestandskräftige Steuerfestsetzung erfolgt ist, kann noch ein Verlustvortrag festgestellt werden. §10d Abs. 4 S.4,5 EStG n.F. greift nicht.

Der Feststellungsbescheid ist ein Grundlagenbescheid für die Folgejahre (ESt-Bescheid 2012) gem. § 182 AO (R 10d Abs. 7 S.4 EStR).

Dieser Grundlagenbescheid hemmt den Ablauf der Festsetzungsfrist für 2012 (§ 171 Abs. 10 AO) und dessen Erlass stellt eine eigene Korrekturvorschrift dar (§ 175 Abs. 1 S.1 Nr. 1 AO).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von yarp35
29.08.2017, 17:23

Vielen Dank für die Antwort! Jetzt ein blöde Frage meinerseits: Kann ich die "Öffnung" des 2012er Bescheids irgendwie nutzen um noch weitere Werbungskosten unterzubringen, die ich blöderweise und selbstverschuldet damals nicht angebracht habe?

0

Was möchtest Du wissen?