Hauskauf und Vermietung an Ehepartner?

4 Antworten

Lustig wird es erst, wenn die beiden sich trennen, einer hat die Schulden, der andere das  Vermögen. Ertragreiche Arbeit für die Anwälte.

Was dringend notwendig wäre, wäre ein Vertrag zwischen den Beiden, dass die Ehefrau aus der Miete den Schuldendienst für den Kredit trägt und ihren Mann von allen Ansprüchen frei halten muss.

Dann dürfte diese Konstruktion klappen. Davon abgesehen ist der Ehemann aus meiner Sicht geistig nicht ganz auf der Höhe. Wenn er seine Frau reich machen will, geht es auch einfacher.

Ich bin kein Steuerberater, deshalb hier nur meine Gedanken zu Deinem "Fall":

1. Was Du beschreibst, wäre eine simple Schenkung des Hauses durch Deinen Mann an Dich. Wie er das finanziert (...der Kredit würde nur über meinen Mann laufen ...) ist völlig unerheblich, er bezahlt, Du wirst Eigentümerin (siehe @wfwbinder).

2. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei der Beurteilung auch noch Unterschiede gibt, abhängig von eurem gesetzlichen Güterstand.

3. Wie die Bank dazu stehen würde, ist eine weitere Frage. (Kreditbesicherung durch eine "dritte" Person, also Dich. Ohne Sicherheit würde der Kredit bestimmt nicht bewilligt).

4. Die Frage, ob das Finanzamt "so etwas" mitmacht, ist kaum zu beantworten. Zunächst müsstest Du mal erklären, worin denn konkret der Steuervorteil liegen sollte. Wenn Dein Mann bzw. seine Firma das Haus selbst kauft und ausschließlich für die Firma nutzt, könnten doch sämtliche Kosten als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Wo läge denn der Sinn für diese angedachte komplizierte Konstruktion?

5. Wo immer der "Vorteil" liegen sollte, sobald das Finanzamt Grund zu der Annahme hat, dass, laienhaft formuliert,  eine steuerliche Konstruktion ausschließlich dazu dient, Steuervorteile in Anspruch zu nehmen, diese möglicherweise nicht anerkannt wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Missbrauch_von_rechtlichen_Gestaltungsm%C3%B6glichkeiten). Manche Finanzbeamte stellen sich da sehr bockig. Das weiß man leider nie vorher und es kann im ungünstigen Fall dazu führen, dass man einen mühsamen Klageweg mit ungewissem Ausgang beschreiten muss.


Das Objekt würde alleine von der Frau gekauft werden (Käufer beim
Notar), sie wäre also die Eigentümerin. Der Kredit würde nur auf den
Mann laufen, da die Frau später evtl. noch selbst einen anderen Kredit
aufnehmen möchte.


Diese Idee ist ja traumhaft. Aber meinst Du, dass der Kreditgeber bei dieser Variante mitspielt: Kredit ohne Sicherheit und ohne gemeinsame Haftung?

Wer von beiden will den Zinsaufwand für den Kredit in welcher steuerlichen Anlage steuerlich geltend machen? Der Mann kann die Zinsen nicht als Betriebsausgaben ansetzen, da er die Immobilie nicht gekauft hat.


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