Gibt es eine Einkommensteuer Splittingtabelle mit zwei Stellen nach dem Komma?

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3 Antworten

Die Formel in § 32a EStG beschreibt die tarifliche Einkommensteuer, daher auch die amtliche Überschrift.

Die Festzusetzende Einkommensteuer ergibt sich unter Anrechnung diverser möglicher Beträge, siehe R 2 Abs. 2 EStR

https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/443548\_2/

Die zu zahlende/erstattende Einkommensteuer ergibt sich dann wiederum nach Anrechnung von Vorauszahlungen, Lohnsteuer etc.

Ob die festzusetzende Steuer auch der tariflichen Steuer entspricht, sehen Sie daran, ob im Steuerbescheid unter "Berechnung der Steuer" die Werte abweichen.

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Valeskix 17.10.2017, 17:11

Weitere Anmerkung:

Bevor man die Formel in Frage stellt, sollte erstmal die Ausgangsgröße gleich sein, nämlich das zu versteuernde Einkommen.

Also abgleichen, ob das Finanzamt Einnahmen bzw. Werbungskosten/Betriebsausgaben geändert hat -> dann ist die Summe der Einkünfte/Gesamtbetrag der Einkünfte anders.

Wurde eine Änderung der Sonderausgaben/außergewönlicher Belastungen vorgenommen, dann ist nur das zvE anders.

Wenn z.B. die Anrechnung von GewSt oder haushaltsnahen Dienstleistungen geändert wurde, sehen Sie das nur anhand der Berechnung der festzusetzenden Steuer bzw. den Erläuterungen.

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Du hast etwas falsch gelesen/verstanden - Steuerbescheid nochmal anschauen - nur ESt.

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Olivenbaum2013 30.09.2017, 18:38

Weder noch (gelesen/vertanden) ;)

Habe es falsch geschrieben.

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Die Grund- oder auch Splittingtabelle, soweit sie ausgedruckt ist, hat Annährungswerte.

Die Einkommensteuer auf dem Steuerbescheid ist nach der Steuerformel berechnet.

§ 32a Einkommensteuertarif

(1)

  1

Die tarifliche Einkommensteuer im Veranlagungszeitraum 2017 bemisst sich nach dem zu versteuernden Einkommen.

  2

Sie beträgt vorbehaltlich der §§ 32b, 32d, 34, 34a, 34b und 34c jeweils in Euro für zu versteuernde Einkommen

1.
bis 8 820 Euro (Grundfreibetrag):0;
2.
von 8 821 Euro bis 13 769 Euro:(1 007,27 · y + 1 400) · y;
3.
von 13 770 Euro bis 54 057 Euro:(223,76 · z + 2 397) · z + 939,57;
4.
von 54 058 Euro bis 256 303 Euro:0,42 · x – 8 475,44;
5.
von 256 304 Euro an:0,45 · x – 16 164,53.
3

Die Größe „y“ ist ein Zehntausendstel des den Grundfreibetrag übersteigenden Teils des auf einen vollen Euro-Betrag abgerundeten zu versteuernden Einkommens.

  4

Die Größe „z“ ist ein Zehntausendstel des 13 769 Euro übersteigenden Teils des auf einen vollen Euro-Betrag abgerundeten zu versteuernden Einkommens.

  5

Die Größe „x“ ist das auf einen vollen Euro-Betrag abgerundete zu versteuernde Einkommen.

  6

Der sich ergebende Steuerbetrag ist auf den nächsten vollen Euro-Betrag abzurunden.

Wenn man dann die Einkommensteuer aus dem Bescheid nimmt und ins Verhältnis zum zu versteuerndem Einkommen setzt, hat man den persönlichen Durchschnittssteuersatz.

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Gaenseliesel 30.09.2017, 16:14

au Backe .....  :-( 

also mir persönlich reichte die Begründung gleich zu Beginn deiner Ausführung:

" Die Grund- oder auch Splittingtabelle, soweit sie ausgedruckt ist, hat Annährungswerte." 

......alles Nachfolgende verwirrt mich erst recht.....grins ! 

Ist ja auch primär für den Fragesteller gedacht, meine Neugier hält sich hier in Grenzen ;-)))

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wfwbinder 30.09.2017, 16:19
@Gaenseliesel

Kann ich sofort verstehen. Am liebsten wäre es mir, wenn die Politiker, die das mal verzapft haben (ließen), es erklären müssten, denn darin ist der "mittelstandsbauch" enthalten, der durchschnittliche Arbeitnehmer udn Handwerker, so hart trifft.sobald die 54.057 Euro überschritten werden. Diese Stufe dürfte nach allgemeinem Empfinden wohl frühetens 20.-30.0000,- päter anfangen.

Aber ist sagen Dir, Schweißperlen auf der Stirn, wenn man das in einer Exceltabelle unterbringen will.

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Olivenbaum2013 30.09.2017, 18:08
@wfwbinder

Danke. Großartig.

Also die Steuererklärung habe ich auf Excel (bzw. Spreadsheet ) soweit fertig. Ich schaue mir mal die Formel an, gebe gleich Bescheid.

Ich habe aber auch inzwischen herausgefunden, dass diese Prozentzahlen als Durchschnittswerte auch tatsächlich solche sind. D. h. dass der Medianwert auf der Bruttoseite tatsächlich bei genau 18% liegt. Ich prüfe das auch noch für meine 18,3%.

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Olivenbaum2013 30.09.2017, 18:36
@wfwbinder

Das eine habe ich schon einmal bestätigt.

Was die linke Spalte in der Einkommensteuer Splittingtabelle 2016 angeht:

Nimmt man all diejenigen Einkommen, die in dieser Tabelle mit durchschnittlich 18% versteuert werden, dann sind es insgesamt 45 Schritte.

Nimmt man nun von diesen 45 Einkommen (56.800 € . 61.200 €) den Medianwert (59.000 €), dann kommt ihm genau der Durschnittswert zu (ca. 18,0%).

Meine 18,3% passen in diese Betrachtung zwar grob aber problemlos rein (60.327 € liegt über dem Medianeinkommen, muss also mit über 18,0% versteuert werden).

Die Formel finde ich raus ... werde mich aber auf die Einkommen beschränken, die mit zwischen 17 und 19% besteuert werden.  

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Olivenbaum2013 30.09.2017, 18:58

Die Einkommensteuer auf dem Steuerbescheid ist nach der Steuerformel berechnet.

Ok. aber was haben diese Formeln mit der Splittingtabelle zu tun?

Nach der Formel, die du genannt hast und die auf meine Einkommenssituation angewendet werden kann, passt es leider nicht. Ich nehme die 4. Formel:

von 54 058 Euro bis 256 303 Euro:0,42 · x – 8 475,44

und komme damit auf 16.861,9 € (=0,42*60.327 € - 8475,44).

Erwartet hätte ich aber in etwa das, was auf dem Steuerbescheid 2016 unter 'festzusetzende Einkommensteuer' steht, nämlich 11.038 €. 

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wfwbinder 30.09.2017, 20:47
@Olivenbaum2013

Die Splittingtabelle ist ganz einfach.

Die Grundtabelle (siehe § 32 a), wird auf das halbe zu versteuernde Einkommen angewandt und dann die Steuersumme verdoppelt.

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Olivenbaum2013 01.10.2017, 08:39
@wfwbinder

Ok.

Aber selbst dann komme ich auf 4.193.23 € (=0.42×(60,327÷2)−8,475.44), also immer noch denkbar weit weg von 11.038 €.

?

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Olivenbaum2013 01.10.2017, 09:32
@wfwbinder

"... und dann die Steuersumme verdoppelt". Diesen Satz habe ich übersehen. Aber auch dann es immer noch nicht.

Grunsätzlich glaube ich jedoch, dass ich deine beiden Sätze in Bezug auf einander nicht verstanden habe. Ich meine die beiden folgenden Sätze:

Satz 1: "Die Splittingtabelle ist ganz einfach."

Satz 2: "Die Grundtabelle (siehe § 32 a), wird auf das halbe zu versteuernde Einkommen angewandt und dann die Steuersumme verdoppelt."

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wfwbinder 01.10.2017, 10:29
@Olivenbaum2013

§ 32 a Abs. 5 EStG:

(5) Bei Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, beträgt die tarifliche Einkommensteuer vorbehaltlich der §§ 32b, 32d, 34, 34a, 34b und 34c das Zweifache des Steuerbetrags, der sich für die Hälfte ihres gemeinsam zu versteuernden Einkommens nach Absatz 1 ergibt (Splitting-Verfahren).

Also, zu versteurndes Einkommen / 2 = Steuer berechnen und verdoppeln.

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Olivenbaum2013 03.10.2017, 08:45
@wfwbinder

Danke für die Verquickung dieser beiden Sätze

aber: Vielleicht hilfst du mir von Schlauch runter zu kommen und machst mir die Beispielrechnung mit der obigen Formel mit den beiden Zahlen, die auf meinem Steuerbescheid für das Jahr 2016 stehen:

  • Zu versteuerndes Einkommen: 60.327 €
  • Festzusetzende Einkommensteuer: 11.038 €
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