Freundin in zweiter Ausbildung steuerlich geltend machen als außergewöhnliche Belastung?

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4 Antworten

VIELEN DANK FÜR DIE SCHNELLEN ANTWORTEN!!! Ich formuliere meine Frage noch mal neu ;-) Wenn ich nicht für meine Freundin zahle, wer dann? Hat sie dann Pech und muss sich selbst um ihren Lebensunterhalt kümmern? Trotz unbezahlter Vollzeitausbildung? Oder sind ihre Eltern unterhaltspflichtig? Oder kann sie eine staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, die wir außer Acht gelassen haben?

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Du FÜHLST Dich in der Unterhaltspflicht?! Deine Gefühle in allen Ehren, aber ich fühle mich meiner Katze auch moralisch zum Unterhalt verpflichtet und kann trotzdem nichts absetzen! Im Gegensatz zu mir hast Du aber FÜR DIE ZUKUNFT die Chance auf Nachbesserung. Heirate einfach, dann gibts den Splittingvorteil und Du sparst ne Menge Geld. M.a.W.: Fehlende Ehe ist der Grund der Ablehnung.

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Kommentar von EnnoBecker
23.11.2012, 10:11

Deine Katze ist keine "gleichgestellte Person" im Sinne des § 33a (1), auch wenn du das anders empfinden magst.

Fehlende Ehe ist kein Grund.

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Außergewöhnliche Belastungen (steuerlicher Begriff) sind zwangsläufig größere Aufwendungen, welche der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands nicht entstehen. Nur solche Kosten können ggf. als außergewöhnliche Belastungen steuerlich berücksichtigt werden.

Krankheitskosten können das sein, Kosten für einen Zivilprozess und auch Unterhaltskosten. Aber nur für Verwandte in gerader Linie, also für Großeltern, Eltern, Kinder oder Enkel.

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Kommentar von EnnoBecker
23.11.2012, 10:00

Es geht um § 33a(1).

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Dein Gedanke ist da schon ganz richtig. Leider funktionieren Steuern jedoch etwas komplizierter.

Deshalb suchst du dir mal am besten das BMF-Schreiben vom 7. Juni 2010 mit dem Titel "Allgemeine Hinweise zur Berücksichtigung von Unterhaltsaufwendungen nach § 33a Absatz 1 EStG als außergewöhnliche Belastung" heraus. Insbesondere unter Punkt 3.3 wird auf deine Situation eingegangen.

Ich mag jetzt nicht selber rechnen, aber es kann sein, dass herauskommt, dass diese Aufwendungen dem Grunde nach zwar abzugsfähig sind, aber nicht der Höhe nach.

Außerdem solltest du gegen den Bescheid Einspruch einlegen. Es kann nicht sein, dass das Finanzamt etwas festsetzt und nicht weiß, warum. Wahrscheinlich hast du bloß da angerufen, oder? Das tut man ja auch nicht.

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