Erwerbsminderungsrente mit 55 Jahren und wegen Reizmagen und Reizdarm und Depressionen und Ängsten?

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6 Antworten

Hallo,

am besten mit einem Arzt den letzten Reha-Entlassungsbericht durchgehen und mit den danach eingetretenen Veränderungen besprechen.

Wann war die letzte Reha?

Ggf. auch arbeitsrechtlich informieren.

http://www.mobbing.net/

Gruß

RHW

Gardasee 27.08.2017, 15:27

Ja, vielen Dank das werde ich machen. Das werde ich auf jeden Fall mit meinem Arzt besprechen. Ich weiß nur nicht wie lange mich ein Arzt am Stück krankschreiben kann und vor allem, ob er es kann?

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RHWWW 27.08.2017, 16:28
@Gardasee

Es gibt fpür den Arzt keine Begrenzung bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit.

Ggf. schreibt die Krankenkasse den Arzt an, welche Maßnahmen und/oder Ziele geplant sind. 

Wenn die Antwort für die Krankenkasse nicht überzeugend ist, wird die Kasse den Medizinischen Dienst (MDK) einschalten. Der MDK kann dann ggf. Arbeitsfähigkeit feststellen.

Als Versicherte/r kann man die Krankenkasse auch um Unterstützung beim Thema Mobbing bitten.

Wenn man bei der Rentenversicherung (RV) einen erneuten Rehaantrag stellt, prüft die RV, ob eine Reha oder eine befristete Erwerbsminderungsrente sinnvoller sind.

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Auf  jeden Fall würde ich sofort den Antrag stellen. Bei mir war es so, dass ich sehr lange Krankengeld von der KK bezogen habe. Ich glaube, dass sind 72 Wochen. Wenn diese Zeit ausgeschöpft ist, bist Du nicht mehr versichert ! Dann bekommst du ein Übergangsgeld, so lange bis der Antrag läuft. In dieser Zeit bist Du wieder versichert. Auf jeden  Fall würde ich mir Hilfe ,z.B. VdK, holen. Ich selbst hatte sehr viel Glück, da bei mir alles sehr gut geklappt hat. Wichtig: GdB 50. Du musst Dich von Deinem Hausarzt beraten lassen. Alles braucht viel Geduld, aber es lohnt sich !

Ich drücke Dir die Daumen !

Gardasee 27.08.2017, 15:30

Danke für deine Antwort! Das hilft mir echt weiter. Was heißt Übergangsgeld? Woher bekommt man das? Hast du dich dann selbst freiwillig weiterversichert? Und wie sieht es mit meinem jetzigen Arbeitgeber aus? Kann er mir im Krankenstand kündigen? Oder muss ich selbst kündigen? 

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Hallo Gardasee,

Sie schreiben unter anderem:

Erwerbsminderungsrente mit 55 Jahren und wegen Reizmagen und Reizdarm und Depressionen und Ängsten?

Antwort:

2017 - 55 = ca. 1962 geboren!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Sie müßen demzufolge in Ihrer eigenen Krankenakte glasklar und sehr detailliert nachweisen, warum, wieso, weshalb Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist!

Kann ich eine Erwerbsminderungsrente beantragen und wie sind meine Chancen? 

Antwort:

Einen Antrag können Sie selbstverständlich jederzeit bei der zuständigen DRV-Rentenanstalt einreichen, ob dieser dann bewilligt wird, das hängt letztendlich von Ihrer medizinischen Beweisführung ab!

Bringen Sie in jedem Fall Ihre eigene Krankenakte auf Vordermann, denn die meisten Verfahren, Begutachtungen, Urteile werden weitestgehend nach Aktenlage entschieden!

https://erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/?loggedout=true

https://www.youtube.com/user/hubkon

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Gardasee 30.08.2017, 08:01

Danke für die ausführliche Antwort! Wie kann ich meine Krankenakte auf Vordermann bringen? Bedeutet das ich muss alles notieren bzw. rekonstruieren, wann ich das letzte Mal bei einem Arzt war und warum? Auch habe ich nicht alle Reha- Entlassungsberichte. Aber die ganzen Unterlagen müssen doch auch den Rententräger und der Krankenkasse vorliegen, soll ich diese dort beantragen und händigen sie mir diese aus? Was ist für die Krankenakte wichtig? Vielen Dank! 

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hubkon 30.08.2017, 12:53
@Gardasee

Wie kann ich meine Krankenakte auf Vordermann bringen? 

Antwort:

Der Teufel steckt im Detail, siehe hierzu zum Beispiel unter folgendem Link:

https://erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

Bedeutet das ich muss alles notieren bzw. rekonstruieren, wann ich das letzte Mal bei einem Arzt war und warum? 



Antwort:

Ganz klar "Ja!"

Wer, wenn nicht Sie als die betroffene Person sollte sich diese Mühe machen?

Wie wollen Sie dem zuständigen DRV-Kostenträger beweisen, daß Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft auf unter 3 Stunden pro Arbeitstag, auch für leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt, abgesunken ist?

Warum, wieso, weshalb ist Ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft abgesunken?

Ohne glasklare Nachweise, ohne Ihren Gesundheits-/Krankheitsverlauf seit Ihrer Geburt werden Sie da schlechte Karten haben!

Auch habe ich nicht alle Reha- Entlassungsberichte.

Antwort:

Mit diesem Problem stehen Sie leider nicht allein und nicht zuletzt deshalb tun sich die Sozialversicherungsträger sehr leicht, Leistungsanträge abzulehnen!

Es geht im Endeffekt um ein medizinisches Beweissicherungsverfahren und die meisten Verfahren, Begutachtungen, Entscheidungen, Urteile werden auf der Basis der vorhandenen Akten beurteilt und entschieden!

Aber die ganzen Unterlagen müssen doch auch den Rententräger und der Krankenkasse vorliegen, soll ich diese dort beantragen und händigen sie mir diese aus

Antwort:

Ein Traum und dieser Traum geht für viele Antragssteller so nicht ohne weiteres in Erfüllung!

In der Regel müßen diese Art von Akten maximal 10 Jahr archiviert werden, für Vollständigkeit gibt es keine Garantie!

Jeder Deutsche Staatsbürger muß sich um diese Dinge im eigenen Interesse rechtzeitig selbst kümmern und seine eigene Krankenakte stets auf dem Laufenden halten, auch wenn dies in keiner Schule so gelehrt wird!

Unwissenheit schützt nicht vor Nachteilen!

Was ist für die Krankenakte wichtig?

Antwort:

Im Endeffekt kann jedes noch so kleine Detail für die medizinische Beweisführung gegenüber der DRV sehr wichtig sein!

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Fazit:

Wenn es Ihnen an Beweisen mangelt, dann müßen Sie Ihre Hausaufgaben machen und diese fehlenden Beweise organisieren!

https://erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Guten Tag,

zunächst ist ein Antrag auf medizinische Rehabilitation erforderlich. Der Antrag auf medizinische Rehabilitation kann bei entsprechenden gesundheitlichen Voraussetzungen umgedeutet werden in einen Rentenantrag b.z.w. in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente.

Alles Gute

Herzliche Grüße

Eine Rente beantragen kannst Du auf jeden Fall.

Welche Chancen Du hast, solltest Du mit Deinen behandelnden Ärzten besprechen.Das kann von uns niemand beurteilen.

Viel Glück und alles Gute von mir.

Kann dir sehr wenig Hoffnung machen.

Sehr hohe Hürden. Du mußt beweisen können, daß du keine 6 Stunden/Tag arbeiten kannst. Egal was.

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