Erwerbsminderungsrente + Minijob (gilt die tägl. Stundenbegrenzung als Durchschnitt?)

4 Antworten

da wäre ich an Deiner Stelle sehr vorsichtig, denn wenn Du in der Lage bist täglich mehr als die angegebenen Stunden zu arbeiten, kann es passieren, das Dir die Rente nicht bewilligt wird. Begründung Du bist in einem Ausweichberuf fähig, Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

@Primus: Danke für deine Antwort! Ich bin ja auch fähig meinen Lebensunterhalt zu verdienen, wenn dies nicht mehr als 25 Stunden pro Woche benötigt. Das ist der srpingende Punkt! Meine Frage war halt, ob die 3-6 Stunden als Durchschnitt gemeint sind oder nicht. Wenn ja, dann liege ich mit den 25 Stunden ja noch darunter und hätte Anspruch auf eine anteilige erwerbsmindernde Rente. Wenn nicht, dann nicht. Dann ist das Arbeitsamt weiterhin für mich zuständig. Das kommt für mich aufs gleiche raus, ich brauche nicht "vorsichtig" sein. Ich möchte nichts frisieren o.ä. um die Ansprüche zu erhalten, ich möchte nur wissen ob ich die Ansprüche in meinem speziellen Fall geltend machen kann oder nicht.

Malte, ein Tipp: wenn Du zu einer Antwort was schreiben willst, dann nütz doch die Kommentar-Funktion.

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ok... dann schließe ich mich der Ausführung von Rentenfrau an :o))

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Hallo Malte2912,

Sie schreiben unter anderem:

Nach meinen Recherchen hätte ich Anspruch auf zumindest die Hälfte der EM-Rente. Nun steht aber immer, dass diese nur genehmigt wird, wenn man täglich max. 3-6 Stunden arbeiten kann. Ist dies als Durchschnitt gemeint (also max. 30 Stunden in der Woche) oder darf man tatsächlich nicht mehr als 6 Stunden arbeiten? Ich habe nämlich momentan einen 400 Euro Job bei dem ich zwar weniger als 15 Stunden in der Woche arbeite, dafür überschreite ich aber manchmal die 6 Stunden täglich (d.h. ich arbeite je nach Auftrag eins bis zwei Tage wöchentlich jeweils 4-9 Stunden). Darf ich diese Arbeitzeiten überhaupt beibehalten, wenn ich den Anspruch erhalten will? Weil, ich bin zwar durchaus fähig mal neun Stunden durchzuhalten, aber eben nicht fünf Tage in der Woche.

Antwort:

Das Thema "teilweise Erwerbsminderungsrente" ist in § 43 SGB VI geregelt und die Deutsche Rentenversicherung bezieht sich in Ihren aktuellen Broschüren ebenfalls auf die hier vorgegebenen Aussagen.

Unter folgendem Link finden Sie diese Gesetzestexte:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbvi/43.html

Auszug:

Rente wegen Erwerbsminderung:

(1)

Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, wenn sie

1.

teilweise erwerbsgemindert sind,

2.

in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und

3.

vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.

Teilweise erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

Fazit:

Diese Aussage heißt eigentich ganz klar und unmißverständlich "täglich" und da steht nichts von irgendwelchen Ausnahmen!

Wenn Sie nun ganz sicher gehen wollen, daß Sie da in keines der zahlreichen Fettnäpfchen treten, dann vereinbaren Sie ganz einfach mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter bei der Deutschen Rentenversicherung in Wohnortnähe einen Beratungstermin!

Nehmen Sie zu diesem Termin Ihre Unterlagen mit und fragen Sie, ob in Ihrem speziellen Fall eine Ausnahme erlaubt wird!

Lassen Sie sich die eventuelle positive Aussage aber dann in jedem Fall in einem verbindlichen, schriftlichen Bescheid bestätigen!

Dies ist die einzige Möglichkeit, von Anfang an im grünen Bereich zu bleiben!

Alles andere ist mit großer, rechtlicher Unsicherheit behaftet!

Wenn weitere Fragen sind, bitte einfach wieder melden!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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