Hallo Temple, da Du wohl schon Alg 2 beziehst, dürftest Du schon länger arbeitslos sein und Dein Anspruch auf Alg 1 schon ausgelaufen sein, nehme ich mal an.

Ich rate Dir, nimm die Stelle an - auch wenn Du weniger als früher verdienst. Du kannst Dich auch weiter bewerben, wenn Du den Job machst. Ausserdem hast Du Freibeträge, so dass Du aufstocken Alg 2 bekommst. Zahlst auch wieder Rentenbeiträge, denn vom Alg 2 wird kein Cent in die Rente bezahlt. Und bedenke, je länger Du arbeitslos bist, deso schwieriger wird es, eine Stelle zu finden.

Zumutbar wäre die Arbeit wohl auch, denn der Lohn ist überm Mindestlohn. Es gäbe wohl Ärger mit dem Jobcenter, wenn Du die Arbeit nicht annimmst.

Solltest Du noch bei der Arbeitsagentur Alg 1 beziehen, ist der Druck dort nicht so hoch wie beim Jobcenter, aber kläre das vor der Stellenabsage mit dem Sachbearbeiter der Arbeitsagentur.

...zur Antwort

Als Rentenfrau bin ich natürlich weiter für die gesetzliche Rentenversicherung, sie hat Weltkriege, Inflation und Wiedervereinigung erfolgreich überlebt. Aber Änderungen sind nötig. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, daher will ich nur einige Beispiele nennen.

Keine Zahlungen mehr ohne Beitrag oder dem entsprechenden richtig hohen Zuschuss des Bundes, wie z. B. MÜTTERRENTE - es ist ein Unding diese höheren Kindererziehungszeiten aus den momentanen Rücklagen der Rentenversicherung zu zahlen.

Jede soziale Wohltat aus der Rentenversicherung gehört steuerlich finanziert, sei es die Höherrechnung der Rente nach 35 Jahren Rentenzeiten oder die Rente 63 von der SPD (die eh nur wenigen Jahrgängen zugute kam und mir bis heute nicht einleuchtet) oder Lebensleistungsrente oder was immer noch von der Politik geplant ist oder wird.

Der Zusammenhang zwischen Beitrag und Rente muss gewahrt bleiben, keine "Zuckerle" für bestimmte Zielgruppen der Politik, ohne dass Rentenbeiträge fließen, wer lang und viel zahlt, hat eben mehr Rente als wenn jemand das nicht tut, was auch immer die Gründe dafür sein mögen.

Weitere Anhebung des Rentenalter in Abhängigkeit zu den Rentenlaufzeiten.

Einbeziehung der Selbständigen (die nicht in eigenen Versorgungswerken abgesichert sind), denn hier stellt ein nicht geringer Teil im Alter Antrag auf Grundsicherung und fallen so der Allgemeinheit zur Last.

...zur Antwort

Hallo Nihas, wenn Du in der Ausbildung bist, bekommst Du ja keine Geld von der Arbeitsagentur, gefördert kann nur werden, wer auch im laufenden Bezug von Arbeitslosengeld I oder II ist. Somit wirst Du wohl, wie die meisten anderen Azubis auch, Deinen Führerschein Dir selber bezahlen bzw. vorher ansparen müssen.

Es gäbe - wenn Du in den Bezug bei Arbeitsagentur kämst, die theoretische Möglichkeit, daß Du hier Förderung (aus dem Vermittlungsbudget) bekämst. Voraussetzung wäre auf jeden Fall, die Stellenzusage seine Arbeitgebers und daß Du ohne Auto die Arbeitsstelle nicht erreichen kannst (auch nicht mit Bus/Bahn) etc. oder daß der Arbeitgeber auf einen FS besteht, aber es besteht keinesfalls ein Anspruch auf diese Förderung, sie müßte mit Deinem Arbeitsvermittler abgesprochen werden. Und ich nehme an, daß es zur Zeit auch viele Stellen gibt, die Du ohne Führerschein erreichen kannst und sei es durch Übernachtung beim Arbeitgeber, was durchaus zumutbar ist. 

...zur Antwort

Hallo Michaela9, mit 52 Jahren könnte das noch gehen, Achtung ab 55 Jahren ist der Weg zurück in die GKV verbaut.

Als Selbständige müßtest Du nun eine versicherungspflichtige Beschäftigung (über 450 Euro ) ausüben, ginge z. B. bei Übergabe des Geschäftes auf die Kinder und die stellen Dich dann versicherungspflichtig ein. Wenn Du dann 1 Jahr versicherungspflichtig beschäftigt warst, kannst Du Dich -bei Ende des Jobs - freiwillig weiter versichern.

Aber beachten: Deine Versicherungszeiten (grade wenn Du schon länger selbständig warst) dürften nicht ausreichen, um später in die Krankenversicherung der Rentner zu kommen. Du könntest wohl nur als Rentner freiwillig in der GKV versichert sein.

...zur Antwort

Hallo amleh, Sinn der Meldung bei der Arbeitsagentur ist, daß man wieder in Arbeit kommt - und Du kannst JEDE Stelle annehmen, sollst es auch, nur eben der Arbeitsagentur Bescheid geben.

Es gibt einen Freibetrag (von ca. 160 Euro) den man anrechnungsfrei ausüben kann, wenn man mehr verdient, wird Einkommen angerechnet. Und wichtig: wenn Du einen Job mit mind. 15 Arbeitsstunden die Woche hast, bist Du nicht mehr arbeitslos und das Alg I würde enden. 

...zur Antwort

Hallo Sonne1965,

erst mal muß man, wenn man in ein Pflegeheim kommt, selber zahlen, das heißt Deine Rente, Deine Leistungen aus der (gesetzlichen) Pflegeversicherung werden dafür hergenommen. Reicht das (wie es vorkommen kann) nicht aus, wirst Du (so vorhanden) aus Deinem Vermögen (Depot, Bargeld, Sparkonten, Immobilien usw.) den Rest zahlen müssen. Wenn das nicht ausreicht, kannst Du beim Sozialamt einen Antrag stellen.

Unterhalt würde nur von den Eltern und von den Kindern gefordert, keine Sorge Deine Neffen und Nichten müssen nicht zahlen.

...zur Antwort

Hallo Poulie, das Krankengeld beträgt etwa 70 % des letzten Nettolohnes.

Ganz genau kannst Du das bei Deiner Krankenkasse (also bei der gesetzlichen Krankenkasse) erfragen.

Noch wichtig: die ersten 6 Wochen hat man normalerweise Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vom Arbeitgeber. 

...zur Antwort

Hallo vitamine1407, wer 45 Jahre lang immer das Durchschnittsentgelt eines deutschen Versicherten erzielt, hat so rund 1300 Euro Bruttorente. Davon gehen dann aber noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab. 

Außerdem beachten: jemand der 1957 geboren ist, kann diese neue (ich nenne sie immer "Nahles-Rente") Rente mit 45 Berufsjahren gar nicht mehr mit 63 Jahren nehmen, sondern er ist wieder in der Anhebung drin und kann sie dann erst mit 63 Jahren und 10 Monate nehmen. Ich habe diese "Nahles-Rente" eh nie so recht verstanden, denn es sollte die Rente mit 63 Jahre ohne Abzug sein, für Leute die 45 Jahre gearbeitet haben, aber eben nur für die paar Jahrgänge die bei der letzten Wahl in dem Alter waren, so kommt es einem vor. Denn schon Versicherte des Jahrganges 1953 und jünger können schon nicht mehr mit 63 in Rente gehen, sondern später. Anscheinend sind 45 Arbeitsjahre von den Versicherten 1953 und jünger nicht mehr so "wertvoll" wie die der Versicherten Jahrgang 1951 und 1952. Es ist irgendwie verrückt. 

Mit Abschlag ginge natürlich Rente 63 schon, aber dann müßte er 10,5 % Rentenabzug hinnehmen (das wäre dann die Altersrente für langjährig Versicherte. 

...zur Antwort

Hallo Rentin,

wenn Du schon 2 Jahre Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur bekommen hast, dürfte Dein Anspruch dort weitestgehend ausgeschöpft sein (schau einfach den Bewilligungsbescheid nochmal an). Wenn der Anspruch schon ausgelaufen ist, hast Du aktuell auch keinen Anspruch auf Krankengeld.

Ich würde Dir dann raten, schnellstmöglich einen Antrag beim Jobcenter auf Arbeitslosengeld II  zu stellen, allerdings geht dies nur bei finanzieller Hilfebedüftigkeit und grds. Erwerbsfähigkeit (mind. 3 Stunden täglich). 

Evtl. könntest Du daneben, auch einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben bei der Rentenversicherung stellen, evtl. können Sie Dir eine Umschulung oder einen Kurs anbieten. Ich wünsche Dir alles Gute. 

...zur Antwort

Hallo Johnny93,

Arbeitslosengeld I bekommt man, wenn man den Anspruch (von den Versicherungszeiten hat) UND arbeitslos ist UND dem Arbeitsmarkt tatsächlich zur Verfügung steht. Damit verbunden ist natürlich die Absicht, wenn eine Stelle paßt, sie auch anzunehmen.

Wenn Du bei der Arbeitsagentur sagst, daß Du gar keine Arbeit suchst, sondern nur bis zum Beginn des Studiums finanziell abgesichert sein willst, dann werden Sie die Zahlung sofort und auch zu Recht beenden, denn dann fehlt es an der Grundvoraussetzung. 

Wenn Du allerdings eine Zwischenbeschäftigung bis zum Beginn Deines Studiums suchst, ist das völlig ok und Du bekämst Alg I weiter. 

Sollte es Dir gesundheitlich schlecht gehen (weil Du schriebst, Du brauchst dringend eine Pause), dann solltest Du mit Deinem Arzt reden, ob Du momentan überhaupt vermittlungsfähig bist, falls nicht, müßte er Dich krankschreiben, dann zahlt die Arbeitsagentur 6 Wochen weiter, danach die gesetzliche Krankenkasse.

...zur Antwort

Hallo lilamietze,

Ihr wohnt seit 3 Jahren zusammen - und werdet daher vom Jobcenter längst als Bedarfsgemeinschaft gesehen. Das heißt sein Einkommen (sofern es mehr als sein Bedarf nach SGB II wäre) wird angerechnet. 

Wichtig ist auch: sein Mietanteil (da er Rentner ist) würde keinesfalls vom Jobcenter übernommen, er hätte daher 1/3 der Miete zu zahlen und Ihr 2/3. 

Ihr solltet aber beim Jobcenter die tatsächlichen Verhältnisse angeben, wenn Du dort noch als "wohnungslos" geführt wirst, wissen die wohl nichts von den offiziellen Mietkosten. Das Jobcenter braucht den Mietvertrag und die Nachweise übers Einkommen von Deinem Freund.

Evtl. könnte er (da die Rente nicht so hoch ist) noch selber einen Anspruch auf Wohngeld oder Grundsicherung haben. 

Beachte auch: Dein Kind hat auch einen Anspruch auf Unterhalt gegen den Vater. 

...zur Antwort

Hallo giggle, wenn Du Grundsicherung zur Rente (da sie zu niedrig ist) beziehen willst, mußt Du beim Grundsicherungsamt alles angeben, was Du an Einkommen hast. Dazu gehören natürlich auch Mieteinnahmen. Wenn Du mit Deiner Rente und den Mieteinnahmen und evtl. mit Einkommen, das von einem Partner angerechnet wird, über die Runden kommst, hättest Du keinen Anspruch auf Grundsicherung nach SGB XII.

...zur Antwort

Hallo syscon, ich nehme an, Du meinst die Vorversicherungszeit beim Arbeitslosengeld I ? Hier ist es, daß Du in den letzten 2 Jahren VOR der Antragstellung, mind. 1 Jahr Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben mußt, diese Rahmenfrist (so las ich in der Zeitung) soll wohl auf 3 Jahre ausgeweitet werden. 

...zur Antwort

Hallo amalek, eigentlich würde das Jobcenter, den Bausparvertrag schon beim Alg-II-Antrag als Vermögen anrechnen, wenn der Freibetrag überschritten wird. Falls der Bausparvertrag drunter liegt, wäre es ja ok. Es sei denn der Betrag läge - nach Einzahlungen- über dem Freibetrag, dann rechnet das Jobcenter wie lange Du mit dem "Mehr" leben kannst und entsprechend das Alg II für diese errechnete Zeit einstellen.

Wichtig ist, daß Du dem Jobcenter die Zahlung der Bausparkasse angibst. 

...zur Antwort

Hallo sieweb, Du kommst in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR), wenn Du in der 2. Lebensarbeitshälfte mindestens 90 % gesetzlichen krankenversichert warst. Wenn Du also immer (auch in der gesamten Selbständigkeit) gesetzlich krankversichert warst, müßte das klappen. 

Unser "lieber H. Seehofer" hat in seiner Zeit als Bundes-Gesundheitsminister mal die Selbständigen aus dieser Regelung rausgenommen und die freiwillige Versicherung in der ges. Krankenversicherung nicht anerkannt, so daß die Selbständigen NICHT in die KVdR kamen, aber das wurde dann wieder geändert. 

...zur Antwort

Hallo Neandertaler48, einen Antrag zu stellen, kann Dir niemand verwehren. Doch wenn Deine Gattin Vollzeit arbeitet und halbwegs normal verdient, dürfte bei Dir wohl kein Anspruch auf ergänzende Grundsicherung nach dem SGB XII herauskommen. Denn Deine Gattin ist Dir gegenüber zum Unterhalt verpflichtet und so wird ihr Einkommen bei der Berechnung angerechnet - und da Du auch gute 600 Euro Erwerbsminderungsrente hast, dürfte m. E. hier kein Anspruch rauskommen. Tipp: Mach doch einen Termin im Sozialamt und lasse es Dir durchrechnen. 

...zur Antwort