Erbschaftssteuer für Kinder fällig bei Tod beider Ehegatten?

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Es ist richtig, beim Berliner Testament verliert jedes Kind einen der Freibeträge und würde bei sehr hohen summen auch noch im Steuersatz nachteile haben.

Sonst 400.000,- pro Kind und Elternteil, also 800.000,- pro Kind, mit Berliner Testament nur noch 400.000.- pro Kind.

Aber in Deinem Sachverhalt könnte man tricksen.

Gesetz:

Einer der Eltern stirb direkt beim Unfall. Der andere, schwer Verletzt einige Zeit später.

Dann könnten die Kinder (stört ja nun keinen mehr), für den 1. Erbfall auf dem Pflichtteil bestehen. Der zweitversterbende bekommt dann weniger, aber es gibt eben mehr Steuerfreibetrag.

Zur Anschaulichkeit:

Gesamtvermögen 1.000.000,- 2 Kinder, Berliner Testament.

  1. Todesfall, nach berliner Testament alles an den verbleibenden.

Die Kinder bestehen auf Pflichtteil. das ist 1/2 vom Gesetzlichen Erbe. gesetzliches Erbe Pro Kind 250.000,-, Pflichteil 125.000,-.

Der Zweitversterbende hat dann noch 750.000,-.

Da erben beide Kinder je zur Hälfte 375.000,-, wieder frei.

Also trotz Nachteil Berliner Testament alles frei.

Über 1 Mio. bricht es sich dann mit dem Berliner Testament.

Aber auch bei "normalen" fällen kann man sich ja in der Familie einigen und die Kinder könnten in Absprache auf Pflichtteil bestehen, um die Steuer zu sparen.

In aller Regel ist da nichts zu "tricksen", weil die Insassen des Fahrzeugs nicht zur selben Zeit sterben.

Man untersucht in solchen Fällen sehr gründlich, wer den anderen überlebt hat. Gerade wenn es sich um eine Patchwork-Familie gehandelt hat, haben die Kinder beide ein großes Interesse daran, wer zuerst verstorben ist.

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@EnnoBecker

Guten Tag EnnoBecker, ich meinte mit dem Tricksen das einfordern des Pflichtteils, weil man damit trotz Berliner Testament im Rahmen der Freibeträge bliebe.

Würde man nichts machen, also das Erbe komplett an den Zweiversterbenden gehen und von dort an die Kinder, würde Steuer entstehen.

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@wfwbinder

Richtig, in deinem Beispiel versterben die Leute deutlich nacheinander.

Vielleicht habe ich mich doof ausgedrückt. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass ein Zugleichversterben praktisch nicht vorkommt.

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@EnnoBecker

stimmt, dass ist extrem unwahrscheinlich. könne rein Eintragungsmäßig nur vorliegen, wenn beim Eintreffen des Arztes beide am Unfallort schon verschieden sind.

Wir hatten das aus unterschiedlichen Richtungen betrachtet.

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@wfwbinder

wenn beim Eintreffen des Arztes beide am Unfallort schon verschieden sind.

...UND es keine Möglichkeit gibt, den Todeszeitpunkt sicher festzustellen.

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Wie übertragen wir Eheleute nach erfolgter Nachlassplanung unsere Immobilien richtig?

Wir Eheleute leben in Zugewinngemeinschaft und haben nur gemeinsamen Besitz. Eine 2009 gekaufte und seitdem an den jüngeren Sohn vermietete Eigentumswohnung. Der Mietpreis beträgt 75% der ortsüblichen Miete. In einer EAÜ- Rechnung wird die Wohnung im gemeinsamen jährlichen EKSt. Bescheid angegeben und abgeschrieben. Es sind noch Darlehensschulden und Werbungskosten in unserem EkSt. Bescheid absetzbar. Wir möchten die Eigentumswohnung auf unseren jüngeren Sohn schon jetzt oder in zwei Jahren dann schuldenfrei übertragen oder später vererben. Was ist die bessere Lösung. Ich möchte, dass der Erbe, unser Sohn keine Erbschaftssteuer bezahlt, da er die von uns angeschaffte und an ihn vermietete Wohnung schon fast 10 Jahre(2019) bewohnt und dadurch mitfinanziert hat. Auch unser Einfamilienhaus, das bis zum Ableben des letzten Ehepartners bewohnt und unterhalten wird, soll danach auch in seinen Besitz übergehen. Im 1. Stock vermieten wir eine gut ausgebuchte Ferienwohnung, deren Einnahmen in einer EAÜ – Rechnung auch im gemeinsamen jährlichen EKSt. Bescheid angegeben und abgeschrieben wird. Die Ferienwohnung macht Gewinn, die Eigentumswohnung von Jahr zu Jahr immer weniger Verlust, da Darlehensschuldzinsen und Renovierungskosten bei steigender Miete wegfallen. Welche Möglichkeiten der Übertragung der Eigentumswohnung(Markt- und Zeitwert: 300 000 €) und Einfamilienhaus(Schätzwert durch Immobilienmakler vor 2 Jahren: 200 000 €) sind für uns die günstigsten unter Ausschöpfung der Erbschaftssteuergesetze und Minimierung der Notarkosten? Der Freibetrag von 400 000 € eines Kindes kann bei Vererbung oder Schenkung doppelt(von je einem Ehepartner) genutzt werden. Wie ist das möglich? • Gesetzliche Erbfolge verteilt Nachlass vielleicht nicht wunschgemäß, obwohl sich alle Familienmitglieder einig sind. ½ Teil: Ehepartner Familienwohnhaus wird von überlebenden Ehepartner bewohnt. ¼ Teil: jüngerer Sohn erhält die von ihm bewohnte Eigentumswohnung ¼ Teil: älterer Sohn erhielt erschlossenen Bauplatz und Darlehenstilgung seines selbst gebauten Hauses und bekommt noch Geldzuwendung aus Nachlass. Ist eine Dokumentierung der Zuwendungen zu Lebzeiten sinnvoll zwecks späterer Pflichtteilsforderungen? • Der Erbfall kann ein oder mehrmals auftreten - z.B. Einzeltestamente; d.h. Teilung der Immobilien Eigentumswohnung und Einfamilienhaus sind nicht möglich; deshalb schließen wir diesen Fall aus. • Berliner Testament mit Erst Erb Ausschlussregel der Kinder und Widerverheiratungsklausel. Berliner Testament lässt keine 2 Erbfälle mit je 400 000€ Freibetrag für 1 Kind zu; Oder sind es dann im 2. Erbfall – Versterben des 2. Ehepartners - vielleicht 800 000 € Freibetrag? Deshalb denken wir an eine Schenkung der Eigentumswohnung oder einen Erbvertrag, was jedoch mit hohen Kosten verbunden ist. Welches sind die gesetzlich möglichen, sinnvollen und kostengünstigsten bzgl. Erbschaftsteuer und Notarkosten? Welches sind die Vor- und Nachteile der einzelner Varianten?

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