Doppelt versichert - Welche Versicherung kann ich kündigen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine der beiden Policen hat die "älteren Rechte"; genau diese bleibt bestehen. Du hast also richtig gehört!

Hallo Larissa, zunächst kann ich mich inhaltlich mig112 und Eclipse anschließen. Beide haben mit ihren Aussagen Recht. Ergänzen möchte ich noch, dass man bei "Doppelversicherungen" auf die Kulanz der Gesellschaft mit den jüngeren, also zuletzt abgeschlossenen Vertrag hoffen muß, da diese bis zum Ende des Beitragsjahres auch den Beitrag fordern kann. Laut VVG ( Versicherungsvertragsgestz) §60 muss eine Doppelversicherung unverzüglich zum Ende der Versicherungsperiode beseitigt werden. Dies kann durch Aufhebung einer oder durch Anpassung beider passieren, wobei es auch bei manchen Versicherungen wie der Hausrat-,Privathaftpflicht nur die Möglichkeit der Aufhebung gibt, wenn man einen gemeinsamen Haushalt hat.

Auch wenn das die "Regel" zwischen der Versicherern ist, sollte man prüfen, ob der "alte Vertrag" nicht Deckungslücken enthält, die im jüngeren Vertrag gedeckt sind (z.B. in der Privathaftpflicht der Einschluss von Mietsachschäden, geliehenen Sachen,verlorene Schlüssel,...) da rächt sich dann den älteren - und meist billigeren Vertrag zu kündigen.

Verhandelbar ist alles auch die Auflösung von Doppelversicherungen

Versicherungspflichtsbefreiung als deutscher Student im Ausland (Doppelversicherung)

Ich bin Deutscher und an einer deutschen Universität eingeschrieben. Ich lebe aber momentan im EU-Ausland und arbeite dort. Durch das Arbeiten bin ich dort auch versicherungspflichtig und habe auch eine Versicherung. In Deutschland habe ich eine Studentenversicherung (GKV). Meine Frage ist nun, kann ich von der deutschen Versicherungspflicht befreit werden? Ansonsten hätte ich ja zwei Krankenversicherungen in der EU; das wäre mit doppelt mehr als zu viel. Dazu habe ich Folgendes von deutschen Universitätsrechten gelesen:

Versicherungspflichtig sind Studierende, die an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland eingeschrieben sind. Dies gilt auch für im Inland eingeschriebene Studierende, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, wenn aufgrund über- oder zwischenstaatlichen Rechts kein Anspruch auf Sachleistungen besteht.

Zudem habe ich auf "deutsche-im-ausland.org" Folgendes gefunden: Eine „Doppelversicherung“ kann also im Zweifel nur vermieden werden, wenn das innerstaatliche Recht des ausländischen Staates eine dem § 5 Absatz 1 Nr. 9 SGB V entsprechende oder vergleichbare Regelung enthält, die die Krankenversicherung der Studenten bei Vorliegen eines Leistungsanspruchs nach über- oder zwischenstaatlichem Recht ausschließt.

In meinem Fall befinde ich mich doch also in einem Land mit "Anspruch auf Sachleistungen". Ich müsste also von meiner Versicherungspflicht in Deutschland befreit werden können und trotzdem an meiner deutschen Universität eingeschrieben bleiben?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?