Dekafonds Sparkasse verkaufen?

2 Antworten

Zunächst eine Korrektur beim Datum: Stichtag für die Steuerfreiheit von Spekulationsgewinnen ist der 01.01.2009.

Und was "die" Dekafonds betrifft, so sollte man sich für einen einzelnen dieser Fonds die jeweiligen Alternativen der Konkurrenz anschauen. Deka ist gewiß nicht der Spitzernreiter bei den Renditen, aber ab und zu gibt es auch da helle Momente. Es führt also keine Weg an der Detailarbeit vorbei.

Auf die Steuersituation würde ich bei einem schlecht laufenden Fonds nicht schauen, denn diesen Nachteil könnte ein besserer Kollege doch schnell ausgleichen. Was ich eher in den Fokus nehmen würde, sind die Kosten eines Wechsels. Wenn Du Dein Depot bei der Sparkasse hast, dann bekommst Du in aller Regel keinen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Im Gegenteil ist es bei manchen Sparkassen so, dass dem Erfindungsreichtum in der Gebührenpolitik keine Grenzen gesetzt sind. Zum Teil werden bei Fremdfonds erhöhte Depotgebühren verlangt, z.T. zusätzliche Verkaufsgebühren. Informiere Dich vorher über solche Dinge. Wenn Du die Depotbank nicht wechseln willst, dann kann es wegen der Gebührenschikanen eventuell doch sinnvoll sein, die Lage unverändert zu lassen.

Ich teile jetzt einfach mal einen Link: http://www.test.de/deka-liquiditaetsplan-deka-kassiert-fonds-anleger-ab-4439793-0/?emvcc=-3

Das sagt eigentlich alles. Diese Fonds haben anscheinend nicht so sehr das Wohlergehen der Kunden im Fokus. Die Meldung bezieht sich zwar auf den Deka-Liquiditätsplan, der erst 2006 aufgelegt wurde, zeigt aber, wo in diesem Haus die Prioritäten liegen.

Das mit dem steuerfrei, wenn vor 2005 abgeschlossen, gilt meines Wissens nur für Lebensversicherungen, nicht für Fonds. Da ist der Stichtag "vor 2009".

Abgesehen davon würde ich lieber Steuern für Zinsen zahlen, als keine Steuern für Verluste. Dann hätte sich unter dem Strich mein Kapital nämlich immer noch vermehrt, statt vermindert.

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