Azubi: Aufforderung zur Steuererklärung, dann Pflicht?

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6 Antworten

Bei den Steuern gibt es auch für Azubis einen Grundfreibetrag und der Fiskus greift nur dann zu, wenn dieser überschritten wird. Der liegt 2014 bei insgesamt 8.354 Euro. Im Jahr 2013 waren es 8.130 Euro. Bis zu dieser Grenze verschont der Staat die Einkünfte.

Betrachtet man diese Grenze nach dem monatlichen Einkommen, so sind das rund 850 bis 900 Euro Bruttoverdienst im Monat aus. Ab dieser Grenze ist in der Regel Lohnsteuer zu zahlen.

Aber wie auch immer, sobald du aufgefordert wirst, musst Du reagieren.

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Hallo Nordhaeuser,

Warum willst du dir deine 80,- Euro nicht wiederholen, ob nun Pflicht oder Kür ? Der Sparerfreibetrag bei Singles beträgt 801 Euro im Jahr ! Nachdem du nur 500 Euro freigestellt hast, wurden dir 25% Quellensteuer ( 80 Euro )berechnet ! Durch eine Einkommensteuererklärung kannst du dir die zuviel einbehaltene Quellensteuer vom Finanzamt erstatten lassen ! Hierzu musst du nur neben der Anlage N auch die Anlage KAP ausfüllen !

Hast du evtl. sogar Werbungskosten ( Fahrtkosten z.B. ) die über dem Pauschbetrag von 1.000 Euro liegen oder sogar weitere Kosten die in Verbindung mit der Arbeit stehen, diese Ausgaben senken ebenfalls die Steuerlast.

http://de.wikipedia.org/wiki/Werbungskosten

Sicher macht die Steuererklärung ein wenig Arbeit aber solange etwas dabei herauskommt............ K.

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Dann erstelle doch eine Einkommensteuererklärung für 2012.

Zunächst mal könnten sich ja Werbungskosten von mehr als 1.000 EUR für Dich ergeben, die Deine Steuerlast mindern. Da Du keine Lohnsteuer bezahlt hast, ist das zunächst mal irrelevant.

Aber: Du hattest Kapitalerträge. Wenn Deine Gewinne unter dem Strich zu einer Besteuerung geführt haben, dann solltest Du die Günstigerprüfung beantragen. Im Endeffekt können alle, die weniger als 25% Grenzsteuersatz für die Einkommensteuer haben, dies beantragen und dann werden Kapitalerträge auch nicht mit 25% Abgeltungssteuer, sondern mit weniger besteuert.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß Du die 80 EUR gezahlte Abgeltungssteuer und SolZ wieder zurückbekommst. Das wird Dir jedoch Elster verraten...

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EnnoBecker 08.03.2014, 21:00

Gandi, dass die Abgabe einer EStE hier ratsam wäre,ist völlig klarund du hast deshalb mit deiner Antwort absolut recht.

Aber das war hier nicht die Frage. Ich gehe davon aus, dass dem Fragesteller bewusst ist, dass eine Abgabe günstig für ihn ist.

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gandalf94305 08.03.2014, 22:02
@EnnoBecker

Stimmt. Und wahrscheinlich ist er nicht wirklich verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Ich gehe davon aus, dass dem Fragesteller bewusst ist, dass eine Abgabe günstig für ihn ist.

Aber das habe ich aus dem Posting nicht so herausgelesen, sondern eher einen Glauben an die Regelbesteuerung und die damit verbundene Nichtnotwendigkeit zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung (und Nutzung des Veranlagungsverfahrens). Daher mein Hinweis, daß es im Interesse des Fragers sein sollte, die Einkommensteuererklärung abzugeben :-)

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Google kaputt?

Wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, ist in den einzelnen Steuergesetzen geregelt.

Die Verpflichtung zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung ergibt sich für unbeschränkt Steuerpflichtige aus § 25 Abs. 3 EStG in Verbindung mit den §§ 56 und 60 EStDV.

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Wenn Du eine Aufforderung vom FA bekommst dann musst Du eine machen ganz klar oder ?

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Nordhaeuser 08.03.2014, 19:31

nicht zwingend. Ich kann das Formular aus auf der Rückseite ausfüllen, indem ich angebe, warum ich der Meinung bin keine abgeben zu müssen. Da würde ich gerne wissen, ob ich dann eben da eintragen kann, dass ich Azubi bin.

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vulkanismus 08.03.2014, 19:38
@Nordhaeuser

Doch zwingend, da nicht Deine Meinung gefragt ist, sondern Zahlen. Und die sind wahrheitsgemäß einzutragen.

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EnnoBecker 08.03.2014, 20:36
@vulkanismus

Nein, Vulki.

Zum einen ist die Erinnerung kein VA.

Zum andern: Wäre sie einer, so wäre er einspruchsfähig.

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vulkanismus 08.03.2014, 21:20
@EnnoBecker

Hey, wenn Du das sagst, dann ist das sicher so (bin schon weit weg von der Steuer).

Aber Nordhaeuser: Wenn Du der Aufforderung nicht Folge leistest, werden Deine Besteuerungsgrundlagen geschätzt, es ergeht ein Steuerbescheid, der Dir nicht gefallen wird und dann gibst Du eine Steuererklärung ab. Wetten ?

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Der Brief vom Finanzamt ist kein Verwaltungsakt. Weder ergeben sich Anhaltspunkte für eine Pflichtveranlagung nach §§ 25 EStG, 56 EStDV noch ist eine Aufforderung nach § 149 AO ergangen.

Dies solltest du deinem Finanzamt mitteilen.

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