Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlungen

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2 Antworten

DEine Fragen geben mir schon eine wichtige Auskunft, nämlich, dass Deine Frau keinen Geschäftsplan gemacht hat. Die Gewerbeanmeldung erfolgt, weil sie denkt, dass sie mal Geld verdienen wird, aber sie hat es anscheinend nicht kalkuliert und schriftlich niedergelegt.

Hätte sie das gemacht (ca. 1 Kunden pro Tag, vermutlich 50,- Euro Umsatz sind 1.000,- Euro Umsatz im Monat. Kosten a) b) c), macht 1.100,- im Monat, also in den ersten Monaten 100,- Euro Verlust usw. usw.

Dieses Ergebnis kommt in den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Dort wird auch nach dem Umsatz gefragt. Schätzt man den auf unter 17.500,- wäre Deine Frau Kleinunternehmerin (Umsatzsteuer wird nicht erhoben). Hätte sie überwiegend Geschäftskunden, wäre aber die Regelbesteuerung günstiger.

So nun zum Kern Deiner Frage.

Nehmen wir an, Du hast 36.000,- Brutto im Jahr. Davon wird Lohnsteuer abgezogen.  Wenn Deine Frau einen Verlust macht, dann vermindert das Euer gemeinsames Einkommen und Ich bekommt Einkommensteuer erstattet.

Macht Deine Frau später Gewinne, dann erhöht das Euer gemeinsames zu versteuerndes Einkommen und ihr werdet nachzahlen müssen. Habt Ihr das aber vorher schon angegeben, gibt es sagen wir keine 1.000,- Euro Nachzahlung, sondern wenn die Schätzung des Gewinns mit dem tatsächlichen Ergebnis übereinstimmte, mussten pro Quartal 250,- Euro Einkommensteuer vorausgezahlt werden und die Sache ist ausgeglichen.

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Kommentar von HeadHunter007
09.05.2015, 18:41

Vielen herzlichen Dank für deine Auskunft! Jas sie hat keinen Geschäftsplan gemacht. Ganz einfach deshalb weil sie als Fotografin schon jahrelang als Hobby fotografiert hat, und daher weiß das die Auftragslage einfach nicht vorhersehbar ist. Wir haben grob einen Plan, aber man kann sowas nicht planen. Das erste Ziel ist erstmal, zu sehen, ob sie auf dem Markt überhaupt Platz hat. In Russland hatte sie sehr viel Geld damit verdienen können, wäre halt toll wenn das hier auch klappt.

Ok, also angenommen ich verdiene 36.000 Brutto. Gebe aber an ich verdiene 40.000? Auf meinem Lohn wird mir aber nicht weniger gezahlt oder? Die Nachzahlung kommt dann trotzdem einfach mit der Steuererklärung? Oder behalten die gleich mehr vom Lohn ein? 

Mir ist lieber wenn ich am Ende des Jahres meine Steuererklärung mache und dann nachzahle. Das kann ich ja jeden Monat auf die Seite legen. Aber ich will nicht zu viel bezahlen müssen um dann dem Geld wieder ewig hinterherlaufen zu müssen.

Also kann ich das Feld in dem Fragebogen einfach leer lassen? Bzw. ist es ein Nachteil es auszufüllen? Ich bin wirklich dumm im Bezug auf Steuernangelegenheiten. 

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Deine Frau hat ein Gewerbe angemeldet (nicht ein Kleingewerbe gegründet).

Nun will das Finanzamt Euere voraussichtlichen künftigen Einkünfte wissen (um Vorauszahlungen festzusetzen, wenn ein künfiger Gewinn erwartet wird). Das wird sich doch abschätzen lassen. Niemand geht einer nichtselbständigen Arbeit nach, ohne zu wissen, wieviel er etwa verdienen wird. Auch meldet man kein Gewerbe an, ohne einen Gewinn zu erwarten.

Dein Lohn bleibt von der Sache völlig unbehelligt. Dein Arbeitgeber hat doch nichts mit dem Gewerbe Deiner Frau zu tun.

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Kommentar von HeadHunter007
09.05.2015, 18:13

Hallo, danke für deine Nachricht.

Natürlich kann ich schätze, aber das kann gut 10.000 Euro daneben liegen was ich verdiene, weil ich nicht weiß, wie viel ich steuerfrei durch die Nachtschichtzuschläge bekomme. 

Das war ja auch meine Frage die ich mir gestellt habe, was hat denn das Gewerbe mit mir zu tun bzw. mit meinem Arbeitgeber. Warum muss ich überhaupt Angaben über mich machen? :D 

Im ersten Jahr wird sie keinen Gewinn machen, da die Ausgaben erstmal zu hoch sind. Im zweiten rechnen wir schon mit Gewinn.

Und was heißt Vorauszahlung? Ist damit das gemeint, was vom Lohn einbehalten wird? Oder wird das von Konto eingezogen?

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