Firmenwagen, zweiter Wohnsitz (Eigentum), mehrere Heimfahrten?

Hallo zusammen,

ich trete im nächsten Jahr eine neue Arbeitsstelle an; diese ist ca. 80km von meinem Erstwohnsitz entfernt. Ich bekomme einen Firmenwagen zur Privatnutzung gestellt. Durch die weite Entfernung entsteht natürlich ein nennenswerter zu versteuernder geldwerter Vorteil.

Ich überlege daher, mir einen Zweitwohnsitz in Arbeitsplatznähe zuzulegen. Ich möchte aber nicht die ganze Woche von meiner Familie getrennt sein, daher würde ich vermutlich nur 2x die Woche dort übernachten (hätte also 3x die Woche eine Heimfahrt zum Erstwohnsitz).

Nun ist mir noch nicht klar, wie ich das in der Steuererklärung angeben muss...- der geldwerte Vorteil wird doch direkt vom Arbeitgeber ermittelt und abgeführt... mit welchen Entfernungsangaben? Für den kürzeren Weg, nehme ich an, und die Heimfahrten gebe ich dann nachträglich bei der doppelten Haushaltsführung an, und sie werden dann mit je 0,002% x km je Heimfahrt "nachversteuert" (und gilt dann die Strecke zwischen Arbeitsort und Hauptwohnsitz, oder nur die Differenz zwischen den beiden Wohnsitzentfernungen, weil die eine Entfernung ja schon vorher versteuert wurde? - Oder muss ich die Heimfahrten je Monat dem AG melden, damit er die schon in der Gehaltsabrechnung berücksichtigen kann (mit dem Aufwand würde ich mich sicher gleich unbeliebt machen ;-))- wenn ja, wie gebe ich die Fahrtkosten als Werbungskosten an? Ich kann in dem Teil ja nur eine Wohnung haben, und nicht 2x die Woche von mir aus 10km und 3x 80km...?- ist dabei die Pauschalversteuerung mit 15% durch den AG möglich? Wenn ja, dann darf ich keine Fahrtkosten mehr als Werbungskosten ansetzen, oder?

Weiterhin spiele ich mit dem Gedanken, mittelfristig an den Arbeitsort umzuziehen und mir dort ein Häuschen zu kaufen. Kann ich ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen, dies als Zweitwohnsitz nutzen (in der genannten Konstellation, Familie bleibt bis zum gemeinsamen Umzug am Erstwohnsitz, der ist weiterhin Lebensmittelpunkt) und somit über den Zweitwohnsitz praktisch in der Zwischenzeit einen Teil der Kaufkosten "subventionieren" und gleichzeitig teilweise von dem niedrigeren zu versteuernden geldwerten Vorteil für den Dienstwagen profitieren (ob sich das wirklich lohnt, müsste man natürlich immer noch rechnen, das Haus so oft leerstehen zu lassen)? Oder wo liegen da die Grenzen, dass das anerkannt wird? Das neue Haus wäre schließlich etwa so groß wie das bestehende, und ich würde es nur an 2 Tagen in der Woche bewohnen...

Vielen Dank vorab für die Hilfe, ich hoffe, die Fragen sind nicht zu dämlich...

...zur Frage

Keine Ahnung, wie man hier jetzt auf einen Kommentar antwortet. Wills auch gar nicht wissen, man kann ja alles künstlich verkomplizieren.

Ja, eigentlich müsste die Lohnbuchhaltung ab jeder 2. Familienheimfahrt eine Versteuerung durchführen. Eigentlich.

Nein, Du kannst keine Afa etc. absetzen. Das, was Du  vermutlich gelesen hast, betraf ein home office ohne einen eigeberunen Schreibtisch in der Firma zu haben. Für beruflich bedingte Zweitwohnsitze gilt: es darf auch ein Palast sein. Absetzbar sind Kosten vergleichbar einer 60 qm Wohnung im betroffenen Ort, aber max. 1.000 bei Nachweis.

"beruflich bedingter Zweitwohnsitz" wäre Dein Zauberwort in welcher Suchmaschine auch immer.

...zur Antwort

Firmenwagen, zweiter Wohnsitz (Eigentum), mehrere Heimfahrten?

Hallo zusammen,

ich trete im nächsten Jahr eine neue Arbeitsstelle an; diese ist ca. 80km von meinem Erstwohnsitz entfernt. Ich bekomme einen Firmenwagen zur Privatnutzung gestellt. Durch die weite Entfernung entsteht natürlich ein nennenswerter zu versteuernder geldwerter Vorteil.

Ich überlege daher, mir einen Zweitwohnsitz in Arbeitsplatznähe zuzulegen. Ich möchte aber nicht die ganze Woche von meiner Familie getrennt sein, daher würde ich vermutlich nur 2x die Woche dort übernachten (hätte also 3x die Woche eine Heimfahrt zum Erstwohnsitz).

Nun ist mir noch nicht klar, wie ich das in der Steuererklärung angeben muss...- der geldwerte Vorteil wird doch direkt vom Arbeitgeber ermittelt und abgeführt... mit welchen Entfernungsangaben? Für den kürzeren Weg, nehme ich an, und die Heimfahrten gebe ich dann nachträglich bei der doppelten Haushaltsführung an, und sie werden dann mit je 0,002% x km je Heimfahrt "nachversteuert" (und gilt dann die Strecke zwischen Arbeitsort und Hauptwohnsitz, oder nur die Differenz zwischen den beiden Wohnsitzentfernungen, weil die eine Entfernung ja schon vorher versteuert wurde? - Oder muss ich die Heimfahrten je Monat dem AG melden, damit er die schon in der Gehaltsabrechnung berücksichtigen kann (mit dem Aufwand würde ich mich sicher gleich unbeliebt machen ;-))- wenn ja, wie gebe ich die Fahrtkosten als Werbungskosten an? Ich kann in dem Teil ja nur eine Wohnung haben, und nicht 2x die Woche von mir aus 10km und 3x 80km...?- ist dabei die Pauschalversteuerung mit 15% durch den AG möglich? Wenn ja, dann darf ich keine Fahrtkosten mehr als Werbungskosten ansetzen, oder?

Weiterhin spiele ich mit dem Gedanken, mittelfristig an den Arbeitsort umzuziehen und mir dort ein Häuschen zu kaufen. Kann ich ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen, dies als Zweitwohnsitz nutzen (in der genannten Konstellation, Familie bleibt bis zum gemeinsamen Umzug am Erstwohnsitz, der ist weiterhin Lebensmittelpunkt) und somit über den Zweitwohnsitz praktisch in der Zwischenzeit einen Teil der Kaufkosten "subventionieren" und gleichzeitig teilweise von dem niedrigeren zu versteuernden geldwerten Vorteil für den Dienstwagen profitieren (ob sich das wirklich lohnt, müsste man natürlich immer noch rechnen, das Haus so oft leerstehen zu lassen)? Oder wo liegen da die Grenzen, dass das anerkannt wird? Das neue Haus wäre schließlich etwa so groß wie das bestehende, und ich würde es nur an 2 Tagen in der Woche bewohnen...

Vielen Dank vorab für die Hilfe, ich hoffe, die Fragen sind nicht zu dämlich...

...zur Frage

Monatliche Versteuerung:

1 % vom Bruttolistenpreis (Blp) + 0,03 % vom Blp x einf. Entfernung Wohnsitz - Arbeitsplatz (bzw. Zweitwohnung - Arbeitsplatz, wenn vorhanden). Davon ist der Abzug von einf. Km x 0,30 x 15 AT möglich, wenn der Arbeitgeber das pauschal versteuern mag. Die letztere der Summen kann dann nicht mehr als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Bei Vorhandensein eines berufl. bedingten Zweitwohnsitzes kommen nach vorliegenden Angaben noch 0,002 %  für eine 2. und/oder 3. Familienheimfahrt pro Woche zur Versteuerung über die Gehaltsabrechnung dazu. Eine Heimfahrt pro Arbeitswoche ist steuerfrei.

Der Gedankengang, inwiefern die Kaufkosten von Eigentum subventioniert werden sollen, ist mir nicht klar. Die Kriterien der Anerkennung des Aufwands für eine berufl. veranlasste Zweitwohnung sind doch unmissverständlich. Weder die Kosten für ganze Häuser, noch für deren Erwerb sind absetzbar.

...zur Antwort

Entweder hats Du Dienstgänge(-reisen) oder FWA.

Fährst Du von Deiner Whg direkt beruflich irgendwohin und anschliessend in die Firma oder nach Hause sind die km hin und zurück a`0,30 beruflich veranlasst.

Anl. der Fahrt von der Wohnung zur 1. Tätigkeitsstätte kann immer nur die Entfernungspauschale angesetzt werden und die zählt einfach. Gleiches gilt, wenn Du nach der Dienstreise im Büro warst und von dort nach Hause fährst.

...zur Antwort

Muss man die Freundin mit Namen angeben ?

Nochmal kommentieren ging nicht, deshalb als Antwort.

Nein, musst Du nicht. Soweit sind wir in unserem fortschreitendem Überwachungsstaat nun doch noch nicht. Die Begründung, Dein Lebensmittelpunkt liegt am Heimatort + die regelmässigen Heimfahrten muss ausreichen. Tanke am besten für zukünftige Nachfragen immer auch am Heimatort und sammle die Belege.

...zur Antwort

Beamte können meines Wissens nach Erreichen des 55. Lebensjahres ohne Bezüge bis zum regulären Pensionseintritt ausscheiden. Das erscheint mir der einzige Weg zu Deinem Ansinnen. Darüber hinaus bleibt nur der Amtsarzt.

...zur Antwort

Deine Überlegungen stimmen. Vergiss nicht evtl. Nebenkosten, welche vielleicht auch vom AG getragen werden, zu berücksichtigen!

Der Rabattfreibetrag käme ohnehin nur zum Tragen, wenn der AG eine Wohnungsbaugesellschaft wäre.

...zur Antwort

Die Zahlung der Kinderbetreuung durch den AG ist ein geldwerter Vorteil, aber ein steuerfreier. Begünstigt sind Zahlungen zur Unterbringung (einschl. Unterkunft und Verpflegung) und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern des Arbeitnehmers in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen.

Es ist zwingend notwendig, daß die Zulage freiwillig gewährt wird. D. h., sie darf nicht Teil eines ohnehin geschuldeten Arbeitslohnes sein - also Gehaltsumwandlung und sie darf auch nicht durch einen Arbeitsvertrag definiert werden. BFH-Urteil vom 19.09.2012 (VI R 54/11)

Die Bescheinigung des KiGa über die Kosten fürs jew. Kind muss beim AG abgegeben werden.

...zur Antwort

Das steht heute nicht in der Presse, sondern in der BILD. Das ist ein Riesenunterschied. Diesem "Bericht" zufolge hätten z. B. Azubis im Schnitt 8.000,00 Vermögen. Hältst Du das etwa für glaubwürdig? Wer hätte dann die ganzen Tattoos, Piercings und I-Phones bezahlt?

Sollte der Staat mehr steuern/ umverteilen?

Das kann doch nicht Dein Ernst sein! Der Staat sollte sich tunlichst mehr raushalten aus dem individuellen Leben.

...zur Antwort

Der oder die Versicherte (der Du offenbar nicht bist) hat wohl bei Abschluss die Einmalzahlung vereinbart.

Die Auszahlungen einer Pensionskasse als Einmalzahlung unterliegen der nachgelagerten Besteuerung. Das heisst, dass eine Pensionskasse Einmalzahlung voll versteuert werden muss. Auch eine Auszahlung als Rente wäre voll steuerpflichtig gewesen, hier jedoch wäre ein steuerfreier Versorgungsfreibetrag abgezogen worden, der bis zum Jahr 2040 abgebaut wird.

Eine Einmalauszahlung einer Altzusage wäre steuerfrei gewesen - unter bestimmten Voraussetzungen. Es hätte mindestens 12-jährige Vertragsdauer und eine mindestens 5-jährige Beitragszahlungsdauer nachgewiesen werden müssen. Das erstere ist scheinbar nicht der Fall.

...zur Antwort

Bei einem echten Darlehen müssen ausreichende Bestimmungen über Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und ggf. Sicherstellung getroffen worden sein, dann ist es kein Arbeitslohn und kann bis zur Höhe von 2.600,00 zinslos gewährt werden. Darüber hinaus müssten Zinsen gezahlt werden, bzw. wenn nicht, ist der fehlende Zins oder auch die Differenz zwischen vereinbartem Zins unter dem üblichen Kreditzins ein geldwerter Vorteil.

Wenn keine Bestimmungen über Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und ggf. Sicherstellung existieren ist es kein Darlehen, sondern Arbeitslohn und zum Zuflusszeitpunkt steuerpflichtig. Das wäre wohl Dein Fall. Ob das für Dich günstig ist oder nicht, kann ich Dir nicht sagen.

...zur Antwort

Wenn Du überhaupt reagieren möchtest, dann schicke denen einen Glückwunsch zum günstigen Geschäftsverlauf. Möglicherweise wird bei der Art der Buchhaltung + des Geschäftsgebarens der Fa. Appel&Eye ein freundlich gesonnener Kunde die Ausnahme werden.

...zur Antwort

Easy. Tag 1 hatte nur noch 5 Stunden, also keine steuerfreien VMA. Tag 2 hatte 3 Stunden - gibt ebenfalls nix. Ob Du Anspruch hast, das weiss Dein AG. Anspruch auf steuerfreie Erstattung hast Du jedenfalls nicht.

...zur Antwort

Tja, wenn man clever ist, dann macht man das so. Andernfalls hätte man Dir einen Brief schreiben müssen und der wäre 0,59 Cent teurer gewesen. Du musst nichts tun, ausser die Daten auf dem Kontoauszug sind falsch.

...zur Antwort

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass man überzahlte NK, also das Guthaben eines unbeteiligten Dritten, nicht vererben kann. Wer auch immer nun über diese überzählige Vorauszahlung verfügt, muss sie Dir zur Rückzahlung an den Mieter zur Verfügung stellen.

...zur Antwort