Der oder die Versicherte (der Du offenbar nicht bist) hat wohl bei Abschluss die Einmalzahlung vereinbart.

Die Auszahlungen einer Pensionskasse als Einmalzahlung unterliegen der nachgelagerten Besteuerung. Das heisst, dass eine Pensionskasse Einmalzahlung voll versteuert werden muss. Auch eine Auszahlung als Rente wäre voll steuerpflichtig gewesen, hier jedoch wäre ein steuerfreier Versorgungsfreibetrag abgezogen worden, der bis zum Jahr 2040 abgebaut wird.

Eine Einmalauszahlung einer Altzusage wäre steuerfrei gewesen - unter bestimmten Voraussetzungen. Es hätte mindestens 12-jährige Vertragsdauer und eine mindestens 5-jährige Beitragszahlungsdauer nachgewiesen werden müssen. Das erstere ist scheinbar nicht der Fall.

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Bei einem echten Darlehen müssen ausreichende Bestimmungen über Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und ggf. Sicherstellung getroffen worden sein, dann ist es kein Arbeitslohn und kann bis zur Höhe von 2.600,00 zinslos gewährt werden. Darüber hinaus müssten Zinsen gezahlt werden, bzw. wenn nicht, ist der fehlende Zins oder auch die Differenz zwischen vereinbartem Zins unter dem üblichen Kreditzins ein geldwerter Vorteil.

Wenn keine Bestimmungen über Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und ggf. Sicherstellung existieren ist es kein Darlehen, sondern Arbeitslohn und zum Zuflusszeitpunkt steuerpflichtig. Das wäre wohl Dein Fall. Ob das für Dich günstig ist oder nicht, kann ich Dir nicht sagen.

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Tja, wenn man clever ist, dann macht man das so. Andernfalls hätte man Dir einen Brief schreiben müssen und der wäre 0,59 Cent teurer gewesen. Du musst nichts tun, ausser die Daten auf dem Kontoauszug sind falsch.

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Nicht um Deine Verpflegung zu decken, essen müsstest Du auch ohne Dienstreise. Die TP sollen den Mehraufwand abdecken und können vom AG in bestimmten Höhen steuerfrei gezahlt werden. Ist das nicht der Fall, kann man Werbungskosten geltend machen. In beiden Fällen sind aussagekräftige Reisekostenabrechnungen nötig.

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Das ist seit 2007 ein heikles Thema geworden. Geschenke im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis sind nämlich über einem Wert von 10,00 Euro steuerpflichtig. Das betrifft Geschenke von Dritten, also von Lieferanten u. Kunden.

Sollte der Schenkende Dir nicht schriftlich bestätigen, dass er die Versteuerung übernommen hat (das mit dem Versteuern kann er, muss aber nicht), bist Du selber dafür verantwortlich. Das kann ebenfalls durch schriftl. Bekanntgabe an den eigenen Arbeitgeber erfolgen.

Die meisten grösseren Firmen haben diesbezüglich Verhaltensregeln für die Belegschaft.

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wie beurteilt Ihr das Buchhaltungssystem DATEV?

Teuer, aber gut. Mit anderen Worten, Du wirst viel anderes finden, aber nichts vergleichbares. Man kann auch am falschen Ende sparen.

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Musst Du bei einem 30.000 Euro-Wagen 100,00 zuzahlen, versteuerst Du mtl. sowohl für 1%, als auch für 0,03% 200,00 Euro anstatt 300,00.

Vom Netto werden Dir dann jeweils diese Beträge + 100,00 Zuzahlung abgezogen. Die Zuzahlung muss bei den Abzügen ausgewiesen werden, ansonsten wird sie nicht als solche anerkannt.

In keinem Fall wird eine vorherige Bruttolohnkürzung als Zuzahlung angesehen. Hier läge Dein AG - falls so argumentiert wird - im Steuer- und Sozialversicherungsbetrugsbereich.

Weder einen Sozialversicherungsprüfer, noch den vom Finanzamt würden evtl. Bruttolohnkürzungen interessieren. Sie würden lediglich eine um 100,00/Monat zu niedrige KFZ-Versteuerung feststellen und nachversteuern, bzw. -verbeitragen.

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Läuft das als geldwerter Vorteil?

Ja, ist es. Der gwV ist steuerfrei, vorausgesetzt Du hast am vorherigen Standort eine eigene Wohnung und behältst die auch bei.

Du bist auf Dienstreise und zwar die ganzen 6 Monate.

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Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, der Sicherung und zur Erhaltung der Einnahmen (§ 9 I EStG).

Der erhöhte Fahrpreis passt in keine dieser Kategorien und dürfte sich finanziell sowieso in engen Grenzen gehalten haben - falls Du wirklich ein gültiges Monatsticket hattest. Mein Beförderer nimmt in solchen Fällen 5 Euro Verwaltungsgebühr, der Rest der Strafe wird erlassen. Natürlich nur dann, wenn man das Monatsticket nachträglich vorzeigen kann.

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Dienstwagen - Nachträglich über Steuererklärung auf Pauschalversteuerung wechseln?

Hallo,

in 2012 hatte ich meinen Dienstwagen via Pauschalversteuerung (0,002%-Regelung) versteuert. Hierbei versteuerte der Arbeitgeber den Nutzungswert für die Fahrten von Wohnort zur Arbeitsstätte mit 15% pauschal, ohne dass Sozialabgaben anfielen. In Zeile 18 der Lohnsteuerbescheinigung ("Pauschal besteuerte AG-Leistungen Fahrten Wohnung und Arbeitsstätte") war die korrekte Summe vermerkt. Gleichzeitig haben sich die Werbungskosten vermindert. Das ist aber nicht relevant für mich, da ich ohnehin unter dem Werbungskostenpauschbetrag von 1000 EUR liege.

Für 2013 bin ich dann - warum auch immer - auf die Individualversteuerung (0,002%-Regelung) gewechselt. Ein Wechsel zurück zur Pauschalversteuerung ist während des laufenden Kalenderjahres nicht möglich.

Frage 1: Da ich das Grundprinzip glaube ich noch nicht ganz verstanden habe … Wann lohnt sich die Pauschalversteuerung, wann lohnt sich die Individualversteuerung? Lohnt sich die Pauschalversteuerung nur, wenn man wenige Werbungskosten hat? Wann hat die Individualversteuerung Vorteile?

Frage 2: Es dürfte für mich doch ganz einfach von Vorteil sein, wenn der Arbeitgeber die Steuern zahlt. Aber kann ich nachträglich über die Steuererklärung auf die Pauschalversteuerung wechseln? Dass ich gleichzeitig weniger Werbungskosten ansetzen darf, tut mir wie gesagt nicht weh, da ich ohnehin unter dem Werbungskostenpauschbetrag von 1000 EUR liege. Oder habe ich da einen Denkfehler drin?

Viele Grüße

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Also, nimm es mir bitte nicht übel, aber zu der Versteuerung Deiner Dienstwagennutzung hast Du wenig verstanden.

in 2012 hatte ich meinen Dienstwagen via Pauschalversteuerung (0,002%-Regelung) versteuert.

Nö. Du hattest (hoffentlich) die Privatnutzung mit 1% und Deine Fahrten zur Arbeit mit 0,002% individuell versteuert. Als anerkannter Hellseher behaupte ich, dass Du im Aussendienst bist oder Heimarbeiter. Dein AG hat den möglichen Anteil* der Fahrten zur Arbeit (FWA) pauschal mit 15% versteuert. Für diese Summe* fielen für Dich keine Lohnsteuern an und für Dich + Deinen AG keine Sozialversicherungsbeiträge. Im Gegenzug mindert der Betrag* Deine WK, was Dir wurscht ist.

Für 2013 bin ich dann - warum auch immer - auf die Individualversteuerung (0,002%-Regelung) gewechselt.

Hä? Die Individualversteuerung der Dienstwagennutzung ist die Fahrtenbuchführung. Hast Du das gemacht? Eher nein. Falls doch, stimmt die Aussage, dass während des Jahres kein Wechsel möglich ist.

Wann lohnt sich was?

Die 1%-Methode lohnt sich schon deswegen, weil Du keinen eigenen Wagen unterhalten musst. Rechne Dir in einer stillen Stunde mal aus, was Anschaffung + Unterhalt einer eigenen Kiste kosten würde und setze die zu versteuernden Beträge dagegen. Vergiss nicht die Kleinigkeiten wie Winterreifenwechsel u. Einlagerung usw.

Die individuelle Methode, also Fahrtenbuch, rechnet sich dann, wenn Du überhaupt wenig privat fährst und keinen weiten Weg zum Arbeitsplatz hast. Zusätzlich musst Du diszipliniert sein und Deine Fahrten - und zwar alle - akribisch aufschreiben, am besten täglich und nicht zwischen Weihnachten und Neujahr.

Auch bei der Fahrtenbuchmethode kann der AG den nach Jahresende ermittelten Anteil an FWA pauschal mit 15% versteuern, wenn er mag.

Es dürfte für mich doch ganz einfach von Vorteil sein, wenn der Arbeitgeber die Steuern zahlt.

Logisch, das wäre für uns alle ein Vorteil.

kann ich nachträglich über die Steuererklärung auf die Pauschalversteuerung wechseln?

Wenn Du damit die 15%-Versteuerung meinst: NEIN

So und jetzt verschwindet Fredl wieder zu RF - bis mal wieder einer was Interessantes fragt.

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Steuerliche Geltendmachung einer Projektwohnung

Ich unterhielt mich kürzlich mit einem Kollegen, der wie ich freiberuflich tätig ist und gerade mit einer Steuerprüfung zu tun hat. Die Art unserer Tätigkeit bringt es mit sich, dass wir längere Zeit für einen Kunden arbeiten, der häufig nicht an dem Ort ist, wo wir wohnen, mithin fallen Reise und Übernachtungskosten an.

Da mein Kollege nun keine Lust mehr auf Hotel hatte, hat er sich am seinem Arbeitsort eine Projektwohnung gemietet (= möblierte Einzimmerwohnung mit Kochnische) und jetzt kommt der Steuerprüfer und meint, er sei ja nur vier Tage in der Woche bei seinem Kunden und in der übrigen Zeit könne er die Wohnung ja privat nutzen, deswegen könne die Miete nur anteilig steuerlich geltend gemacht werden.

Ich finde das völlig absurd. Erstens nutzt er diese Wohnung nicht privat, sondern sieht zu, dass er die Wochenende an seinem eigentlichen Wohnort verbringt. Das ist aber vielleicht nicht entscheidend, weil es auf die Möglichkeit ankommt. Aber er hat die Wohnung doch nur deswegen angemietet, weil er dieses auswärtige Projekt hat. Hätte er diesen Auftrag nicht, würde er die Wohnung nicht gemietet haben. Und die allgemeine Mietdauer für Wohnraum wird nun mal in Monaten bemessen und nicht in Tagen. In Tagen bemessene Mietdauern sind in der Regel bei Hotels üblich.

Mit genau derselben Begründung könnte man jedem Angestellten, der mit dem öffentlichen Personennahverkehr zur Arbeit fährt und daher über eine Monatskarte verfügt, sagen: der Monat hat 20 Arbeitstage und insgesamt 30 Tage; du könntest die Monatskarte auch privat nutzen, also erkenne ich nur 2/3 der Kosten an.

Ich finde das absurd. 12 Hotelübernachtungen für 150,- EUR im Monat werden anstandslos anerkannt, bei der Miete von 750,- EUR wird sich dermaßen angestellt.

Ist das jetzt die krampfhafte Suche nach irgendeinem Fehler des steuerpflichtigen oder kommt das FA damit durch?

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Die Aussage des Steuerprüfers ( ein Junger? Gewiss.) ist allerdings an den Haaren herbeigezogen.

Sowohl Deine Argumente, als auch die Sichtweise zu dieser Wohnung analog zu einer für dopp. Haushaltführung eines Arbeitnehmers angemieteten greifen.

Im Fall einer dopp. HHF kann ein AG für den AN eine Wohnung mieten, die Kosten steuerfrei übernehmen und dieselben als BA absetzen. Falls hier ein Betriebsprüfer käme und dies nach Tagen beschränken möchte, würde der von der Firma beauftragte Steuerberater sich möglicherweise einen ziemlich dicken Ast lachen.

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Dank dem Bundesfinanzhof kannst Du tatsächlich die Versteuerung nach der wirklichen Nutzung beanspruchen.

Erst einmal hat Dein Arbeitgeber das Wahlrecht. Er kann Dich weiterhin 0,03-% versteuern lassen oder stattdessen die tatsächlich durchgeführten Fahrten mit 0,002 % versteuern.

Die meisten AG bleiben bei 0,03% und der AN kann dann anl. seiner Einkommensteuer nachweisen, dass er nicht arbeitstäglich fuhr. Du solltest dafür einen sorgfältigen Nachweis über die tatsächlich unternommenen Fahrten zur Arbeit führen, ein komplettes Fahrtenbuch muss es nicht sein.

Du musst Deinem Finanzamt mit Gehaltsabrechnungen darlegen, in welcher Höhe der Arbeitgeber den Zuschlag nach der 0,03-%-Methode berechnet hat. Die brauchen das, um zu ermitteln, um welchen Betrag der zu versteuernde Bruttoarbeitslohn ggf. gemindert werden muss.

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Wenn Du einen Firmenschlüssel absichern will, bei dessen Verlust sich der Schaden auf mehrere Tausend Euro belaufen kann, musst Du dafür sorgen, daß die Deckungssumme ausreicht, um den Schaden zu bezahlen.

Frage erst mal bei Deiner Privathaftpflicht, ob Du Deine - hoffentlich vorhandene - dahingehend erweitern kannst. Die Mehrkosten sind Werbungskosten.

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Auch "andere Sachen" als Geld können steuerpflichtiger Arbeitslohn sein.

Einen Gutschein kannst Du nur bis max. 44,00/Monat erhalten. 44,01 wären bereits voll steuerpflichtig.

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Für volle Kalendermonate, in denen die Nutzung nachweislich nicht möglich war, kann die Versteuerung des gwV ausgesetzt werden.

Nachweislich heisst auch, dass auch ausgeschlossen werden muss, dass Familienangehörige und/oder irgendwer aus Deinem Privatumfeld den Wagen während der Abwesenheit nutzen könnte. Das heisst, Auto beim AG abliefern.

Auch nur 1 Tag Nutzung im Monat befreit Dich nicht von der 1%-Regel.

Ich weiss, dass es stimmt, was ich sage. Zum Suchen des § hab ich jetzt keine Lust.

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Im Jahr 2005 waren nur 60 % der Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen eines Höchstbetrages steuerlich abziehbar. Dieser Anteil steigt jedes Jahr, in 2012 sind es 74%.

Mit "sonst. Vorsorgeaufwendungen" sind wohl Haftpflichtversicherungen und sowas gemeint? Man kann solche Fragen kaum beantworten, ohne die Zahlen zu sehen. Eines kannst Du als sicher annehmen, elster rechnet nicht falsch. Wäre es so, hättest Du es bereits in der Zeitung gelesen ;-)

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Geh in die Offensive! Stell Dich und Deine ganze Familie vor die Kisten und schiess ein schönes Foto. Anschliessend rahmst Du es mit einem geschmackvollen IKEA-Rahmen für 2.99, bindest eine Schleife drum und schenkst es Deinem Vermieter.

Kannst ja liebe Grüsse dazu schreiben und dass Du das Gefühl hast, seine Fotos werden alle nichts richtiges, weil er ständig neue macht. Deswegen wolltest Du ihm eine Freude machen.

Und das nächste Mal stellst Du eine Finanzfrage.

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Ja, das geht. Bevor ich Dich mit steuerrechtlichen Ausführungen quäle, eine Kurzform.

Im Jahr der Abfindungszahlung sind Einzahlungen in Pensionskassen oder Direktversicherungen bis zu einer bestimmten Summe steuerfrei. Die Höhe richtet sich nach der Zahl der Beschäftigungsjahre abzüglich bestimmter vorher in Anspruch genommener Steuerbefreiungen.

Hier http://kuerzer.de/4cqhzuvnW kannst Du nachlesen.

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Du hast 2 voneinander unabhängige regelmässige Arbeitsstätten. Das ist die Ausgangslage und so ungewöhnlich ist das nicht.

Für die eine Tätigkeit können deswegen keine VMA geltend gemacht werden, für die andere auch nicht. In beiden Fällen haben wir es nicht mit Dienstreisen zu tun und im Fall der Zweittätigkeit auch nicht mit dopp. HH-führung.

Das wären die Voraussetzung für den Anspruch auf VMA gewesen.

Die Voraussetzungen sind nicht erfüllt, da kann der Konz auch nichts machen, egal welcher von hinten durchs Knie geschossene Beispielsfall dem da evtl. wieder eingefallen wäre..

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Wenn Du einen Firmenwagen hast, wird die Privatnutzung unterstellt - vermutlich auch in Tirol. Ein privat vorhandenes Fahrzeug spielt nicht die geringste Rolle.

Ob in Österreich ebenfalls die Beweislastumkehr gilt, weiss ich nicht. In Deutschland wärst Du in der Pflicht, d. h. beweisen musst Du, die Finanz darf unterstellen.

Die Versteuerungsmethoden setze ich als bekannt voraus. Ob Du der Versteuerung des geldwerten Vorteils durch die Führung eines FB entgehen kannst, entscheidet Dein Arbeitgeber. Nicht wenige Firmen lassen keine Fahrtenbuchführung zu, da die Aufzeichnungen bei Steuerprüfungen sehr häufig als mangelhaft zurückgewiesen werden. Ordentliche FB sind nicht leicht zu führen.

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