Eine Frage zum „Neuen Reisekostenrecht“.

2 Antworten

"Arbeitstäglich" ist ein typischer Arbeitstag.

Den (Dir anscheinend bekannten) §9 EStG verstehe ich so, dass eine Unterscheidung gemacht werden muss:

  1. Deine Wohnung liegt innerhalb des "Tätigkeitsgebiets" - es gibt also von dort aus gesehen in allen Himmelsrichtungen Betriebshöfe. Dann kannst Du die gefahrenen Kilometer ansetzen.
  2. Deine Wohnung liegt außerhalb des "Tätigkeitsgebiets" - Du startest also zu allen Betriebshöfen in weitgehend dieselbe Richtung. Dann kannst Du die Entfernung bis zu dem Rand des Gebiets, dass alle Betriebshöfe umfasst, ansetzen plus die gefahrenen Kilometer innerhalb des Gebiets.

Nein es handelt sich ja um keine Dienstreise sondern um den täglichen Arbeitsweg Wohnung - Betriebsstätte des AG. Die Fahrten zum Arbeitgeber mit dem eigenen PKW können über die Entfernungspauschale unter Werbungskosten in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Nach meinem Verständnis bedeutet „arbeitstäglich“ schon jeden Arbeitstag, allerdings nur die Arbeitstage mit tatsächlicher Anwesenheit.

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Es ist anzuraten ein Tagebuch über den täglichen Einsatzorte zu führen. Je Arbeitsschicht sind dann die Entfernungskilometer zu deklarieren.

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Reisekosten – Langfristiger Kundeneinsatz führt nicht zu regelmäßiger Arbeitsstätte

Mit Urteil vom 9.7.2009 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass es sich nicht um eine regelmäßige Arbeitsstätte im Sinne des Einkommensteuergesetzes handelt, wenn der Arbeitnehmer beim Kunden seines Arbeitgebers tätig wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Arbeitnehmer dort längerfristig eingesetzt wird.

Die Folge ist, dass der Arbeitnehmer die Kosten für die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden steuerfrei erstattet bekommen bzw. als Werbungskosten geltend machen kann und nicht auf die Entfernungspauschale von EUR 0,30 pro Entfernungskilometer beschränkt ist. Der Bundesfinanzhof bestätigt mit diesem Urteil seine jüngere Rechtsprechung, wonach nur eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers eine regelmäßige Arbeitsstätte sein kann – nicht aber die betriebliche Einrichtung eines Kunden.

Die Finanzverwaltung hat sich dieser Auffassung inzwischen angeschlossen.

Außerdem steht bei Wikipedia folgendes unter Reisekosten:

„Reise“ ist als gleichzeitige Abwesenheit von der Wohnung und der regelmäßigen Arbeitsstätte definiert. Beruflich oder betrieblich veranlasst ist eine Reise, wenn die private Lebensführung den Zweck der Reise nicht oder nur unwesentlich berührt; Abgrenzungsfragen hierzu behandelt der Artikel Dienstreise.

Reisekosten umfassen Fahrtkosten, Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand und Reisenebenkosten. Steuerlich voll anerkannt wurden sie bis Ende 2007 aber nur bis zu einer gewissen Dauer der Reise (deutsches Steuerrecht i. d. R. 3 Monate, österr. teilweise kürzer). Dauerte die Reise länger, nahm das Finanzamt im Regelfall an, dass der Mittelpunkt der Lebensführung an den Ort der Auswärtstätigkeit verlagert wurde. Der Ort der auswärtigen Tätigkeit wurde dann als neue regelmäßige Arbeitsstätte angesehen. Diese Auffassung wurde durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Juli 2009 aufgehoben.[1] Damit sind Fahrten zum Kunden immer als Dienstreise anzusehen, egal auf welche Dauer sie angelegt sind.

Vielen Dank im Voraus!!!

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So viel ich weiß, entscheidet der AG darüber ob die Hotelrechnung bezahlt wird, oder einem die Reisepauschale für die Gegend ausbezahlt wird und man selber aufkommt.
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Wenn ich bei Freunden unterkomme, muss mein AG mir dann die Pauschale zahlen?

Vielen Dank schon mal für eure fundierten Antworten und einen Gruß aus Köln

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