Adoption von Kind durch Oma verhindern?

5 Antworten

Um das zu beurteilen, kennen wir hier draußen die Umstände zu wenig. Das Jugendamt muss abwägen, ob die Oma geeignet wäre oder gerade bessere Elternpaare auf der Warteliste stehen.

Allerdings bist du gerade in einer "Schockstarre". Du bist jung und hast Angst um deine Zukunft, was völlig verständlich ist. Darum hast du einen "Fluchtreflex" und willst die Situation irgendwie beenden. Aber später wird dich vielleicht mal interessieren, was aus deinem Kind wird. Dann wirst du froh sein, wenn du es wiederfinden kannst.

Du kannst doch froh sein, wenn sich Deine Mutter diesem von Dir nicht gewollten Kind annimmst. Ich empfinde Dich als sehr egozentrisch. Wenn die Vermittlungsstelle das Kind Deiner Mutter zuspricht, also einer Adoption zustimmt, kannst Du dagegen gar nichts machen, denn Du hast es zur Adoption freigegeben und hast somit kein Mitspracherecht mehr. Gruss Lilo

Liebe junge und unglückliche Mutter,

zuerst und vor allem möchte ich FÜR dein Kind sprechen und dir sagen:

Dein Kind trifft keine Schuld an seinem DASEIN  und an seinem Anderssein.

Dein Kind ist ein winzig kleines und komplett hilfloses Wesen, das total von dir abhängig ist und selbst noch nicht das Geringste zu seinem eigenen Wohle beitragen kann. Ein kleines Menschlein, das mit allem was es ist ... nichts weiter will und braucht ... als Liebe und all die Wärme und Geborgenheit die daraus entsteht!

Dein Kind ist ein Teil von dir... und du solltest ihm, wenn du es schon nicht lieben kannst, mit all dem Respekt und Verantwortungsgefühl, das du einem komplett hilf- und schutzlosen Wesen entgegenzubringen überhaupt fähig bist  ... zukommen lassen.

Ich kann deine Abwehrreaktion und dein Aufbegehren gegen deine Mutterschaft und die Tatsache, dass dein Kind nicht der "Norm"entspricht... verstehen ... und ... ich maße mir nicht das geringste Recht an, dich zu verurteilen.

Vermutlich wolltest du dieses Kind - das in dir herangereift ist ohnehin nie "behalten"  und die Tatsache, dass dein Kind mit dem Down Syndrom belastet ist, hat bereits „sichere“ Adoptiveltern "abspringen" lassen.

Und ich  vermute weiter, dass du zur Zeit (wahrscheinlich auch hormonell bedingt) überhaupt nicht in der Lage bist, einen für dich und dein Kind durchführbaren und guten Entschluss zu fassen, den du später nicht zu tiefst bereuen würdest.

Es jedoch eine unbestrittene Tatsache, dass jede Mutter und Frau, die aus schwerwiegenden Gründen schon kurz nach der Geburt ihres Kindes sich von diesem - auf immer und „ewig“ - trennen musste, zeit ihres Lebens darunter sehr leidet.

Auch wenn du dir das jetzt nicht vorstellen kannst ... und wenn du im Moment nichts anderes wünscht, als dieses Kind - das du als Bürde ansiehst – so rasch und komplett als nur möglich los zu werden  ... wenn du jetzt eine derartige Entscheidung triffst, wird dir das dein ganzes weiteres Leben "anhängen"... es wird dich in deinen Träumen verfolgen und deine scheinbar"unbewussten" Reaktionen negativ beeinflussen. Und du wirst dadurch unglücklich werden.

Dein Kind würde zwar aus deinen Augen verschwinden aber niemals aus deinem Herzen, aus deiner Seele. Ob du bewusst daran denken würdest oder überhaupt nicht ... dein Kind wird ewig in deinen Gedanken und in deiner Seele sein  und dein Entschluss, dieses Kind"komplett aus deinem Leben zu verbannen und abzuschieben" wird dir noch sehr viel (scheinbar) unergründliche Trauer bis hin zu echten Depressionen bereiten.

Sich von ihrem Kind nach der Geburt trennen zu müssen, ist für jede Frau ein Trauma (eine psychische Verletzung), welche niemals heilt und sie ständig begleiten wird.

Darum würde ich dir dringend raten:

Gib - zumindest vorläufig - dein Kind in die Obhut deiner Mutter ... und lasse sie machen was sie für gut und richtig findet.

Wenn einige Zeit vergangen ist, dann kannst du immer noch entscheiden, wie es weitergehen soll ... zur Adoption freigeben oder in ein Heim abschieben kannst du dein Kind immer ... in jedem Alter ... aber ...diesen Entschluss zurücknehmen kannst du nie wieder, wenn er erst mal rechtskräftig ist.

Gib bitte, DIR ... deinen unschuldigen Kind und deiner Mutter eine Chance ... lege dein Baby deiner Mutter an ihr Herz und in ihre Arme. Alles Weitere wird sich finden.

Ich wünsche dir all die Kraft und Güte die du benötigst um für dein Kind (auch ohne dass du es großziehst) das Beste zu machen.

Fühle dich von mir umarmt und getröstet und bestärkt in deinem Entschluss dich in deinem Namen und im Namen deines Kindes richtig zu verhalten.

e

...sehr warmherzige Antwort DH (leider nur einmal möglich)

Deinen jetzigen Zustand kann ich voll und ganz verstehen. Erst mal so jung ein Baby zu bekommen, welches auch noch behindert ist. Damit bist du im Moment völlig überfordert.

Ich erzähl dir mal ein wenig von mir. Vor vielen Jahren habe ich einen geistig behinderten Jungen in Pflege genommen. Er war in einem unbeschreiblichen Zustand - auch körperlich. Das ist jetzt mehr als 15 Jahre her und er ist zu meinem Kind geworden - mit allen Konsequenzen. Wenn ich als Fremde gelernt habe, ein fremdes, behindertes Kind wie ein eigenes zu lieben, was glaubst du, wie es dir erst geht, wenn du dir Zeit lässt?

Deine Mutter ist bestimmt noch jung genug, ein Kind aufzuziehen, und erfahren genug zu wissen, aus was sie sich einlässt. Damit hast du eine goldene Brücke gebaut bekommen.

Du bist nicht verantwortlich, du mußt dich nicht kümmern und hast deinem Baby trotzdem die eigene Familie erhalten. Gib dir selber die Zeit, die du eben brauchst, um dich mit dem Gedanken anzufreunden, daß dein Baby zu dir UND deiner Mutter gehört.

Durch meinen behinderten Jungen habe ich viel Kontakt auch mit Down-Kids. Sie sind alle von besonderer Liebenswürdigkeit, Herzlichkeit und Fröhlichkeit.

Wenn du der Adoption zustimmst, hast du alles getan, was nötig ist, um deinem Kind ein Zuhause zu geben, das es braucht - voller Fürsorge, Liebe, Wärme und Geborgenheit. Dein Gewissen wird es dir für den Rest deines ganzen Lebens danken.

Alles Gute für euch.

Nein das darf sie nicht. Allerdings finde ich dich sehr egoistisch. Da gibt es deine Mutter die dem Kind Liebe geben möchte und du denkst nur daran wie du es aus deinen Augen bekommen kannst. Gib das Kind deiner Mutter und ziehe in eine andere Stadt, dann ist allen am besten geholfen.

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