Meine Mutter will meine Oma ins Heim stecken. Kann ich das verhindern, wenn ich die Vorsorgevollmacht habe?

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Wenn deine Oma nicht irgendwie entmündigt wurde, kann deine Mutter gegen ihren Willen da gar nichts machen. Sie muss ihren Willen dann aber auch kundtun.

Und was muss deine Mutter denn vieles Machen? Wenn doch schon eine Putzfrau kommt. Falls sie eine Pflegestufe bekommt, kann ja dann auch ab und an einPflegedienst kommen, wenn es um die Körperpflege geht. Und Essen auf Rädern ist natürlich auch eine gute Sache. Man sollte halt auch schauen, ob die Wohnung eingermaßen Altersgerecht ist. Einerseits im Bad aber auch zB Treppenlift? Keine Teppichbrücken, wegen Stolpergefahr. Wer macht die Wäsche usw. Dann gibt es auch die Möglichkeit für ältere Leute so einen Notfallknopf zum umhängen, falls sie mal in eine hilflose Situation geraten.

Und wie gesagt, wenn deine Oma nicht will, kann deine Mutter das nicht einfach so bestimmen, dass sie ins Heim kommt. Es wäre natürliche nett, wenn du sie dabei auch unterstützt. Aber dann muss sie sich auch auf dich verlassen können. Das ist eine große Verantwortung für dich.

Eine Vorsorgevollmacht ist natürlich immer sinnvoll, aber nur wirksam, wenn deine Oma nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten ist. ZB durch Demenz oder Koma etc.So lange deine Oma noch geistig dabei ist, muss sie ihre Entscheidungen selber treffen.

Meine Oma schafft es nicht mehr, alleine vor die Tür zu gehen. Sie hat durch Diabetes einen "diabetischen Fuß" und kann nicht laufen. Sie braucht Hilfe bei Arztbesuchen, beim Einkaufen, zur Kirche und alles, wozu man aus dem Haus gehen muss. 

@supersuni96

Dann ist eine Pflegestufe zu beantragen sicher der richtige Weg. Der Tipp sich mit einer Pflegeberatung zusammen zu setzen ist vielleicht auch ziemlich sinnvoll.

Mietzie, es gibt keine Entmündigungen mehr.

Das nennt sich jetzt amtl. bestellte Betreuung.

Ansonsten stimme ich dir zu.

Was sich alles ab 1.1.17 ändert ist hier nachMietzie, es gibt keine Entmündigungen mehr.

Das nennt sich jetzt amtl. bestellte Betreuung. Die kann auch ein Angehöriger bekommen.

Ansonsten stimme ich dir zu.

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Die Versorgung des diabetischen Fußes kann ein ambul. Pflegedienst
übernehmen. Da zu ist eine Verordnung vom Hausarzt erforderlich.

Und diese Behandlungspflege ist unabhängig einer Pflegestufe erbringbar.

Der Pflegedienst rechnet dann die Wundversorgung direkt mit der KRankenkasse ab.

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Hat sie noch keine Pflegestufe, so ist diese bei ihrer zuständigen Pflegekasse zu beantragen.

Bitte nicht angeben wir beantragen Pflegestufe 1, sondern nur eine Einstufung in eine Pflegestufe beantragen.

Ab 1.1.2017 werden die Pflegestufen in Pflegegrade umgestellt.

Wer noch in 2016 eien Pflegestufe erhält, oder wer schon eine Pflegestufe hatte, der hat Bestndasschutz und darf durch die Umstellung auf Pflegegrade nicht schlechter gestellt werden.

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Wollt ihr einen ambulanten Pflegedienst mit ins Boot holen, so ist Kombileistung zu beantragen.

bekommt sie eine Pflegestufe, dann sucht ihr euch einen ambul. Pflegedienst eueres Vertrauens aus und kauft  euch beim Pflegedienst entsprechnede Leistungen nach Leistungskomplexen ein. Und  der Pflegedienst erbringt dann die eingekauften Leistungen und rechnet direkt mit der Pflegekasse ab.

Ihr könnt auch Betreuungsleistungen und Hauswirtschaftliche Hilfen über die Kombileistung beim Pflegedienst einkaufen. Zusätzlich stehen noch Gelder ( ohne Demenz 104, mit Demenz 208€) aus den Zusätzlichen Betreuungs und Entlastungsleistungen nach § 45 SGB XI bereit.

Bei einer Einstufung gibt es auch noch die Möglichkeit von Tages und Nachtpflege, so wie die Verhinderungs und Kurzzeitpflege.

Näher möchte ich jetzt nicht darauf eingehen, da sich ab 1.1.2017 durch das PNG II etliche Veränderungen ergeben.

Ohne Einwilligung der Oma, kann und darf sie nicht zwangsweise in ein Pflegeheim gebracht werden.

Umfangreiche Beratungen zum Thema bekommt ihr beim Pflegestützpunkt, dem
örtl.Seniorenbüro, jedem ambul. Pflegedienst, dem VdK und anderen
sozialen Beratungsstellen und Einrichtungen.

Was sich alles ab dem 1.1.17 ändert ist hier nach zulesen:

http://www.jedermann-gruppe.de/pflegegrade-1-2-3-4-5-2017/

Solange Deine Oma nur etwas tüddelig ist, kann Deine Mutter nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden. 

Lasst euch mal bei einer Pflegeberatungsstelle beraten, dann kann man gucken wie man die Pflege zu Hause sicherstellen kann. Selbst wenn Deine Oma keine Pflegestufe und eine gute Rente hat, sollte das kein Problem sein. 

Sie kann ja auch z.B. einen Pflegedienst in Anspruch nehmen und das selber zahlen, das MUSS ja nicht zwangsläufig über die Pflegekasse laufen.  

eine Vorsorgevollmacht würde nur Sinn machen, wenn du bereits ü18 bist.

hat aber darauf keinen Einfluss, wenn Oma noch alleine zurecht kommt und sonst noch fit ist, wozu die Eile?

Mami kann die Pflegestufe bei der Aok beantragen, wird aber vom Medizinischen Dienst überprüft und erst DANN kann eine Pflegestufe laufen - aber: eine Pflege setzt noch immer keine Unterbringung im Heim nach sich

das wäre mit einem gerichtlichen Betreuer mit diesen Befugnissen durchsetzbar. 

Ich bin 20, und es wurde meiner Mutter geraten, noch in diesem Jahr Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beantragen, weil die Pflegestufen in der bisherigen Form abgeschafft werden und es sich ab 2017 dann schwieriger gestalten würde, Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beantragen. Und abgesehen davon will sie die Oma AUCH ins Heim abschieben. Weil Oma eben viele Dinge nicht mehr allein kann (Arztbesuche, einkaufen etc.) und meiner Mutter die Hilfe lästig ist.

@supersuni96

es wird nicht schwieriger, nur die Einteilung ist eine Andere

ob das dieses Jahr noch zustande kommen kann? eher mit Nein zu beantworten, einfach zu spät. 

Die Pflegestufen werden nicht abgeschafft, diese werden reformiert und es heisst dann Pflegegrade.

Hier der Text aus den Mitteilungen, der meine Mutter veranlasst, noch in diesem Jahr einen Antrag zu stellen:

Jedoch kann es für Menschen mit rein körperlichen Beeinträchtigungen schwieriger werden, einen hohen Pflegegrad zu erreichen. Für diese Personen empfiehlt es sich, im Jahre 2016 noch einen Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung zu stellen. Auf diese Weise werden sie noch nach dem bisherigen System begutachtet. Sofern sie in diesem Jahr eine Pflegestufe erhalten, profitieren sie von den Überleitungsregelungen.

@supersuni96

Ach so, na dann gutes Gelingen. Meine Oma war übrigens auch im Altenheim "gelandet" nachdem Tochter sich nicht um sie kümmern wollte und ist auch glaub ich innerhalb eines Monats gestorben. Sie hatte sich irgendwie aufgegeben.

@Keana

Oje, das hört sich ja schrecklich an. Ich möchte nicht, dass meine Oma so endet.

@supersuni96

Seht da zu meinen Beitrag hier der entsprechende Auszug davon:

Wer noch in 2016 eine Pflegestufe erhält, oder wer schon eine
Pflegestufe hatte, der hat Bestandsschutz und darf durch die Umstellung auf Pflegegrade nicht schlechter gestellt werden.

@Griesuh

Eben supersuni, manchmal wollen sie auch überhaupt nicht ins Heim... und lösen das Problem dann so :-(.

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