Wie wird das Erbe besteuert, wenn der Erbe im Ausland wohnt?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
  • Ein Erbe aus Deutschland (Erblasser lebte in "D") wird immer in "D" besteuert, egal wo der Erbe lebt.

  • Da wo mit dem Wohnsitzland des Erben ein Dopelbesteuerungsabkommen besteht wird dann die in "D" bezahlte Erbschaftsteuer, auf die dort fällig angerechnet.

  • umgekehrt in "D". lebt der Erbe hier und der Erblasser in einem anderen Land muss der hier lebende Erbe auch Steuer nach deutschem Recht zahlen, bekommt aber die ausländische Steuer angerechnet.

47

Genau. Es genügt, dass einer von beiden - Erbe oder Erblasser - in DE einen Wohnsitz hat(te).
.
Ohne Doppelbesteuerungsabkommen schützt zumindest der § 21 ErbStG vor einer Übermaßbesteuerung. Länder, die keine Erbschaftsteuer kennen, erheben für gewöhnlich Einkommensteuer auf das Erbe (z.B. Kanada: capital gain tax). Die gilt dann in DE als gleichgestellte Steuer.
.
Es soll sichergestellt werden, dass man wirtschaftlich insgesamt nur mit der höheren Steuer belastet wird. Manchmal klappt das sogar.

0

Mitarbeiterentsendung ins Ausland und Dienstwagen - hier 1%-Regelung

ich bin von meiner Firma ins Ausland entsendet worden - nach Italien - für ein Projekt über eine Niederlassung unserer Firma in dem Land. Dort bin ich für mind. 2 Jahre eingesetzt. Ich lebe nun dort und zahle auch hier meine Steuern.

Ich habe einen Dienstwagen gestellt bekommen. Ich muss regelmässig (ca. einmal im Monat) nach DE für Abstimmungsmeetings. Die Reise dorthin kann mit dem Pkw erfolgen.

Nun hat mir ein Bekannter berichtet, dass man hier vorsichtig sein muss, denn wenn man regelmässig (und sei es nur ein Meeting im Monat) in DE mit dem Dienstwagen ist, dass man dann in DE der 1%-Regelung unterliegt, obwohl man nicht in DE lebt.

Kann das sein?

...zur Frage

Auslands- und Reisekrankenversicherung - werden Kosten von beiden erstattet?

Mein Freund hat eine Reiseversicherung die ihn sechs Wochen lang im Ausland absichert. Da er aber länger im Ausland bleibt hat er noch zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen (die ebenfalls ab dem erste Tag der Reise gilt). Wenn er jetzt innerhalb der ersten sechs Wochen krank werden würde und er dann Kosten auslegen müsste, wo kann er diese dann wieder erstattet bekommen? Wendet man sich zunächst an die Reisekrankenversicherung oder die Auslandskrankenversicherung? Oder spielt das keine Rolle (was würde ihn dann daran hindern, die Kosten von beiden Versicherungen wieder zu bekommen?)?

...zur Frage

Bestattungskosten von der Steuer absetzen

Guten Abend, ich habe eine Frage bzgl. Anrechnung von Bestatttungskosten:

Leider ist meine Mutter letztes Jahr verstorben und meine Schwester und ich sind die einzigen Erben. Wir haben uns die Bestattungskosten (incl. allen anfallenden Kosten wie z.B. Leichenschmaus, Musik, Maler zum Renovieren der Wohnung meiner Mutter, etc.) von ziemlich genau € 10.000,-- geteilt. Dies haben wir vom Erbe bezahlt. Danach sind noch ca. € 9.000,-- übrig geblieben, was wir uns ebenfalls geteilt haben.

Können wir in unserem Fall die Bestattungskosten bei der Steuererklärung ansetzen und wenn ja, in welcher Höhe? Kann jeder die kompletten Kosten angeben oder müssen diese auch durch 2 geteilt werden?

Vielen Dank für Ihre Hilfe, A. Jehle

...zur Frage

Ein-Mann-GmbH, wenn Gesellschafter / Geschäftsführer im Ausland lebt und der Wohnsitz in Deutschland aufgegeben wird?

Kann meine GmbH, in der es nur mich und sonst kein Personal gibt, ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen, wenn ich aus Spanien die Geschäftsführung und alles Nötige erledige?

Oder muss es hier in Deutschland Personal geben? Es wäre nur ein Büro vorhanden (, das den steuerrechtlichen Vorschriften entspricht) und dass ich ein paar Tage im Jahr nutzen würde. Mein alleiniger Wohnsitz wäre ebenfalls in Spanien.

Würde die GmbH nur in Deutschland besteuert oder auch in Spanien aufgrund der Geschäftsleitung (mir)? AStG? In welcher Form würde ich mir am besten Geld auszahlen lassen? Gehalt? Dividenden?

...zur Frage

Schenkung von Immobilie im Ausland. Besteuerung in Deutschland?

meine Frau und ich haben nur Wohnsitz in Deutschland, arbeiten beide hier und sind unbeschränkt steuerpflichtig.

Meine Frau wird nun von ihrem Vater eine Immobilie geschenkt bekommen. Wie ist das mit der Schenkungssteuer aus Sicht des deutschen bzw. ausländ. (nicht EU) Steuersystems?

  • kann es sein, dass diese Schenkung in ihrer Heimat besteuert werden, obwohl sie dort keinen Wohnsitz mehr hat (hier nur die Frage ob es möglich sein kann)?
  • gelten auch für sie hier die dt. Freibeträge bei Schenkungen (zwischen Vater und Tochter)?
...zur Frage

Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?