Wie verhandelt man wenn der Beleihungswert fast 90.000 Euro hoeher ist als der gefragte Kaufpreis?

4 Antworten

Vielen Dank fuer die Antworten. Es gibt nicht wirklich einen Grund. Wir konnten keinen Grund herausfinden, warum der Preis unter dem Beleihungswert liegt. Das Haus wird aus familaeren Gruenden verkauft (zu gross alleine). Wir wissen nicht von Schulden oder Zeitdruck. Wir waren die ersten, die sich das Haus angesehen haben.

Es kann auch sein - und hier müssen wir nur orakeln - dass die Bank einfach sicher sein will. Banken machen sich u.a. strafbar, wenn sie einen höheren % Satz finanzieren als das Haus wert ist. (Je nach Rechtsprechung, 80% mehr als der Objektwert) Da macht es aus dieser Sicht schon Sinn, wenn die Bank einen Gutachter schickt, der einen tollen und hohen Wert des Hauses attestiert....Aber das ist nur orakelt....

Wenn du in den großen Immobilienportalen schaust, sind die Preise dort in der Gegend wirklich vergleichbar mit denen, die der Gutachter angesetzt hat? Oder war er zu optimistisch?

Zu Deiner Frage: ich würde die Verkäufer nicht mit der Nase darauf stoßen, das könnte sie nur auf dumme Ideen bringen .. Ansonsten hast Du ja bestimmt beim Bauamt und bei der Stadtplanung nachgefragt, ob es in der Gegend Änderungen gibt in der Planung? Bau einer Schnellstraße, Bebauungsplanänderungen, .. neue Immobilienprojekte wie Fabrik in der Nähe oder ähnliches .. ganze Felder mit geräuschintensiven Windkrafträdern.. Da gibt es eine Menge, die sich genau neben dem Haus verändern kann und die Leute aus dem Ort sind vielleicht solidarisch mit dem alten Eigentümer und erzählen Dir nichts davon.

Andere Hypothese: vielleicht sind 600.000 Euro einfach auch schon ein ganz toller Gewinn im Verhältnis zu dem Preis, den die Eigentümer mal gezahlt haben.

Wie groß ist denn die Villa?

Also Bank schätzt den Beleihungswert auf 700.000,-, Kaufpreisforderung ist 610.000,-.

Erste Gedanken:

Wo ist der Haken, der versteckte Mangel?

Sie die Leute in Not/unter Druck?

Kennt Ihr den Ort gut, die Gegend? kann es Wert beeinflussende Faktoren geben, die nicht jeder kennt?

Erstmal also abprüfen, warum das Haus billiger angeboten werden könnte.

Dann einfach mal ein Angebot machen. 550.000,- und die Reaktion abwarten.

Die Frage nach den Wertbeeinflussenden Faktoren stelle ich, weil in meiner Heimatgegend mal ein sehr komfortables Haus auch weit unter Wert verkauft wurde. Der Käufer ein hoher Bundeswehroffizier war erst ganz happy gewesen (wie er mir später sagte) udn dann erschreckt, weil jedes Mal wenn er die Adresse nannte gesagt bekam: ach sie sind der der den P u ff gekauft hat.

Das Haus war vorher entsprechend genutzt worden udn keiner aus der Gegend hätte das Haus gekauft.

Aber es kann auch einfach sein, dass die Verkäufer in wirtschaftlicher Not sind.

Vielen Dank. Wir konnten nichts herausfinden. Wir haben uns in der Naehe umgehoert. Die Infrastruktur vom Ort wurde gerade erheblich verbessert. Wir glauben auch nicht, dass es sich um Geldnot handelt. Die Besitzer ziehen aus weil das Haus zu gross geworden ist.

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@Hedokola

um So besser für Euch. Aus der Situation würde ich auch nicht groß versuchen zu handeln. eventuell auf 600.000,- glatt runden und fertig.

Wenn ihr es Euch leisten könnt, gratuliere und eine schönes Zeit in dem Haus.

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Haus zusammen mit Bruder geerbt, der Hartz IV bezieht. Wie sieht es mit Renovierungskosten aus, die ich aus eigenen Mitteln vorher ins Haus gesteckt habe?

Hallo! Wir haben folgenden Sachverhalt: Mein Bruder und ich werden irgendwann das Haus meiner Mutter zu gleichen Teilen erben. Mein Bruder möchte aber auf seinen Anteil verzichten, da er kein Interesse hat. Das Problem ist, dass der ab Juni Hartz IV beziehen wird und somit sein Erbverzicht nicht anerkannt werden wird. Nun ist es so, dass unsere Mutter im Pflegeheim ist und ich das Haus aus meinen eigenen Mitteln renoviere, um es vermieten zu können. Aus den Mieteinnahmen soll das Pflegeheim mitfinanziert werden. Wie wird es im Erbfall aussehen? Ist die Hälfte meiner Investition dann futsch? Oder kann ich die Investitionssumme vom Wert der Immobilie abziehen? Ansonsten hätte ich ja durch meine Investition und die dadurch erlangte Wersteigerung indirekt an Vater Staat gezahlt bzw. den Unterhalt meines Bruders übernommen. Da meine Mutter noch lebt (und hoffentlich noch lange leben wird) stellt sich mir die Frage, ob es jetzt vielleicht noch eine Möglichkeit gibt, einen solchen Fall zu umgehen. Noch zur Info: meine Mutter leidet unter Demenz und wird aus eigenen Stücken auch kein entsprechendes Testament mehr verfassen können. Dann würde mich noch interssieren, ob es Vorschriften zu einem Wertgutachten des Hauses gibt. Ich denke mal, dass ein von mir bestellter Gutachter einen anderen (für unsere Situation günstigeren) Preis ermittelt, als ein Gutachter, der vom Amt bestellt wird. Vielen Dank!

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