Wie geht man bei unverschuldeten Schäden an der Badewanne in der Mietwohnung vor?

6 Antworten

Wenn bei der Versicherung nichts zu holen ist (s. Primus), besteht noch die Möglichkeit den Hersteller der Echtglas-Wannenfaltwand bzw. den Handwerker, der die eingebaut hat, ins Boot zu holen. Eine solche Glaswand sollte weder durch heißes/kaltes Wasser noch durch mittelschwere Stöße zum Zerspringen zu bringen sein. Schon gar nicht sollten dabei größere Scherben entstehen.

Du solltest mal einen Blick in die Vertragsbedingungen Deiner Haftpflichtversicherung werfen, denn normalerweise sind Schäden an  gemieteten Dingen nicht versichert.

Allerdings gibt es Verträge, in denen so etwas eingeschlossen ist. 

Vielleicht gehörst Du ja zu den glücklichen Versicherungsnehmern, die einen solchen Vertrag abgeschlossen haben. Wenn nicht, musst Du leider für die anfallenden  Kosten aufkommen.

Einige Punkte Deiner Darstellung rufen mein Stirnrunzeln hervor.

Die Echtglas-Wannenfaltwand ...  während mein Mann duschte ohne Fremdeinwirkung zerborsten. Durch die große Menge Glassplitter, die in die Badewanne gefallen ist, weist die Badewanne nun einige Macken auf ...

Kein Sicherheitsglas? Weder Zweischeiben- noch Krümelglas? Darf Einscheibenglas überhaupt im Badbereich verbaut werden? Welche Verletzungen mag erst Dein Mann erlitten haben, wenn schon die Wanne beschädigt wurde?

Müssen wir die Schäden beheben lassen?

Nein, das könnt Ihr auch selber tun. Wenn es sich um eine übliche Wannenemaillenfarbe handelt, dann gibt es dafür passende Reparaturpaste, die man lt. Gebrauchsanleitung einfach selber aufbringen kann.

Ob nun die zusätzliche Wannenbeschädigung gegenüber den Vorschäden gravierend ist, kann man nur anhand des Übergabeprotokolls von Eurem Einzug sagen. Wurde damals die Wanne im Protokoll nicht erwähnt (also mängelfrei), dann sind auch die Vorschäden Euch zuzurechnen.

Hinzukommt, dass die Badewanne, auch schon vor dem Unfall, bei Benutzung, aber auch "spontan" knarrzt. Daher gehe ich davon aus, dass evtl. weitere Schäden vorliegen oder die Badewanne einfach unsachgemäß montiert wurde.

Diesbezüglich würde ich Dir empfehlen, in Deinen Mietvertrag zu schauen, was dort über die Mitteilungspflicht bei Feststellen eines Schadens an der Mietsache steht und was bei Versäumnis der Mitteilungspflicht vorgesehen ist. Ich kann nicht absehen, ob dieses Geräusch auf einen Montagefehler oder eine Materialermüdung zurückzuführen ist und dadurch für Euch eine Unfallgefahr entstehen könnte.

Unsere Befürchtung ist natürlich, dass wir die Badewanne komplett ersetzen müssen und evtl. keine Versicherung zuständig ist.

Zunächst ist der Mieter zuständig für Schäden, die er anrichtet. Ob er für diese Fälle einen Haftpflichtversicherungsschutz mit der Erweiterung Mieterhaftpflicht hat, kann ich nicht sagen. Was allerdings Eure Übernahme der Schadensbeseitigungskosten (spätestens beim Auszug) angeht, hängt von weiteren Aspekten wie dem Badewannenalter ab. Siehe hierzu Tröstliches unter:

http://www.pro-wohnen.de/Mietrecht/Badewanne.htm

So, nun kannst Du weiter überlegen, wie Ihr vorgehen wollt bzw. müßt.

Schimmel - Vermieter verlangt Beseitigung - Jobcenter

Hallo,

ich habe ein handfestes Problem und das eigentlich schon länger, aber jetzt setzt mich der Vermieter unter Druck.

Vorab, ich bin noch eine Freiberuflerin, die eine Aufstockung vom Jobcenter, sprich Hartz IV bekommt.

Im Bad habe ich eine Lüftung statt eines Fensters. Die Lüftung war eine Weile von Staub zugesetzt und funktionierte deshalb nicht. Der Rolladen in der Küche war eine Weile kaputt und ging nicht mehr hoch. Eine Wohnung mit Lüftung hatte ich vorher nicht, deshalb wusste ich nicht - es mag blöd klingen - dass sich darin ein Filter befindet, der ausgewechselt werden muss, wenn er voll ist. (Vielleicht steht das im Mietvertrag.) Ich hatte über lange Zeit Depressionen, deshalb fiel es mit schwer, bestimmte Dinge zu regeln. So rief ich auch nicht gleich beim Vermieter an und meldete die Mängel.

Es bildete sich in der Küche und im Bad Schimmel. Vor acht Monaten meldete ich das. Ein Techniker kam vorbei und machte Fotos der von Schimmel befallenen Wand- und Deckenstellen. Mit seinem Messgerät konnte er keine Feuchtigkeit in der Wand feststellen. Ich gab an, normal gelüftet und geheizt zu haben. In der kleinen Küche habe ich, da sie direkt neben dem Wohnzimmer liegt und ich mich dort nicht aufhielt, aber so gut wie nie die Heizung angestellt.

Der Techniker sagte die Schimmelbeseitigung zu, ohne dass für mich Kosten entstünden. IM Folgemonat kam der Maler der beauftragten Firma, um die Arbeiten zu planen. Die Deckenplatte im Bad müsse ab, der Heizkörper in der Küche vorab abgenommen werden. Einen Termin mit den Malern hatte ich bereits, ein Termin mit dem Heizungsinstallateur wurde nicht gemacht. Auf meine Nachfrage hin, hieß es, sie müsste eine neue Firma per Ausschriebung suchen, die alles zum Pauschalpreis macht.

Ich wartete seitdem 8 Monate unter Gesundheitsrisiko. Der Techniker war im September nochmal da, nur, um zu telefonieren und festzustellen, dass die Sache "noch läuft".

Nun setzte ich dem Vermieter eine Frist - ansonsten 15% Mietminderung. Nun dreht er den Spieß um und setzt mir eine 10-Tages-Frist.

Ich habe 8 Monate meine Gesundheit riskiert, Schimmelbeseitigung und Kostenübernahme wurden mir mündlich zugesagt. Ich habe auch kein Finanzpolster um eine Firma zu beauftrage!!!! Selbst kann ich die Arbeiten auch nicht machen, bin eine handwerklich nicht versierte Frau.

Der Jobcenter wird das kaum zahlen, oder??? Die Schimmelbeseitigung würde über 1.500 Euro kosten. Umziehen möchte ich erst, wenn ich eine gescheite Wohung gefunden habe und diese selbst finanzieren kann.

Gibt es rechtliche Möglichkeiten????? Was kann ich tun, wenn der Vermieter in 2 Wochen bei mir auf der Matte steht und mich anklagt und mit Drohungen unter Druck setzt?

Wäre toll, wenn mir jemand, der sich beruflich mit der Materie auskennt, hilfreiche Antworten geben könnte!!!

Danke vorab!

MfG, lavande11

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