Frage von Krowit, 130

Werkstudent Sozialabgaben?

Hi, ich bin seit kurzem Werkstudent und mir immer noch unsicher wieviel ich jetzt verdienen darf. Vielleicht kann mir jemand sagen ob ich alles richtig verstanden habe, da das doch ein etwas verwirrendes Thema ist.

Als Werkstudent darf ich nur 20h die Woche arbeiten, es sei denn es sind Semesterferien. In diesen darf ich maximal 26 Wochen diese Grenze überschreiten. Ist dies bis hier erfüllt, bin ich "ordentlicher Student" und es gilt folgendes:

  1. Die Arbeitslosenversicherung fällt für mich unabhängig davon wie viel ich verdiene weg.
  2. In die Rentenversicherung wird vom Lohn automatisch ein Prozentsatz eingezahlt. ( Liegt das Einkommen unter 450€ wandert 9,35% davon hinein. Liegt das Einkommen über 450€ aber unter 850€ wandert ein Betrag zwischen 4% und 9,35% davon hinein. Liegt das Einkommen über 850€ wandert 9,35% davon hinein.
  3. In der Kranken-/Pflegeversicherung darf ich Familienversichert bleiben, solange mein Einkommen 425€/Monat zuzüglich 1000€ Webungskosten nicht übersteigt. Dieser betrag wird Jährlich behandelt, dh. ich darf zusammengerechnet 6100€ im Jahr verdienen.(also auch z.B. 6100€ im Januar und 0€ im restlichem Jahr)

Da ich mit 6100€ im Jahr im Freibetrag für die Lohnsteuer bleibe, entfällt diese.

Sagen wir ich verdiene Monatlich 200€, außer in 2 Monaten der Semesterferien, in denen ich 2000€ verdiene. 200€ * 10 + 2000€ * 2 = 6000€ Ich verdiene also wenig genug, um weiterhin in der Familienkrankenversicherung zu bleiben und zahle NUR o.g. Beiträge zur Rentenversicherung. Ich habe Jährlich also von 6000€ Brutto (0,9065 * 6000€) 5439€ Netto übrig.

Antwort
von wfwbinder, 57

Falsch gerechnet.

die Monate mit den 200,- euro, da bist du im Bereich des Minijobs und damit zahlt Dein Arbeitgeber pauschal alle Abgaben.

Da gilt Deine Rechnung somit nu für die 4.000,- aus den Semesterferien.

Was hältst Du von feolgender Rechnet (soweit Dine Zeit dafür reicht:

Du nimmst die Studenten-KV, die dich ca. 90,- Euro im Monat kostet. Also 1.100,- im Jahr.

In den Semesterferien arbeitest Du insgesamt 4 Monate zu je 1.500,- brutto und hast 5.400,- dabei raus. im Semester 12 Stunden pro Woche a 10,- Euro, also 480,- im Monat, sagen wir für 6 Monate 2.880,-, netto ca. 2.600,-.

Steuer habe ich rausgelassen,denn falsl was abgezogen wird, bekommst Du es über die Einkommensteuererklärung zurück.

Bleiben Dir also trotz KV-Beitrag 6.900,- netto.

Antwort
von barmer, 45

Hallo, zur Kranken/Pflegeversicherung bin ich anderer Meinung, Deine Rechnung ist unrealistisch.

Beim Minijob gilt die Verdienstgrenze von 450 EUR, die 425 EUR gelten für Kapitaleinkünfte und Selbstständigkeit und spielen hier keine Rolle. In Monaten, in denen die 450 EUR überschritten werden, entfällt die Familienversicherung, also in Deinem Extrem-Beispiel nur im Januar. Bei abhängiger Beschäftigung gibt es keine Jahresbetrachtung.

Und selbst wenn mal in einem Monat zuviel verdient wird, wird dies in aller Regel die 90 EUR KV-Beitrag mehr als aufwiegen.

Viel Glück

Barmer

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