Wenn der Steuerberater Mist baut: Wer haftet eigentlich?

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4 Antworten

Für einen echten Fehler den der Steuerberater macht, haftet er und dagegen ist er auch versichert. Aber natürlich nur für Fehler, die er zu verantworten hat. Sitzt z. B. ein Ehepaar vor ihm und er fragt nach Kindern, die ihm dann genannt werden, muss er nciht extra fragen, ob einer der beiden noch uneheliche Kinder hat.

Das heißt er kann nur Fragen stellen nach Einnahmen, nach Kosten usw.

Und er muss auch nicht die aufgaben eines Bankberaters übernehmen. Das heißt er wird, seriosität und eine gewisse Klasse vorausesetzt, hinweise geben, wo sich das Verhalten in steuerlicher Scht optimieren läßt (also ggf. sagen, dass man hohe Guthaben schon mal zum Teil auf Kinder übertragen kann um zu sparen usw). Aber man darf auch keine Wunder erwarten und auch keine halbseidenen, bis kriminellen Tipps.

Die typischen Haftungsflle sind eventuelles nichtansetzen von Ausgaben obwohl Belege vorhanden waren, früher auch die Ansetzung einer falschen Afa methode, oder z. B. die Kosten vor Bezug bei früheren sogen. 7b Fällen.

Wenn er richtige Fehler macht, dann haftet er auch.

Nicht jeder Verlust von Steuervorteilen ist aber allein sein Fehler, denn - wie WalterBinder schon schrieb - Du musst ihm auch die richtigen Informationen liefern und die richtigen Fragen stellen.

Falls Du etwa über eine zusätzlich Rente nachdenkst, dann wird er Dich über die steuerlichen Konsequenzen nur dann richtig und vollständig beraten, wenn Du ihm dafür ausdrücklich einen Auftrag erteilst - das geht kaum mal "nebenbei" bei der Steuererklärung.

Wenn derFehler einwandfrei ermittelt wird, dann der Steuerberater. Der hat dafür auch eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung.

Hmm okay, dann bin ich ja beruhigt, dass im Ernstfall der Berater mir Entschädigung zahlen muss :)

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