Wenn der Steuerberater Mist baut: Wer haftet eigentlich?

3 Antworten

Für einen echten Fehler den der Steuerberater macht, haftet er und dagegen ist er auch versichert. Aber natürlich nur für Fehler, die er zu verantworten hat. Sitzt z. B. ein Ehepaar vor ihm und er fragt nach Kindern, die ihm dann genannt werden, muss er nciht extra fragen, ob einer der beiden noch uneheliche Kinder hat.

Das heißt er kann nur Fragen stellen nach Einnahmen, nach Kosten usw.

Und er muss auch nicht die aufgaben eines Bankberaters übernehmen. Das heißt er wird, seriosität und eine gewisse Klasse vorausesetzt, hinweise geben, wo sich das Verhalten in steuerlicher Scht optimieren läßt (also ggf. sagen, dass man hohe Guthaben schon mal zum Teil auf Kinder übertragen kann um zu sparen usw). Aber man darf auch keine Wunder erwarten und auch keine halbseidenen, bis kriminellen Tipps.

Die typischen Haftungsflle sind eventuelles nichtansetzen von Ausgaben obwohl Belege vorhanden waren, früher auch die Ansetzung einer falschen Afa methode, oder z. B. die Kosten vor Bezug bei früheren sogen. 7b Fällen.

Hmm okay, dann bin ich ja beruhigt, dass im Ernstfall der Berater mir Entschädigung zahlen muss :)

Wenn derFehler einwandfrei ermittelt wird, dann der Steuerberater. Der hat dafür auch eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung.

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Natürlich hätte - und hatte - ich ihm diese Informationen auch persönlich - teils mit Bescheiden und teils mündlich - zukommen lassen. Allerdings war ich der Meinung, dass meine Vollmacht sich auf umschriebene Zeiträume beschränkt und nicht auch einen Zugriff auf lange zurückliegende Zeiten in der Vergangenheit ermöglicht.

Denn nach zwei Gesprächen ist ja nicht unbedingt klar, ob ich ein so weit gehendes Vertrauen haben kann, dass jemand, den ich noch nicht gut kenne, so viele Einzelheiten über mich erfährt, zumal diese für meine aktuellen Fragen an ihn (BWA, Teilveräußerung von Betriebsvermögen) gar nicht relevant sind.

Falls ich noch bei einem anderen Steuerberater vorsprechen sollte, um mehr Klarheit - für mein subjektives Empfinden bezüglich einer langfristigen Entscheidung - zu erhalten, dann könnte sich das ja wiederholen, was ich nicht möchte.

Nun frage ich mich:

Ist es üblich, dass ein neu bevollmächtigter Steuerberater Daten erhält, die 15 Jahre und mehr in die Vergangenheit zurück reichen?

Sollte eine Vollmacht sich nicht auf die Zeit ab Erteilen der Vollmacht beziehen, was ich angenommen hatte? (Und zwar ohne zusätzliche ausdrückliche Einschränkung, die ja Mißtrauen zum Ausdruck gebracht und somit einer künftigen Zusammenarbeit im Wege gestanden hätte.)

Welche Stellen, außer Steuerberater, können beim Finanzamt noch Daten über mich erhalten, z. B. Rechtsanwälte oder Banken oder Finanzierungsvermittler?

Denn: je mehr auch nur grundsätzlich die Möglichkeit haben, online Daten abzugreifen, umso größer ist ja auch schon die theoretische Mißbrauchsmöglichkeit! Die möchte ich zumindest kennen.

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Für Infos vielen Dank im Voraus.

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