Wenn der Steuerberater Mist baut: Wer haftet eigentlich?

2 Antworten

Für einen echten Fehler den der Steuerberater macht, haftet er und dagegen ist er auch versichert. Aber natürlich nur für Fehler, die er zu verantworten hat. Sitzt z. B. ein Ehepaar vor ihm und er fragt nach Kindern, die ihm dann genannt werden, muss er nciht extra fragen, ob einer der beiden noch uneheliche Kinder hat.

Das heißt er kann nur Fragen stellen nach Einnahmen, nach Kosten usw.

Und er muss auch nicht die aufgaben eines Bankberaters übernehmen. Das heißt er wird, seriosität und eine gewisse Klasse vorausesetzt, hinweise geben, wo sich das Verhalten in steuerlicher Scht optimieren läßt (also ggf. sagen, dass man hohe Guthaben schon mal zum Teil auf Kinder übertragen kann um zu sparen usw). Aber man darf auch keine Wunder erwarten und auch keine halbseidenen, bis kriminellen Tipps.

Die typischen Haftungsflle sind eventuelles nichtansetzen von Ausgaben obwohl Belege vorhanden waren, früher auch die Ansetzung einer falschen Afa methode, oder z. B. die Kosten vor Bezug bei früheren sogen. 7b Fällen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Hmm okay, dann bin ich ja beruhigt, dass im Ernstfall der Berater mir Entschädigung zahlen muss :)

Der gläserne Steuerzahler - wer erfährt vom Finanzamt über welchen Zeitraum meine Steuerdaten?

Ich habe vor einigen Wochen bei einem neuen Steuerberater vorgesprochen, da ich als Freiberufler - nach Ruhestand meines bisherigen langjährigen Beraters - einen neuen Berater meines Vertrauens benötige. Ganz sicher bin ich mir noch nicht, ob der neu konsultierte für mich passend ist. Ich habe jedoch beim Erstgespräch eine Vollmacht unterschrieben, wobei ich dachte, dass diese für zukünftige Korrespondenz mit dem Finanzamt gilt.

Als ich heute zum zweiten Mal bei ihm war, stellte ich mit Erstaunen fest, dass er online umfassende Informationen vom Finanzamt über mich erhielt: sämtliche Forderungen des Finanzamtes an mich aus den zurückliegenden 15 Jahren, sämtliche von mir geleisteten Zahlungen mit jeweiligem Datum, Auflistung von Steuerarten im Detail u.a..

Natürlich hätte - und hatte - ich ihm diese Informationen auch persönlich - teils mit Bescheiden und teils mündlich - zukommen lassen. Allerdings war ich der Meinung, dass meine Vollmacht sich auf umschriebene Zeiträume beschränkt und nicht auch einen Zugriff auf lange zurückliegende Zeiten in der Vergangenheit ermöglicht.

Denn nach zwei Gesprächen ist ja nicht unbedingt klar, ob ich ein so weit gehendes Vertrauen haben kann, dass jemand, den ich noch nicht gut kenne, so viele Einzelheiten über mich erfährt, zumal diese für meine aktuellen Fragen an ihn (BWA, Teilveräußerung von Betriebsvermögen) gar nicht relevant sind.

Falls ich noch bei einem anderen Steuerberater vorsprechen sollte, um mehr Klarheit - für mein subjektives Empfinden bezüglich einer langfristigen Entscheidung - zu erhalten, dann könnte sich das ja wiederholen, was ich nicht möchte.

Nun frage ich mich:

Ist es üblich, dass ein neu bevollmächtigter Steuerberater Daten erhält, die 15 Jahre und mehr in die Vergangenheit zurück reichen?

Sollte eine Vollmacht sich nicht auf die Zeit ab Erteilen der Vollmacht beziehen, was ich angenommen hatte? (Und zwar ohne zusätzliche ausdrückliche Einschränkung, die ja Mißtrauen zum Ausdruck gebracht und somit einer künftigen Zusammenarbeit im Wege gestanden hätte.)

Welche Stellen, außer Steuerberater, können beim Finanzamt noch Daten über mich erhalten, z. B. Rechtsanwälte oder Banken oder Finanzierungsvermittler?

Denn: je mehr auch nur grundsätzlich die Möglichkeit haben, online Daten abzugreifen, umso größer ist ja auch schon die theoretische Mißbrauchsmöglichkeit! Die möchte ich zumindest kennen.

Wie lange besteht eigentlich die Vernetzung der Finanzämter mit Steuerberatern (und eventuell noch anderen Institutionen) schon?

Sind die Finanzämter verpflichtet, genau festzuhalten, wer wann über mich Einkünfte eingeholt hat? Und sind die Finanzämter verpflichtet, mir als Betroffenem hierüber Auskunft zu erteilen? (Ggf. auf mein Verlangen hin, so wie z.B. die Schufa)

Für Infos vielen Dank im Voraus.

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Kann ich meinen Steuerberater in Haftung nehmen?

Hallo zusammen, ich hatte als Restaurantinhaberin eine Prüfung durch das Finanzamt für insgesamt 3 Jahre rückwirkend. Seit der Prüfungsbericht und die damit horrende Steuerschuld für mich feststand, bin ich von bisher 2 Steuerberatern vertreten worden. Von Anfang an, war es für mich nicht nachvollziehbar, wie sich die Höhe der Steuerschuld zusammensetzt, da es sich ja um Einkommen-,Umsatz-, Kirchen und Gewerbesteuer, Zinsen und natürlich Säuniszuschläge handelte. Der Umsatz, der lt. Wareneinkauf berechnet wurde, wies lt. Zuschätzung der Richtsätze einen Umsatz aus, der für mich wie schon vorher betont, nicht nachvollziehbar Der erste Steuerberater erwies sich nach insgesamt fast 2 Jahren als reiner Reinfall. Für mich bedeutete es, nach fast 2 Jahren Streit mit dem FA und natürlich auf vor Gericht wegen Aussetzungen der Vollziehung, Steuerhinterziehung, Kontopfändungen, Hypothekenbelastungen und ........ so, dass ich mir im laufenden Verfahren einen neuen Steuerberater an meine Seite holen musste, der mich weiterhin vertreten würde. Dieser machte mich auf die arg- und fragwürdige Arbeitsweise seines Vorgängers aufmerksam, indem er immer wieder behauptete, durch eine Nachkalkulation der Speisen und Getränke würde mein nachgewiesener Umsatz hervorgehen, so dass sich die Kalkulation der Betriebsprüfung widerlegen ließe. Diese sehr aufwendige Kalkulation wurde nur für das erste Halb- Prüfungsjahr veranlasst. Eine Kalkulation für alle 3 Jahre hätten den finanziellen Rahmen komplett gesprengt, (der Arbeitsaufwand durch den Steuerberater) da sich bereits schon ein über fünfstelligen Betrag angehäuft hatte. Bei dieser Nachkalkulation wurde dann- bereits durch den Steuerberater eine erhebliche Differnz (nicht nachvollziehbarer Einkauf, lt. Betriebsprüfung) gefunden. Für mich war zu diesem Zeitpunkt, diese nicht nachvollziehbare Differenz, nicht von Bedeutung. In keinster Weise dachte ich, dass diese Differenz genau der Fehler sein würde. Denn von all dem meinte ich, dass ich sowieso nichts verstehen würde. Denn schließlich hatte ich ja diesesmal einen kompetenten Steuerberater bei der Hand. Diese nicht erklärbare Differenz wurde sogar an das Finanzgericht in der Anklage gegen das Finanzamt gesendet. Schließlich musste noch ein Jahr vergehen- mit vielen vielen Anklagen, erneuten Kontopfändungen bis kurz vor Zwangsvollstreckung von Immobilien, bis ich selbst durch einen dummen Zufall auf ein Berechnungsblatt der vorläufigen Betriebsprüfung gestoßen bin, auf welchen ein fataler Rechenfehler seitens des Finanzamtes ersichtlich war. Dieses Blatt wurde mir versehentlich bei Übergabe aller Dokumente des ersten Steuerberaters in einem Ordner mit ausgehändigt. Dieses Dokument wurde seitens Prüfer und ersten Steuerberater zusammen, in den falsch summierten Zahlen (im Exel) handschriftlich korrigiert, so dass ein Wareneinsatz von mehreren zehn tausend Euro hinzugerechnet wurde. Wer kann helfen? Weiteren Rechtsbeistand kann ich mir nicht leisten!

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