Welche Bonitätsnachweise kann ein Vermieter verlangen?

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Da gibt es keine Regel: Eine Selbstauskunft ist die Regel, um nicht hintergangen zu werden, man erbittet eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Ex-Vermieters, fragt dort nach, ob das Mietverhältnis störungsfrei war und erkundigt sich nach Kündigungsgründen, fordert aktuelle Gehaltsbescheinigungen an, um Sozialhilfebezug auszuschliessen, fragt nach einer schufa-Auskunft oder kombinierrt mehrere dieser Auskünfte.

Je besser die Wohnung, umso wichtiger der Mieterfrieden einer gewachsenen Gemeinschaft ist und je größer das Ausfallrisiko eines privaten Verieters ausfällt, je mehr wird er sich absichern wollen.

Wollte man sich im Bewerberrennen einen Vorteil verschaffen, legt man möglichst viele dieser Bescheinigungen ungefragt vor.

G imager761

Eigenschufa

letzte 3 Gehaltsnachweise (bei Selbständigen Steuerbescheid, oder Bescheinigung des Steuerberaters).

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vormieters.

Selbstauskunft

Nachmieter wird vom Vermieter nicht akzeptiert,da der nicht so gut verdient wie ich.(Mietausfall?)

Ich habe ab April 2012 eine Wohnung gemietet.Im Mietvertrag steht,dass in beidseitigen Einvernehmen eine Kündigung des Mietverhältnisses vor Ablauf eines Jahres nicht in Frage kommt.Leider wurde ich nach 2 Monaten gekündigt und bin wieder nach Thüringen in meinen noch bestehenden Hauptwohnsitz zurück.Der Makler der für den Vermieter arbeitet sagte mir zwar, dass es kein Problem gibt früher aus dem Mietvertrag rauszukommen,ich muss ihm bei Vermittlung eines Nachmieters halt noch einmal eine Provision zahlen.Soweit so gut.Letzte Woche erhielt ich telefonisch vom Makler die Nachricht, dass der Vermieter sich ziert einen vorgeschlagenen Nachmieter zu akzeptiert,da der eventuelle Nachmieter nicht so gut verdient wie ich.Das war aber laut Makler schon die zweite Ablehnung.Kann ich nun außerordentlich den Mietvertrag kündigen,da ich einige Nachmieter über den Makler gestellt habe und wieder arbeitsbedingt seit 1 Monat 260 km entfernt in meinem Hauptwohnsitz gezogen bin? Gibt es nicht dieses BHG-Urteil mit dem ich agieren könnte? Die Rechtsprechung macht eine Ausnahme, wenn der Mieter die Wohnung unverschuldet nicht mehr nutzen kann und sein Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses dasjenige des Vermieters an der Fortführung überwiegt (BGH, VIII ZR 244/02, Urteil vom 22.1.2003). Dann kann der Vermieter nach „Treu und Glauben“ gehalten sein, den Mieter gegen Beibringung eines ordentlichen und solventen Nachmieters aus dem Vertrag herauszulassen. Beispiele für solche Härtefälle:

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