Was haltet Ihr von der Altersvorsorge "FlexGarant" der Provinzial Rheinland?

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5 Antworten

Wenn ich Provinzial Rheinland höre, bekomme ich Ausschlag an den Ohren. Als ich vor langer Zeit eine Lebensversicherung abgeschlossen habe, hatte ich von diversen Anbietern Vergleichsangeboe eingeholt und die Provinzial landet auf den hinteren Rängen. Ich hab danach Monate gebraucht, um den Vertreter abschütteln zu können. Der klebte an mir wie eine Klette.

Und zum Produkt selber: Eine fondsgebundene Rentenversicherung. Mich beeindruckt das nicht. Auch nicht die 8,3% Rendite. Hätte man einem Schimpansen am 1.1.14 zwanzig Dartpfeile in die Pfote gedrückt und eine Kurstafel mit Aktienfonds als Ziel an die Wand gepinnt, das Ergebnis wäre nicht anders. Da hab ich ja sogar mehr mit meinen Fonds gemacht und ich bin nicht so gut im Fell wie besagter Affe.

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Kommentar von skn1991
25.11.2014, 08:24

Danke :D :D Sehr gut formuliert. Nur wie schon an Sobeyda geschrieben, kenne ich mich nicht allzu Gut aus im Fond-Geschäft... Deshalb frag ich ja hier auch so "naiv" nach. Hast du denn einen konkreten Tip wie ich ohne übertriebenes Wissen agieren sollte. Und da wird es wohl nicht mit "kauf ETF´s und lass die liegen, wird schon werden" getan sein, wenn Du verstehst was ich meine . :D

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Wenn Du einen Fondssparplan abschließen willst, dass schließe einen Fondssparplan ab und keine Versicherung. Grundsätzlich halte ich diese Anlage zur Altersvorsorge für Dich - weil Du noch jung bist - für geeignet.

Bei der Rentenversicherung geht erst mal ein Haufen für die Abschlussprovision weg und meistens ist eine Todesfallleistung eingeschlossen, die Du eigentlich(noch) nicht brauchst und die auf jeden Fall zu niedrig ist, aber dennoch an der Rendite nagt. Und auch die 75% Kapitalerhalt kostet Geld. Die 8,3% Rendite für 2014 (sind das Hellseher bei der Provinzial?) darfst Du nicht überbewerten, denn 2014 war bisher ein gutes Börsenjahr. Frag' doch mal wie es mit der jährlichen Rendite aussieht, wenn man die letzten 10 Jahre zugrunde legt.

Weiterhin bist Du mit einer Rentenversicherung völlig unflexibel. Bei einem Fondssparplan kannst Du jederzeit ohne Nachteil mit der Zahlung aufhören oder umgekehrt problemlos die Rate erhöhen. Allerdings gibt es keinerlei Kapitalerhalt - das ist ein Nachteil von Fonds. In der Vergangenheit haben Fonds, wenn sie lange genug gelaufen sind, positive Renditen abgeworfen, aber ob das die nächsten 40 Jahre so weiter geht, kann natürlich keiner sagen.

Und für den Fall, dass Du später mal eine Todesfallleistung brauchst, weil Du z. B. eine Familie absichern musst, kannst Du immer noch eine Risikoversicherung abschließen mit einer vernünftig hohen Summe.

Ich würde mich an Deiner Stelle mal im Internet bei einer Direktbank umsehen, was es so für Fonds gibt und was für Dich in Frage kommt. Depots bei einer Filialbank sind teuer und meistens versuchen sie Dir ihre Hauseigenen Fonds zu verkaufen, die nicht unbedingt gut sein müssen.

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Kommentar von skn1991
25.11.2014, 08:19

Danke für Deine Einschätzung. Beiträge erhöhen bzw. Ratenpausen machen sind mit FlexGarant auch problemlos möglich. Ich möchte allerdings eine ansehnliche Rendite über Laufzeit erzielen und nicht durch Verwaltungs- bzw. Vetriebskosten zu viel verlieren. Das Problem ist allerdings, dass ich mich selber nicht allzu Gut im Fondgeschäft auskenne und auch relativ wenig Zeit habe, die Kursstände etc. immer zu beobachten. Hast du in diesem Fall einen konkreten Tip für mich. Oder sollte ich dann generell die Finger von Fondssparplänen lassen, da ich mich nicht allzu Gut auskenne?

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Alles Schwachsinn bisher. Beim Flexgarant werden nur die Überschüsse die die Provinzial erwirtschaftet in Fonds gelegt. Die eingezahlten Beiträge bekommt man am Ende seiner Laufzeit zu 100% ausgezahlt. FLEXGARANT flex= flexible sparphase , Erhöhungen aussetzen alles möglich. Die Anlage ist durchaus sinnvoll es ist eine Rentenversicherung und kein fondsparplan Garant = 100% Kapitalerhalt.

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Wer hat dir gesagt, welche Altersvorsorgeform für dich optimal ist

Übrigens das angebotene Produkt ist kein Fondssparplan sondern eine fondsgebundene Rentenversicherung. So etwas gibt es hundertfach in allen Variationen.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Du brauchst ein unabhängige Altersvorsorgeberatung keine Produktberatung einer Bank.

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Kommentar von skn1991
27.11.2014, 09:30

Dann sagen Sie mir, lieber Herr Niklaus, wo ich denn diese unabhängige Beratung her bekomme ? Unabhängiger Honorarberater ? Vielen Dank für die Antwort

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Versicherungen verkaufen Versicherungen, aber keine Fondssparpläne - soviel steht fest!

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Kommentar von skn1991
25.11.2014, 08:21

Nun ja, es wird einem als Fondssparplan - Rentenversicherung verkauft. Aber im Endeffekt möchte ICH daran verdienen, und nicht nur der Vertriebler...

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