Warum Wegerecht nach Eintrag ins Grundbuch auch noch ins Baulastenverzeichnis?

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3 Antworten

Hierfür muss man zwischen dinglicher Belastung (hier das Wegerecht im Grundbuch) und öffentlich-rechtlicher Verpflicht (hier die Baulast) unterscheiden. Die dingliche Belastung wirkt gegenüber dem Rechteinhaber des Wegerechts. Diese könnte aber bspw. durch Mitwirkung des Berechtigten gelöscht werden. Das hätte zur Folge, dass das Grundstück in zweiter Reihe nicht mehr gesichert zu erreichen ist.

Da dies aber für eine Bebauung Voraussetzung ist, möchte das Bauamt dies durch die öffentlich-rechtliche Baulast sicherstellen. Hierbei wird eben nicht gegenüber dem Eigentümer des anderen Grundstücks, sondern gegenüber der Baubehörde (= der Allgemeinheit) die Verpflichtung übernommen, das Wegerecht sicherzustellen. Dann ist auch die Löschung durch Zusammenarbeit der beiden Eigentümer ausgeschlossen.

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Kommentar von FrauFanta
17.08.2017, 22:00

Super! Erledigt das der Notar oder wie geht das? Wie kommt es, das das Bauamt dasnur bei einem Grundstück erwartet und bei den anderen, die auch dort liegen, nicht?

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Dein Nachbar ist verpflichtet das Wegerecht auf die Baulast zu erweitern. Notfalls klagt man das ein. Aber nur wenn die Baulast das selbe beinhaltet wie das Wegerecht
Aus einen Wegerecht für eine Wiese wird keine Baulast für ein Hochhaus

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Und nur zur Ergänzung: Die Baulast ist bei den Bundesländern offenbar nicht einheitlich geregelt, wenn ich mir diesen Link ansehe

https://de.wikipedia.org/wiki/Baulast


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