Wann lohnt sich mini oder midijob?

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6 Antworten

 Der Vorteil eines  Midijobs liegt darin, dass man als Arbeitnehmer mit einem Midijob krankenversichert ist, in die Arbeitslosenversicherung und auch in die Rentenkasse einzahlt.

Im Falle einer längeren Erkrankung besteht also bei einem Midijob der Anspruch auf Krankengeld  und im Falle der Arbeitslosigkeit gibt es den Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Bei einem Minijob werden bei Krankheit lediglich 6 Wochen Lohnfortzahlung pro Jahr gewährt und dann ist es mit der Bezahlung vorbei.

Inwieweit das für Euch wichtig ist, könnt nur Ihr allein entscheiden.

Mit jedem Steuerprogramm kann man sich die zu zahlende Steuer berechnen und damit dann auch kalkulieren, wieviel netto übrig bleibt. Aber es beliben halt auch andere Dinge zu bedenken - beispielsweise die eigenständige Altersvorsorge für die Ehefrau.

Da nur die Einkünfte genannt werden, aber alle Angaben hinsichtlich der für die Tätigkeit notwendigen Ausgaben fehlen - z.B. eigenes Fahrzeug um zur Arbeit zu kommen - und da auch nichts dazu gesagt wird ab welcher Geldsumme es sich für Dich als lohnenswert erscheint kann man es bewerten wie man will.

Was ist denn der Grund, dass ihr solche Überlegungen betreibt?

Mehr Lebensqualität, durch weniger Arbeitszeit? Würde dann aber nur Deiner Frau was bringen.

Oder wollt Ihr die Putzfrau um ihren Job bringen udn Euch mal so richtig unsozial zeigen?

Jedenfalls verzichtet ihr auf ca. 10.000,- Netto, dem Unterschied zwischen dem jetuzigen Netto Deiner Frau ca. 15.500,- im Jahr und dem Lohn aus Minijob 5.400,- im Jahr.

Der Midijob bring zwar etwas mehr, aber die Rentenpunkte sind kaum der Rede wert.

Lohnt sich der wechsel überhaupt finanziell?

Nein, wie soll er sich denn lohnen? Es sei denn das Ziel ist es das Gesamteinkommen des Haushalts zu reduzieren. Warum man soetwas wollen könnte erschließt sich mir aber nicht.

Die gesparte Steuerlast kann den Minderverdienst nicht ausgleichen, da es keine Steuersätze von 100% un mehr gibt.

Die Steuerersparnis im Vergleich zur Vollzeitbeschäftigung der Ehefrau lohnt sich weder für einen Minijobs noch für einen Midijob. Die jeweilige Steuerersparnis kann die Einkommensminderung nicht im Ansatz ausgleichen. Die Ehefrau hätte eventuell mehr Zeit für Kinderbetreuung und Haushalt aber eben den Einkommensverlust. Vielleicht kann auf Anfrage beim Arbeitgeber der Gattin eine Teilzeitbeschäftigung vereinbart werden bei der nur eine begrenzte Einkommensminderung, mehr Freizeit und der soziale Status erhalten bliebe. 

Für die Krankenkasse würde es sich sicher lohnen, wenn Du in der PKV versichert bist und deine Ehefrau ein mtl. Einkommen von max. 450 € hätte.

Denn dann würde dein hälftiges Einkommen für die KV-Beiträge deiner Ehefrau berücksichtigt werden.

Alternativ kann man dann natürlich die Ehefrau auch in die PKV mit reinnehmen.

Gruß A.

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