Wadenbeinbruch am Vatertag und die Unfallversicherung zahlt nicht.

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4 Antworten

Und was ist Ihre konkrete Finanzfrage ? Neben den vielen unerheblichen Details kann ich eine solche nicht erkennen. Wenn Sie allgemein wissen möchten, was Sie noch tun können, lautet die Antwort: Nichts, eine Klage hätte m.E. keine Aussicht auf Erfolg.

Übrigens, sind denn in Ihrem Tarif überhaupt Eigenbewegungen (= Umknicken) mitversichert, denn ansonsten ist hier sowieso schon Schluss.

Hallo joggla, Da ist ja an dem Tag so ziemlich alles schief gelaufen, eine gewisse Fahrlässigkeit musst Du Dir wohl auch selbst zuschreiben. Extrem blöd war natürlich auch die Idee nach dem Unfall und auf dem Weg zum Krankenwagen noch ein Bier zu trinken. Ihr habt auch als Fußgänger am Straßenverkehr teilgenommen, spätestens als Ihr mit dem Bollerwagen zu dem Gasthaus gegangen seid. Die Promillegrenze wie sie die Unfallversicherung mitgeteilt hat gibt es tatsächlich, jetzt darüber zu spekulieren ob die 2,0 Promille zum Unfallzeitpunkt schon erreicht waren, bringt Dich jetzt auch nicht weiter weil der Nachweis darüber wohl nicht möglich ist. Hier noch der Auszug aus den AVB der Unfallversicherung.

Das OLG Köln hat unter Bezugnahme auf ein Urteil des BGH VersR 2002, 1135 entschieden, dass Trunkenheit dann als Bewusstseinsstörung gilt, wenn wie in diesem Fall eine Blutalkoholkonzentration von 2,67 Promille vorliegt und damit vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Wenn am Straßenverkehr teilgenommen wird liegt eine Bewusstseinsstörung vor bei Trunkenheit, die zu einem Leistungsausschluss in der Unfallversicherung führen kann, wie folgt vor:

1.Kraftfahrer bei 1,1 Promille, 2.bei Radfahrer sind es 1,7 Promille 3.bei Fußgänger liegt der Wert bei 2 Promille http://www.versicherung-in.de/unfallversicherung-kein-schutz-bewusstseinsstoerung-20070629-3-1030/

Durch den Alkoholkonsum trat eine erhebliche Selbstverschuldung ein und das daraus resultierende Ergebnis ist, dass die Versicherung die Anerkennung des Unfalls ablehnt.

Es gibt noch die Möglichkeit der Klage, deren Erfolg aber als äußerst gering anzusehen ist.

Na hervorragend ! Also zuerst einmal muss festgehalten werden, dass selbst am Vatertag eine gewisse Maßhaltigkeit angebracht ist. Und bis ein Kerl von 1,95 und 90kg 2,18 im Tee hat, muss (in der Regel) schon einiges gebechert worden sein. Und an der Stelle sagen die Versicherungen eben, weil gewisse Alkoholwerte hat, der stolpert eben auch nicht mehr ganz sicher durch den Straßenverkehr oder über die Wiese und nehmen das ganze vom Schutz aus. Meines Wissens gibt es einige wenige, die auch hier mitziehen, aber sonst...

Und mit Schmerzen auf einem Bollerwagen noch ein Bierchen zischen ist auch die blödeste Idee, die mal haben kann. Wenn knapp unter 2,00 noch nicht zur Betäubung ausreichen, dann bringt auch das Bier nichts. Und es hat dich wohl über die magische 2,00 getragen, aber das jetzt nachzuweisen wäre DEINE Sache und schwierig. Im Gegenteil. Wenn der Unfall 17.00 war und 18.30 der Blutalkohol mit 2,18 gemessen wurde, geht eine Versicherung durch den Abbau im Blut sogar von 17.00 = 2,28 - 2,32 aus !

Da wirste wohl keine Chance haben, versuchen kannst Du es gern mit Anwalt. Ich rechne Dir aber keine Chance aus. Und beim nächsten Mal muss man nicht unbedingt die 2,00 knacken !

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