Vorteilhaftigkeit bAV vs. ETF-Sparplan?

 - (Aktien, Aktienfonds, ETF)

1 Antwort

Falls Du nicht PKV versichert bist, belasten noch GKV/PV Beiträge die RenteKapitalentnahme aus der bAV.

Im aktuellen Koalitionsvertrag wurde die Abschaffung der Abgeltungssteuer festgeschrieben. Wenn das kommt werden auch Erträge aus Kapitalvermögen mit dem pers. Steuersatz versteuert. Da kann in 38 Jahren noch viel passieren.

Innerhalb von dieser Zeit ist vielleicht doch mal die Assetklasse eines ETF‘s zu zu wechseln. Da fallen auch mal alle 5-10 J. eine Gewinnbesteuerung und neue Transaktionskosten an. Denke auch an die 2018 eingeführte laufende Vorabbesteuerung von Ausschüttungen.

Mit einer kompletten Entnahme des Kapitals (und Steuerlast/Sozialabgaben auf das Gesamtkapital) nach dem Sparprozess würde ich nicht rechnen. Du willst doch eine regelmäßige Rente, oder? Wenn, dann werden nur die Entnahmen belastet.

Die Flexibilität bei ETF‘s hat Charme, ist jedoch auch ein Risiko. Abhängig von persönlicher Konsequenz geht hier schon mal die Altersvorsorge für Konsumwünsche drauf. An die bAV gehst Du nicht ran.

Vielleicht das eine tun und das andere nicht lassen und auf verschiedene Anlagen setzen. Wie sagte Danny Kaye: „Geld allein macht nicht glücklich, es gehören noch Aktien und Immobilien dazu“.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Bei dem Fall bin ich von einer GKV/PV ausgegangen. Das stimmt, diese Beträge fallen noch an und waren grob berücksichtigt.

Bezüglich der Abschaffung der Abgeltungssteuer haben Sie Recht. Da kann noch viel passieren. Meine erste Annahme war, dass Dividenden aufgrund Doppelbesteuerung nicht sehr viel höher als jetzt besteuert werden dürfen.

Transaktionskosten fallen an, das stimmt. Im Zuge des anhaltenden Wettbewerbs bei ETFs/Fonds gehe ich aber nicht davon aus, dass diese steigen werden. Die Vorabbesteuerung von Ausschüttungen sollte in der Kalkulation durch den jährlichen Abzug der Abgeltungssteuer abgebildet sein.

Die komplette Entnahme des Kapitals ist ein Missverständnis. In der Grafik soll damit nur angedeutet werden, dass auf alle zukünftigen Rentenzahlungen der Betriebsrente ca. 40% Grenzabgaben fällig werden (bei hoher gesetzl. Rente). Dass sich in der Entnahmephase ETF und Betriebsrente weiter verzinsen habe ich hier vernachlässigt. Hiervon würde allerdings ein Aktien-ETF ebenfalls stärker profitieren.

Mit dem Risiko der geringer Spar-/Konsumdisziplin haben sie völlig Recht. Andererseits könnte z.B. das Eigenkapital einer Immobilie (um im Alter mietfrei zu wohnen) erhöht werden oder bei schwerer Krankheit oder Auswandern könnte der Betrag problemlos entnommen werden.

Abschließend denke ich die sensitiven Variablen in der Kalkulation sind der persönlich zu leistende Abgabensatz auf die Betriebsrente (schwierig zu recherchieren) und die Besteuerung der alternativen ETF-Anlage.

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