Gibt es auch Verpflegungsmehraufwendungen für Studenten, die man steuerlich ansetzen kann?

1 Antwort

Es gibt einkommensteuerlich gesehen nicht "gewöhnliche Arbeitnehmer". Es gibt nur Einkunftsarten.

Diese kann man aufteilen in Gewinneinkünfte und in Überschusseinkünfte.

Für die Überschusseinkünfte regelt die Generalnorm des § 9 (1) Sätze 1 und 2 EStG einheitlich:

"Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind."

Daraus ist zu folgern, dass dies nicht nur für "gewöhnliche Arbeitnehmer" gilt, sondern für alle Leute, auf die das Merkmal

"Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen"

zutrifft.

Genügt das zur Beantwortung der Frage?

wie wahr, wie wahr.

0

Da stimme ich dir formaljuristisch natürlich zu, aber lies mal den teil ab "Abwandlung", da wird deutlich dass sich Studenten und Arbeitnehmer durchaus in ihrem (beruflichen) Lebenswandel unterscheiden und viele Fragen erst im Detail entstehen. Eure Meinung dazu würde mich interessieren.

0
@Moneysac

Ich kann das Problem nicht erkennen.

Ausgehend davon, dass es nur eine erste Tätigkeitsstätte geben kann, muss alles andere (außer Familienheimfahrten) zwangsläufig nach § 9 (1) Nr. 4a EStG abgerechnet werden.

Man kann es aber auch kompliziert machen...

0
@EnnoWarMal

Die Uni hat mehrere Gebäudekomplexe, zB Hörsaal für Vorlesungen sowie verschiedene Fachbereichsgebäude, in welchen Seminare stattfinden. Manchmal finden Seminare auch in anderen Fachbereichsgebäuden statt, wenn mal wieder Räume knapp sind. Welche Adresse ist nun "erste Tätigkeitsstätte"? Die Universität ist ja kein Arbeitgeber der das festlegt. Lt. Gesetz ist die Hochschule aber undifferenziert eine "erste Tätigkeitsstätte" (unter bestimmten Voraussetzungen).

0
@Moneysac

Das Stadttheater Cottbus hat mehrere Gebäudekomplxe, z.B. das Spielhaus sowie verschiedene Probengebäude, in denen Proben stattfinden, zuweilen aber auch Konzerte.

Ein Problem stellt das jedoch nicht dar.

0
@EnnoWarMal

Also sind alle Gebäude für die Mitarbeiter "erste Tätigkeitsstätten", auch wenn sie 3KM auseinander liegen? Ich bedaure wenn die Antwort nicht offen auf der Hand liegt, aber Verstand und Steuergesetzgebung divergieren nicht selten.

0
@Moneysac

Nein, das Spielhaus ist erste Tätigkeitsstätte. Für alle anderen Tätigkeitsstätten stellt das Theater eine Bescheinigung aus, die auch so vom Finanzamt anerkannt wird.

Wenn sie denn überhaupt abgefragt wird, selbstverständlich.

1
@EnnoWarMal

Da kommen wir deer Sache doch näher, dann könnte sich der Student aussuchen welches Gebäude erste Tätigkeitsstätte ist, oder danach bestimmen, wo er öfter/länger ist?

0

Wie setze ich das Studienzimmer und den Weg zur Uni im Masterstudium (Vollzeit) bei gleichzeitiger Teilzeitbeschäftigung ab?

Ich habe zwei Fragen zum Absetzen meines Masterstudiums im Rahmen der Fortbildungskosten. Ich studiere Vollzeit einen Master und arbeite gleichzeitig halbtags und beziehe daraus Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Das Masterstudium setze ich voll als Werbungskosten ab.

Im einzelnen ist nun die Frage, was meine "erste Tätigkeitsstätte" ist. Ich bin jeden Tag im Büro als Arbeitnehmerin und jeden Tag an der Uni. Intuitiv habe ich bisher das Büro als erste Tätigkeitsstätte angegeben, habe allerdings nun online gelesen, dass bei einem Vollzeitstudium der Studienort die erste Tätigkeitsstätte ist. Ich würde intuitive das Büro wählen, da ich über den Job ja auch meine Einnahmen generieren. Was ist an dieser Stelle "Trumpf" um die erste Tätigkeitsstätte zu bestimmen? Und wir gebe ich die andere "Arbeitsstätte" dann an? Die Uni als Reisekosten zur Fortbildung? Und falls soch die Uni die erste Arbeitsstätte sein sollte, ist mein Büro dann eine Auswärtstätigkeit?

Die zweite Frage bezieht sich auf mein häusliches Arbeitszimmer, das seit dem Beginn des Masterstudiums als Studierzimmer für das Studium genutzt wird. Wo gebe ich nun das Arbeitszimmer an? Ich habe mehrfach gelesen, dass es unter die Fortbildungskosten fällt. Ich kann in meinem Steuerprogramm detailliert die Kosten für das Arbeitszimmer berechnen und dann auf unterschiedliche Einkunftsarten verteilen (Je nachdem für welche Tätigkeiten das Arbeitszimmer genutzt wird - Gewerbe, nichtselbständige Arbeit, etc.). Sollte ich das Arbeitszimmer hier bei den "Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit" angeben? Oder entsteht dann der Eindruck, dass das Arbeitszimmer für die berufliche Tätigkeit genutzt wird? Oder sollte ich die berechneten Kosten für das Arbeitszimmer an dieser Stelle nicht berücksichtigen sondern einfach bei den Fortbildungskosten veranschlagen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

...zur Frage

Verpflegungsmehraufwand bei Studeten

Student wohnt in Stadt A, seine Uni ist in Stadt B.

Wenn er regelmäßig von A nach B fährt, um Vorlesungen zu besuchen und nach mehr als 8 Stunden erst wieder nach Hause kommt, kann er dann den Verpflegungsmehraufwand von 6 Euro pro Tag als Werbekosten in der Steuererklärung ansetzen (Studium nach Ausbildung) ?

Wenn Student anstatt nach zur Vorlesung in B nun zur Klausurvorbereitung in die Bibliothek in A für länger als 8 Stunden geht, kann er dann dafür die 6 Euro Werbekosten ansetzen?

...zur Frage

Verpflegungsmehraufwand bei Vollzeit-(Zweit-)Studium für Lerngruppe?

Kann man als Student einen Verpflegungsmehraufwand für die Lerngruppe geltend machen?

Es handelt sich um ein Zweitstudium. Da es ein Vollzeitstudium ist, gilt es angeblich auch als erste Tätigkeitsstätte. Die Teilnahme an der Lerngruppe erfolgt in gesonderten Räumen der Hochschule.

...zur Frage

Student Probleme mit dem Finanzamt und Finanzgericht

Hallo allerseits, vielleicht kann mir hier jemand helfen, denn ich bin wirklich am Verzweifeln.

Ich studiere jetzt im 6. Semester. Am Anfang des Stuidums habe ich mal für drei Monate gearbeitet und insgesamt nicht mal 300 Euro verdient. Aus Zeitmangel habe ich auch aufgehört zu arbeiten. Da kam plötzlich letztes Jahr ein Schreiben vom Finanzamt, dass ich eine Einkommenssteuererklärung machen soll. Ich hatte das total ausgeblendet, wegen des Stresses in der Uni und weil ich mir nicht erklären konnte, warum doe plötzlich sowas von mir haben wollen und warum die mich als Steuerpflichtigen bezeichnen. Ich schrieb die an, dass ich kein Steuerpflichtiger bin, studiere und längst nicht mehr arbeite. Keine Antwort.

Das Jahr darauf bekam ich eine Rechnung, die Schätzung, ich sollte denen 66 Euro für was weiß ich bezahlen. Ich schrieb die an und legte ihnen alles vor, wie viel Geld ich habe, woher ich es bekomme (etwas Bafög, ich lebe bei meinen Eltern), und Kopien all meiner Studienausweise, um nachzuweisen, dass ich nichts weiteres tuhe als nur zu studieren. Bevor ich eine Antwort bekam, bekam ich die erste Mahnung. Dann bekam ich eine Antwort, in der stand, dass ich einen Einspruch legen soll, den ich auch gemacht habe. Paar Tage später kam noch eine Mahnung und eine Ansage zur sofortigen VOLLSTRECKUNG! Ich war gezwungen ihnen das Geld zu überweisen (von meinem bisschen Geld!, das gerade mal so ausreicht... .) Ich seh das nicht ein, aber ich überwies es, um erstmal Ruhe zu haben und mich auf meine Klausuren konzentrieren zu können und würde mich später darum kümmern :( Dann dachte ich, die Sache wäre aus der Welt, bis ich wieder einen Brief bekam...mein Einspruch wurde dem FINANZGERICHT als KLAGE vorgelegt!!! In meinem Brief stand nichts von einer Klage! Jetzt verlangen die von mir 284 Euro Gerichtsverfahrenskosten! Woher zum Teufel sollte ich denn wissen dass das ein Gerichtsverfahren wird?!

Ich weiß echt nicht mehr weiter :( (ich werde dort persönlich hingehen , aber wage es zu bezweifeln, dass ich daraus schlauer werde :( )

Bitte um Hilfe :(

...zur Frage

100% Fernstudent 50% Arbeitnehmer in 2er WG

Hallo, ich bin gerade daran meine erste Steuererklärung mit dem WISO Steuer-Sparbuch 2015 zu erstellen. Doch, da es bei mir zum 1.10.14 zu Änderungen im Beruf wie auch der Wohnsituation gab, bin ich mir bei einigen Bereichen nicht ganz sicher. Man beachte, dass ich bereits über eine Berufsausbildung verfüge, das Studium aber als Erststudium zählt.

Arbeit/Studium: 01.01.14-30.09.14 Vollzeit (38,5h) Rettungsdienst und 01.10.14-31.12.14 Vollzeitstudium Fernuni Hagen (40h) und Teilzeit (19,25h) als Werkstudent (nicht pflege- und arbeitslosenversicherungspflichtig) im Rettungsdienst.

Wohnsituation: 01.01.14-30.09.14 2er WG mit einem Freund und 01.10.14-31.12.14 2er WG mit meiner Freundin.

Nun möchte ich die Miet-/Neben- und Stromkosten für mein Arbeitszimmer und die Kosten für Schreibtisch, Stuhl etc. angeben und weiss nicht, ob ich diese als "Arbeitszimmer (gemischt genutzt)" hier aber zu 100% "für Ausbildungszwecke" angeben soll, oder ob ich es unter den normalen Werbungskosten als "Arbeitszimmer (voll genutzt)" angeben soll. Macht das überhaupt einen Unterschied? Grundsätzlich ist hier die Frage, ob mein Studium als Beruf oder als Ausbildung deklariert wird. Die Kosten für Schreibtisch etc. muss ich anscheinend alle unter "Arbeitsmittel" angeben.

Abgesehen davon ist die Frage zu klären, ob das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit bildet (ich arbeite ja noch 19,25 h im Rettungsdienst) oder ob kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (Fernstudium).

Unter "Zusätzliche Angaben zum Haushalt bei Alleinstehenden", wo es um die Nebenkosten-/Hausgeldabrechnung geht, habe ich nun meinen Freund und meine Freundin eingetragen, obwohl ich ja mit keinem der beiden gleichzeitig zusammenwohnte. Nun hoffe ich, dass der Höchstbetrag in einem Verhältnis 50:50 aufgeteilt wird, obwohl ja insgesamt drei Personen genannt sind.

Da ich ja quasi neben meinem Studium im Rettungsdienst arbeite, möchte ich hier evtl. Reisekosten im Sinne von Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwand anbringen und wollte wissen, ob das irgendwie zu Missverständnissen führen kann, da ich ja wahrscheinlich hauptberuflich Student bin.

Eine letzte Frage: Besitzt ein Rettungssanitäter eine "erste Tätigkeitsstätte" oder geht er generell einer Auswärtstätigkeit nach?

Vielen Dank, Manuel

...zur Frage

Wenn eine Azubi ein Auslandspraktikum macht und ein Stipendium erhält, kann sie trotzdem noch Verpflegungsmehraufwand in der Steuererklärung angeben?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?