Vermietung von vormals selbst bewohnter Eigentumswohnung - Renovierungskosten nachträglich absetzbar?

2 Antworten

Neue Fenster sind keine Renovierung sondern schon Reparaturarbeiten.

Das könntest Du auf mehrere Jahre verteilen, wobei diese Abschreibungen ab dem Zeitpunkt abzugsfähig sind, wo die Vermietung beginnt.

Ich rate Dir aber schon, die Hauptarbeiten auf die Zeit nach der Eigennutzung zu verlegen, wegen des Abzugs, der dann möglich ist. Also nur das nötigste machen.

Hallo,

solange die Wohnung noch selbst genutzt wird, sind in dieser Zeit anfallende Kosten nicht abziehbar, auch wenn Sie zur künftigen Einkunftserzielung bestimmt sind (Aufteilungsverbot gemischter Aufwendungen).

Da insoweit immernoch aktuell siehe auch (unter 2.6.):

http://www.iww.de/gstb/archiv/vermietung-und-verpachtung-vorweggenommene-werbungskosten-bei-vv-abzug-ist-an-strenge-regeln-geknuepft-f28076

Der Vermietungsbeginn bezeichnet im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung allerdings nicht - wie vielleicht mancher vermutet - den tatsächlichen Beginn eines Vermietungssverhältnisses. Gemeint ist hier der Beginn der Vermietungsabsicht bzw. erster diesbezüglicher Handlungen.

Zwischen der Beendigung der Selbstnutzung und dem Beginn eines Vermietungsverhältnisses anfallende Kosten (-> Leerstand) können bereits als Werbungskosten geltend gemacht werden.

MfG
-Valeskix

Bleibt trotz Abbruch des Hauses das Altenrechtsteilsrecht (Wohnrecht) des Berechtigten in einer anderen Wohnung des Eigentümers unentgeltlich bestehen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang der 90er kauften wir (mein Mann und ich) das Grundstück meiner Eltern.

In dem Kaufvertrag wurde auch ein lebenslängliches unentgeltliches Alterrechtsteilsrecht (Wohnrecht auf der Ostseite und Pflege bis zu einen bestimmten Betrag) für meine Eltern vereinbart. Mein Vater verstarb bereits.

Zu dieser Zeit bauten wir auch auf dem Grundstück unser eigenes Haus (Westseite).

Mitte 2000 waren wir gezwungen (zu alte Bausubstanz von 1850), in Absprache mit meiner Mutter, das alte Haus wegzureißen und ein neues zu bauen, in dem sie und unser Sohn eine Wohnung erhalten sollte.

Kurz bevor der erste Stein gesetzt wurde, hatte sie sich entschlossen auf die andere Seite (also in unser Haus auf der Westseite) zu ziehen. Finanziell wurde zum damaligen Zeitpunkt nichts konkret besprochen, eine mögliche Miete hatte sie angedeutet. Eine Entschädigung für die enthaltene Innenausstattung (bewegliche Dinge) habe ich erhalten.

Nun nachdem die „neue“ Wohnung viele Jahre abgewohnt wird, und bald wieder Renovierungskosten (Fenster) anstehen, fragen wir uns, ob es sein kann, dass Sie weiterhin ein unentgeltlich Wohnrecht hat, auch wenn von uns alles auf dem Grundstück und das Grundstück selbst auch zu einem korrekten Betrag bezahlt wurde?

Vielleicht waren wir zu blauäugig? Aber wer weiß schon, wie es sich Jahrzehnte später entwickelt.

Danke im Voraus

...zur Frage

Nießbrauch beim Kauf einer ETW

Hallo zusammen, meine Schwester und ich (43 Jahre) haben zusammen eine Eigentumswohnung (250T €) gekauft, in der ich wohne. Ich (2/5 Eigentumsanteil an der Wohnung) zahle meiner Schwester (3/5 Eigentumsanteil an der Wohnung) für ihren Teil eine monatliche Miete. Nun möchte ich meiner Schwester ihren Teil der Wohnung noch abkaufen, weil die Kreditzinsen zurzeit so günstig sind. Meine Schwester ist grundsätzlich einverstanden. Variante A: Ich kaufe die 3/5 der Wohnung zu einem Kaufpreis in Höhe von 150T €. Nun hat meine Schwester vorgeschlagen für eine Kaufpreisreduktion in Höhe von 20T€ (steuerfreie Schenkung) mir einen Erbvertrag zugunsten ihrer Kinder "abzukaufen". Da ich keine eigenen Kinder habe, hatte ich sowieso geplant die Wohnung an meine Neffen zu vererben. Variante B: 150T-20T=130T. Sie hat auch noch eine weitere Idee, wodurch ich die Grunderwerbsteuer sparen würde. Sie schlägt vor, dass sie ihren Anteil an ihre Söhne überträgt und ich ein lebenslanges Nießbrauchrecht erhalte. Dadurch könnte ich mietfrei wohnen oder, sollte ich mal ausziehen, die Wohnung sogar vermieten und Miete einnehmen. Ich könnte die Wohnung dann nur nicht verkaufen. Da ich solch einen Fall im Internet nicht finden konnte und unser Notartermin erst in zwei Wochen ist, zerbreche ich mir seit Stunden den Kopf, wie diese Variante C: 150T-xx=X finanziell aussehen könnte, ob das legal wäre und gerecht und ob ich überhaupt einen Bankkredit bekommen würde, wenn die Sicherheit eine mit Nießbrauch belastete Wohnung ist? Vielleicht hat jemand Antworten... Vielen Dank!

...zur Frage

Wie übertragen wir Eheleute nach erfolgter Nachlassplanung unsere Immobilien richtig?

Wir Eheleute leben in Zugewinngemeinschaft und haben nur gemeinsamen Besitz. Eine 2009 gekaufte und seitdem an den jüngeren Sohn vermietete Eigentumswohnung. Der Mietpreis beträgt 75% der ortsüblichen Miete. In einer EAÜ- Rechnung wird die Wohnung im gemeinsamen jährlichen EKSt. Bescheid angegeben und abgeschrieben. Es sind noch Darlehensschulden und Werbungskosten in unserem EkSt. Bescheid absetzbar. Wir möchten die Eigentumswohnung auf unseren jüngeren Sohn schon jetzt oder in zwei Jahren dann schuldenfrei übertragen oder später vererben. Was ist die bessere Lösung. Ich möchte, dass der Erbe, unser Sohn keine Erbschaftssteuer bezahlt, da er die von uns angeschaffte und an ihn vermietete Wohnung schon fast 10 Jahre(2019) bewohnt und dadurch mitfinanziert hat. Auch unser Einfamilienhaus, das bis zum Ableben des letzten Ehepartners bewohnt und unterhalten wird, soll danach auch in seinen Besitz übergehen. Im 1. Stock vermieten wir eine gut ausgebuchte Ferienwohnung, deren Einnahmen in einer EAÜ – Rechnung auch im gemeinsamen jährlichen EKSt. Bescheid angegeben und abgeschrieben wird. Die Ferienwohnung macht Gewinn, die Eigentumswohnung von Jahr zu Jahr immer weniger Verlust, da Darlehensschuldzinsen und Renovierungskosten bei steigender Miete wegfallen. Welche Möglichkeiten der Übertragung der Eigentumswohnung(Markt- und Zeitwert: 300 000 €) und Einfamilienhaus(Schätzwert durch Immobilienmakler vor 2 Jahren: 200 000 €) sind für uns die günstigsten unter Ausschöpfung der Erbschaftssteuergesetze und Minimierung der Notarkosten? Der Freibetrag von 400 000 € eines Kindes kann bei Vererbung oder Schenkung doppelt(von je einem Ehepartner) genutzt werden. Wie ist das möglich? • Gesetzliche Erbfolge verteilt Nachlass vielleicht nicht wunschgemäß, obwohl sich alle Familienmitglieder einig sind. ½ Teil: Ehepartner Familienwohnhaus wird von überlebenden Ehepartner bewohnt. ¼ Teil: jüngerer Sohn erhält die von ihm bewohnte Eigentumswohnung ¼ Teil: älterer Sohn erhielt erschlossenen Bauplatz und Darlehenstilgung seines selbst gebauten Hauses und bekommt noch Geldzuwendung aus Nachlass. Ist eine Dokumentierung der Zuwendungen zu Lebzeiten sinnvoll zwecks späterer Pflichtteilsforderungen? • Der Erbfall kann ein oder mehrmals auftreten - z.B. Einzeltestamente; d.h. Teilung der Immobilien Eigentumswohnung und Einfamilienhaus sind nicht möglich; deshalb schließen wir diesen Fall aus. • Berliner Testament mit Erst Erb Ausschlussregel der Kinder und Widerverheiratungsklausel. Berliner Testament lässt keine 2 Erbfälle mit je 400 000€ Freibetrag für 1 Kind zu; Oder sind es dann im 2. Erbfall – Versterben des 2. Ehepartners - vielleicht 800 000 € Freibetrag? Deshalb denken wir an eine Schenkung der Eigentumswohnung oder einen Erbvertrag, was jedoch mit hohen Kosten verbunden ist. Welches sind die gesetzlich möglichen, sinnvollen und kostengünstigsten bzgl. Erbschaftsteuer und Notarkosten? Welches sind die Vor- und Nachteile der einzelner Varianten?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?