Untervermietung in Mietwohnung steuerlich relevant?

2 Antworten

Selbstverständlich sind Einkünfte aus Untervermietung zu versteuern, sofern denn überhaupt Einkünfte angefallen sind. Man darf da nicht den Zahlungseingang mit dem Ertrag gleichsetzen, sondern muß davon alle Aufwendungen in Abzug bringen. Welche das sind, hast Du ja schon erwähnt.

Und nebenbei gesagt: Ich ahne, was Hintergrund Deiner Frage ist. Der Sohn hat sich für das Untermietverhältnis Wohngeld geben lassen. An sich erstaunlich genug, dass das so durchgegangen ist. Nun aber steht das Untermietverhältnis in den Akten des Jobcenters und Du grübelst darüber, ob von da aus möglicherweise Informationen an Dein Finanzamt weiter gereicht werden können. Darüber würde ich mir auch Gedanken machen und rate Dir, die Sache mal sauber durchzurechnen.

Erst einmal danke für die Zeit, die deine Antwort in Anspruch nahm.

Zur Aufklärung:

Und nebenbei gesagt: Ich ahne, was Hintergrund Deiner Frage ist. Der Sohn hat sich für das Untermietverhältnis Wohngeld geben lassen. An sich erstaunlich genug, dass das so durchgegangen ist. >

Wer Leistungsbezieher nach dem SGB II ist, hat einen Anspruch auf die Kosten der Unterkunft. Da mein Sohn bereits weit über 25 ist, bin ich für ihn nicht mehr unterhaltspflichtig. Er hat gearbeitet, in die AV eingezahlt und aufgrund zwischenzeitlicher gesundheitlicher Probleme erst den Job und danach Frau und Kind verloren. Das führte zu einem Zusammenbruch, so dass es wichtig und richtig war ihn aufzunehmen. Somit erhielt er die KdU (Kosten der Unterkunft) - kein Wohngeld, denn Wohngeld bekommen nur Leute mit eigenem, jedoch niedrigem, Einkommen.

Nun aber steht das Untermietverhältnis in den Akten des Jobcenters und Du grübelst darüber, ob von da aus möglicherweise Informationen an Dein Finanzamt weiter gereicht werden können. Darüber würde ich mir auch Gedanken machen und rate Dir, die Sache mal sauber durchzurechnen.>

Sorry, aber das ist nicht meine Sorge und das war auch nicht meine Frage! Meine Frage war lediglich: siehe oben!

Unterstellungen dieser Art sind meiner Meinung nach eher deplatziert.

Vielleicht gibt es ja eine/n nicht voreingenommene/n Fachfrau/-mann, deren/dessen Antwort ich dann doch eher vertrauen möchte.

Ich finde im EkStG nur dieses: § 21 (1) Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind 1. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von unbeweglichem Vermögen, insbesondere von Grundstücken, Gebäuden, Gebäudeteilen, Schiffen, die in ein Schiffsregister eingetragen sind, und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht); 2. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung von Sachinbegriffen, insbesondere von beweglichem Betriebsvermögen; 3. Einkünfte aus zeitlich begrenzter Überlassung von Rechten, insbesondere von schriftstellerischen, künstlerischen und gewerblichen Urheberrechten, von gewerblichen Erfahrungen und von Gerechtigkeiten und Gefällen; 4. Einkünfte aus der Veräußerung von Miet- und Pachtzinsforderungen, auch dann, wenn die Einkünfte im Veräußerungspreis von Grundstücken enthalten sind und die Miet- oder Pachtzinsen sich auf einen Zeitraum beziehen, in dem der Veräußerer noch Besitzer war.

Frage 1: Welcher Absatz trifft auf meine Situation zu (Untervermietung von Nicht-Vermögen) ?

Frage 2: Die Einnahmen aus Untermiete betrugen 200,00 Euro, anteilig errechnet nach Größe der Wohnung und Größe des vermieteten Zimmers. Die Ausgaben betrugen ebenfalls 200,00 Euro - durch mich an den Hausbesitzer abgeführte Kaltmiete und Nebenkosten. Somit sind meiner Meinung nach die Einkünfte = 0. Oder sehe ich das falsch?

Ich wünsche ein erholsames Wochenende.

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@muellersliese

Vielleicht gibt es ja eine/n nicht voreingenommene/n Fachfrau/-mann, deren/dessen Antwort ich dann doch eher vertrauen möchte.

Den gibt es und den nennt man Steuerberater. Aber dazu muß man ja bereit sein, Geld auszugeben. Wenn man was kostenlos haben will, muß man nehmen was da kommt.

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@Privatier59

"Müssen" muss man gar nichts!

Fragen jedoch kann man ja mal und das Forum jederzeit wieder verlassen, wenn ein Privatier lästig wird. Tschüß!

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@muellersliese

Zu Deiner Frage 1 aus der Antwort auf P59.

Wie kommst Du auf die Idee des Nicht-Vermögens? Zu zitierst den §21 EStG, dort steht doch "unbewegliches Vermögen, insbesondere Grundstück, Gebäude und Gebäudeteile" Ein Zimmer ist ein Gebäudeteil!

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@muellersliese

Tschüß!

Porca miseria und grand malheur! Schon wieder ein user weniger. Wie soll ich das nur der Familie beibringen, dass es dann keine Mäuse mehr gibt?

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Unter § 21 fallen auch Einnahmen aus der Vermietung von Sachen, die einem nicht gehören. Auch sie sind unbewegliches Vermögen. Wird eigenes Mobiliar mitvermietet, so ist das ein Sachinbegriff im Sinne des Gesetzes.

Mietverträge zwischen Angehörigen beurteilen die Finanzämter skeptisch. Hier dürfte es allerdings anders sein, weil der Sohn nicht mehr zur Haushaltsgemeinschaft gehörte und mehr oder weniger zwangsweise wieder aufgenommen wurde. Vgl. "Hinweise" zu den Einkommensteuer-Richtlinien, H 21.4 Vermietung an Unterhaltsberechtigte EStH 2011.

Vermietet jemand Teile der eigenen Wohnung, so interessiert das die Ämter nicht, sofern die Einnahmen im Kalenderjahr unter 520 Euro bleiben. R 21.2 Absatz 1 der Einkommensteuer-Richtlinien. Diese Grenze dürfte hier in beiden Jahren überschritten sein, sofern das Mietverhältnis nicht erst Ende des Jahres begonnen hatte.

Mieteinnahmen für Teile der eigenen Wohnung können unter § 21 fallen. Das hat der Bundesfinanzhof 2008 entschieden. Dort ging es um "Messezimmer" in einem Reihenendhaus, die gelegentlich vermietet und manchmal auch selbst genutzt wurden. Der Bundesfinanzhof konnte das nicht selbst klären.

Falls die Einnahmen anzusetzen sind, muss die anteilige Miete gegengerechnet werden (Werbungskosten). Wenn Einnahmen und Werbungskosten gleich hoch sind, kommt einkommensteuerlich ohnehin nichts heraus. Dann sollte es auch so erklärt werden.

3 Fragen zur Steuererklärung: Nebenjob, Untervermietung, Vorsorgeaufwand

Hallo, ich sitze gerade an meiner Einkommensteuererklärung für 2014 mit Elster. Dabei tun sich mir 3 Fragen auf:

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  2. Ich habe meine Wohnung 8 Monate als WG genutzt und 1 Zimmer (+ Mitnutzung der Gemeinschaftsräume) untervermietet. Meine Rechnung: Einnahmen aus Untervermietung Gesamtausgaben/Gesamt qm * vermietete Fläche - erhaltene Untermiete = -1,08€ pro Monat (also ich habe sogar ca. 8 € Verlust gemacht) Ist das so richtig gerechnet? Muss ich in der Steuererklärung dann überhaupt etwas angeben, wenn ich keine Einnahmen erzielt habe?

  3. Problem bei Berechnung der Höhe der zu zahlenden Steuer mit Elster: Anlage Vorsorgeaufwand, S. 2: Fehlermeldung: "Für die Ermittlung der Höhe der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen der erklärten Versicherungsbeiträge ist eine Aussage zu den ggf. erhaltenen steuerfreien Zuschüssen/Beiträgen/Beihilfen zur Krankenversicherung erforderlich" Rote Felder: 35-39, 45, 47-52). Zunächst hatte ich die Beträge für Berufsunfähigkeits- und private Haftpflichtversicherung in die Felder 49 und 50 eingetragen. Nach der Fehlermeldung dann in alle anderen roten Felder eine 0. Immer noch falsch... dann versuchsweise alles rausgelöscht: Fehler, dann überall 0 eingetragen: immer noch Fehler. Was soll ich machen???? Was will Elster mir damit sagen? In der Fehlermeldung steht auch noch "ggf." Soweit ich das richtig verstanden habe, ist der Fall bei mir nicht gegeben.

Freue mich auf schlaue, hilfreiche und bitte verständliche Antworten (ist meine erste Steuererklärung...)

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Unser Sohn macht ein Duales Studium und erhält ein Gehalt wovon er auch Steuern abgezogen bekommt (ca. 20,-€/Monat). Er wohnt weiterhin in unserem Haushalt und wir als Eltern erhalten Kindergeld für ihn. Kann unser Sohn trotzdem seine Ausbildungskosten steuerlich geltend machen bzw. ist er überhaupt verpflichtet eine Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben.

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Das is absolut kein Zusammenleben mehr und ich habe nun 2 völlig verschiedene Antworten im Internet gefunden! Welche stimmt nun davon? Einen Anwalt kann ich mir leider nicht leisten:

Beispiel 1:

Wird ein unmöbliertes Zimmer in einer vom Hauptmieter selbst bewohnten Wohnung untervermietet, so kann der Hauptmieter nach § 573a BGB kündigen, ohne daß er ein berechtigtes Interesse an der Kündigung nachweisen muss. Die reguläre Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate.

Beispiel 1: Die normale Kündigungsfrist beträgt drei Monate, eine Kündigung ist dann innerhalb von sechs Monaten ohne Nachweis des berechtigten Interesses seitens des Hauptmieters möglich.

Diese Regelung bezweckt, die Kündigung wegen des engen Zusammenlebens der Parteien zu erleichtern, und gilt z. B. auch bei der Vermietung von Einliegerwohnungen. Eine derartige Kündigung unterliegt aber besonders strengen formalen Voraussetzungen.

Beispiel 2:

Rechte und Pflichten aus dem Untermietvertrag Wenn der Hauptmieter einen Untermieter vertraglich in die Wohnung aufnimmt, kann der Untermieter eigene Mieterrechte gegenüber dem Hauptmieter geltend machen. So gilt zum Beispiel der gesetzliche Kündigungsschutz des Mietrechts. Der Hauptmieter kann dann nur mit einer Frist von drei Monaten und nur bei berechtigtem Interesse kündigen. Bei Mängeln kann der Untermieter die Miete mindern. Der Kündigungsschutz im allgemeinen Mietrecht (Erfordernis eines berechtigten Interesses des Vermieters für die Kündigung) gilt aber bei einer Untervermietung nicht, wenn der Hauptmieter die Wohnung ganz oder überwiegend mit Gegenständen eingerichtet hat.

Kann mir bitte jemand helfen?

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