Umsatzsteuer nachzahlen?

5 Antworten

Nach § 19, Abs. 3 Satz 3 ist der Umsatz auf das Jahr hochzurechnen, wenn die Tätigkeit nur für einen Teil des Jahres ausgeübt wurde.

Wenn es im August begonnen hat, müßtet ihr also den Umsatz durch 5 teilen und mit 12 multiplizieren.

Es ist etwas verwunderlich, das die Beraterin das nicht gewußt haben soll.

Für Eurer Startjahr, war es bisher so geregelt, das man es bei den Finanzämter großzügig gesehen hat.

Es gibt aber ein BFH Urteil (Aktenzeichen: V B 164/06) , was dies anders geregelt hat.

http://www.akademie.de/existenzgruendung/arbeitslosigkeit/tipps/aktuelles/kleinunternehmer-umsatzgrenze.html

Nach Lektüre dieses Artikels solltet ihr selbst (ohne die Beraterin) den Weg zum Finanzamt nehmen.

Ich denke ihr könnt mit denen besser verhandeln, weil ihr den "Unwissenheitsbonus" bekommt, den ein Berater nie bekommen darf.

Ich drücke Euch die Daumen.

Ab 2010 seid ihr dann aber auf jeden Fall mit der Regelbesteuererung dran, weil 2009 über 17.500,- war.

Vielen Dank für die schnelle Antwort. So wie ich es verstehe, ist das dann vom Entgegenkommen das Finanzamtes abhängig. Dass diese "Rumpfjahr"-Regelung der Beraterin nicht bekannt war, verwundert und ärgert mich selber - ist aber wirklich so. Diese beraterin hat aber eben gerade sie Steuererklärung für 2008 fertig gemacht. Sollten wir mit ihren Berechnungen dann zum Finanzamt gehen oder ihr den Auftrag sozusagen entziehen und mit eigenen Berechnungen zum Finanzamt gehen?

Inzwischen habe ich noch etwas weiter geforscht und ich denke, Oerdiz hat recht: Wir sind auf jeden Fall 2009 kein Kleinunternehmer mehr. Ich habe das nirgens anderswo gelesen, dass es wie im Link von wfwbinder da eine Kulanz für das Startjahr -und Folgejahr gibt. Allerdinds sehr wesentlich und wichtig ist, dass man beim "Rumfjahr" nicht die Monate seit Geschäftseröffnung zählt, sondern auch die Monate der Vorbereitungen, insofern sie bereits mit Kosten verbunden waren. Siehe: http://www.mein-geschaeftserfolg.de/Aktuelles/tipp/umsatzsteuer-fuer-kleinunternehmer-teil-3-verschenken-sie-nicht-tausende-euro-umsatzsteuer.html?no_cache=1&cHash=489a6197fc Das könnte uns eventuell noch retten!

Ich möchte im Nebengewerbe Kleinunternehmer sein, werde Flugtickets kaufen und verkaufen, falle ich unter die Umsatzsteuer?

Hallo liebe Gemeinde, ich möchte als Kleinunternehmer im Nebengewerbe als Reisevermittler Flugtickets von Fluggesellschaften einkaufen (über bestimmte Portale, -> Consolidator) mit Gewinn weiterverkaufen.

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Als Kleinunternehmer sind bis zu 17.500€ Umsatzerlöse möglich. Wenn die Umsatzerlöse von meinen Flugtickets nicht steuerpflichtig ist, dann muss ich doch nur mein Gewinn - also Marge - aufaddieren um an die 17.500€ zu kommen oder nicht?

Wenn ich von den 220,00€ erstmal 19% Ust abgeben müsste, wären das 41,80€. Dann hätte ich ja Verlust.

Müsste ich auf die 220€ die 19% Ust addieren (falls notwendig) dann wäre der Preis in Höhe von 220,00€ + 41,80€ = 261,80€ gar nicht mehr konkurrenzfähig.

Habe ich einen Denkfehler oder vertausche gerade irgendwelche gesetzlichen Regelungen was gar nicht zusammengehört? :(

Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Mit lieben Grüßen!

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Optiert zur Regelbesteuerung?

Seid Jahren bin ich selbstständig und war immer regelbesteuert. 2008 fiel mein Umsatz weit unter 17500 Euro, ich war aber weiter regelbesteuert, bzw habe gar nicht an die Kleinunternehmerregelung gedacht. 2009 passierte das gleiche. Erst 2010 habe ich von der Kleinunternehmerregelung gebrauch gemacht. Das blieb bis heute so. Mitte August 2013 kam ein Schreiben vom FA, dass das nicht ginge, ich sei 5 Jahre an die Regelbesteuerung gebunden, weil ich 2009 Umsatzsteuer ausgewiesen habe.Ich würde nun für 10,11 und 12 die Umsatzsteuer schulden. Kann so etwas wahr sein, auch dass ich erst nach 3 Jahren Informiert werde. vielen Dank für eine Antwort

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Erzwungener Wechsel Kleinunternehmer zu Regelbesteuerung

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Lange Rede kurzer Sinn: Schrabble am Existenzminimum (seit Mitte '08 fast 10.000€ Einkommensteuer vorgezahlt ) und weiss weder ein noch aus.

Vielen vielen Dank für die Hilfe, mein Nervenkostüm ist mittlerweile komplett zerrüttet.

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Kleinunternehmerregelung nur bei einem von mehreren Gewerbe?

Hallo!

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Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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Muss ich die Umsatzsteuern für 2015 und 2016 nachzahlen?

Hallo, ich habe 2014 im November ein Kleingewerbe angemeldet. In den 2 Monaten hatte ich einen Umsatz von etwa 5000 Euro? Ich weiß das es gilt den Umsatz von 17500 Euro auf das ganze Jahr hochgerechnet nicht zu überschreiten, dies ist hierbei jedoch der fall. Das Finanzamt hat aber nichts von einer Umsatzsteuer bekundet. Deshalb habe ich das Gewerbe 2015 und 2016 im Wissen das es ja noch ein Kleingewerbe ist weiter geführt (ich habe die 50000 Euro in 2015 und 2016 bewusst nicht überschritten. Jetzt möchte das Finanzamt das ich für diese beiden Jahre jedoch die Umsatzsteuer nachzahle, diese habe ich den Kunden ja aber nicht in Rechnung gestellt. Kann das Finanzamt das so einfach tun und kann ich da etwas gegen machen? Hätte ich gewusst das ich Umsatzsteuer zahlen muss hätte ich das Gewerbe ja garnicht weiter geführt.

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