Kleinunternehmen zahlen bis 17500 Euro Umsatz NIE steuern nach?

2 Antworten

Hallo, hier noch eine vereinfachte Antwort, die vielleicht hilfreich ist:

Als Kleinunternehmer zahlt man unter 17.500€ KEINE UMSATZSTEUER!
Unter 8.652€ Einkommen zahlt man ÜBERHAUPT KEINE STEUERN!

Verdient man maximal 8.652 Euro pro Jahr, ist man in der sogenannten Nullzone – man zahlt "Null" Einkommensteuer. Auf den Monat umgerechnet sind das 721 Euro. So viel Geld darf man also verdienen oder zum Beispiel über eine vermietete Wohnung einnehmen oder als Zinsen von Ihrem Sparbuch bekommen, ohne dass dieses Geld versteuert wird.

Für jeden Euro, der über dem Grundfreibetrag von 8.652 Euro pro Person im Jahr liegt, muss man Steuern zahlen.

Quelle: https://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/wie-funktioniert-unser-einkommensteuersystem.html

+++ Zitat: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? +++

Aber wie läuft es ab wenn man Hauptberuflich verdient, worauf ja aber schon die Steuern bezahlt werden und man mit dem Kleingewerbe ca. 5000€ jährlich verdient? Ich verstehe das in diesem Zusammenhang nicht???

Kleinunternehmerregelung Definition "wenn VORRAUSSICHTLICH der Umsatz 50.000 Euro nicht übersteigen wird"?

Hallo,

ich bin in diesem Jahr Kleinunternehmer und habe mit nun 17000 Euro umsatz aufgehört Umstätze zu generieren, weil ich den Kleinunternehmerstatus im nächsten Jahr nicht verliren möchte.

Nun heißt es aber, dass darüber hinaus auch nicht ERWARTET werden darf, dass ich im nächsten Jahr mehr als 50.000 Euro Umsatz mache. Im Gesetz steht glaube ich, dass ich von der Regelung gebrauch machen darf, wenn mein Umsatz im nächsten Jahr vorraussichtlich nicht 50.000 Euro überschreiten wird.

Dass ich weiterhin für 2017 die KUR in Anspruch nehmen darf, wenn ich entgegen meinen Erwartungen 50.000 Euro übersteige, ist mir klar.

Aber das ist für mich sehr wage. Ich hätte nie gedacht, dass es in einem so überregulierten Land wie Deutschland ein so wichtiges Gesetz gibt, das über finanzielle Verbindlichkeiten im 5-stelligen Betrag entscheidet und auf dem aufbaut, was der Steuerpflichtige "glaubt" oder "vermutet".

1.) Zu welchem Zeitpunkt muss denn diese Prognose erstellt werden? 31.12. des Vorjahres? Und was wenn sie sich später ändert?

2.) Wenn man am 30.12. des nächsten Jahres zu der Erkenntnis kommt, dass man am 31.12. den entscheidenden Silvesterknaller verkaufen und auf 50.001 Euro Umsatz kommen wird, dann wird man mit Sicherheit sage ich jetzt mal davon ausgehen können, dass man für dieses Jahr nicht regelbesteuert werden muss. Aber was wäre, wenn sich diese Situation früher abspielt? Im November, Oktober, Juni? Wann ist die Grenze?

3.) Und was, wenn man im Januar schon 49,000 Euro Umsatz gemacht hat aber davon ausgeht, dass man nach weiteren 999 Euro Umsatz im Februar für den Rest des Jahres aufhört und keinen Umsatz mehr macht?

4.) Was, wenn man überhaupt keine Prognose aufstellen kann, wie bei mir?

Ich könnte, wenn ich das ganze Jahr selbständig arbeiten würde, locker 60.000Euro oder 80.000 Euro machen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Vielleicht sogar 100.000 Euro. Aber ich weiß noch nicht, wieviele Monate ich tatsächlich arbeiten werde. Das hängt von vielem ab. Z.B. würde ich vielleicht ab Sommer wieder studieren, wenn ich zugelassen werde. Auf jeden Fall möchte ich keine Ust bezahlen. Und wenn ich das müsste, dann würde ich lieber 0 Euro Umsatz machen und mich lieber irgendwo anstellen lassen, weil der Stundenlohn bei der Selbständigkeit dann leider überhaupt nicht mehr attraktiv wäre.

5.) Darf ich unter diesen Umständen die KUR in Anspruch nehmen und damit rechnen, dass die Regelbesteuerung für mich nicht zutreffen wird?

Vielen Dank

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