Tierkommunikation anmelden?

2 Antworten

Ich sehe das etwas differenzierter als der Privatier.

Gewerbe wird es wohl sein, was zur Anmeldepflicht beim Gewerbeamt führt. Ob da was zu versteuern ist, muss hingegen geprüft werden.

Wenn die Honorare nicht höher sind als die Ausgaben, was mit ""Aufwands" Entschädigung" wohl gemeint ist, kommen wir hier nicht zu einer einkommensteuerpflichtigen Quelle.

Sind die Einnahmen jedoch höher und entsteht ein Gewinn, so fragt das Finanzamt nicht, ob der etwa gewollt war. Der wäre dann der Gewerbesteuer und der EInkommensteuer zu unterwerfen.

Bei der Umsatzsteuer sieht es wieder anders aus, denn da eine Wiederholungsabsicht besteht und auch sonst alle Voraussetzungen erfüllt werden (Leistungsaustausch, Ort im Inland), sind die Honorare umsatzsteuerbar und - mangels Befreiungsvorschrift - auch umsatzsteuerpflichtig.

Die Anwendung der Kleinunternehmerregelung wäre anhand der Größenordnung der Einnahmen zu püfen.

Ich stufe das in den Bereich der Esoterik ein und halte diese Entscheidung für vergleichbar:

https://www.ra-kotz.de/kartenlegerin.htm

Kurzum: Das ist ein Gewerbe und demgemäß anmeldepflichtig und auch steuerpflichtig.

Honorare als Aufwandsentschädigung zu bezeichnen ist natürlich schon recht originell und durchaus ausbaufähig. Wenn das funktionieren könnte, würde auf jeden Kassenzettel demnächst "Schenkungsvertrag" stehen und die dort aufgeführten Preise als Aufwandsbeteiligung bezeichnet werden. Glaube nicht, dass sich das Finanzamt dadurch beeindrucken läßt.

Allerdings werden die "Aufwandsentschädigungen" im Esoterikbereich branchenüblich in bar kassiert. Große Diskussionen über die Einnahmehöhe wird man mit dem Finanzamt deshalb in der Regel nicht führen brauchen.

Hach, der gute alte Kotz. Inzwoschen haben sie ihre Bilder rausgenommen, da stnd der Name ja bereits im Gesicht.

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Ist das Esoterik oder Tierquälerei?

Meine Katze würde ganz schön kratzbürstig, wenn ich ihr ständig was ins Ohr quatschen würde.

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Einmalige gewerbliche Tätigkeit als Student - Versteuerung?

Hallo!

Folgende Situation bringt mich gerade etwas zum Verzweifeln: Ich wurde von einer privaten Wohnungsvermietung gefragt, ob ich dieses Jahr einmalig ihre Betriebskostenabrechnungen machen würde. Ich würde quasi alle Materialien/ Daten bekommen, schreibe die Abrechnungen und gebe sie ab. Zeitlicher Aufwand läge bei 2/3 Wochen; Verdienst bei 300/400 Euro. Wäre, neben einer Praktikumsvergütung Anfang des Jahres, mein einziger Jahresverdienst.

Nun hatte ich schon mal recherchiert und rausgefunden, dass die Arbeit an sich gewerblich WÄRE, wenn es nachhaltig wäre. Da es aber eine einmalige Sache wäre, reiche eine Rechnung, die ich privat ohne USt schreibe und den Verdienst in der nächsten Steuererklärung in Anlage SO angebe.

So weit, so gut. Sicherheitshalber dann nochmal beim Finanzamt nachgefragt, weil einige gefundene Aussagen widersprüchlich waren. Die sagten mir jetzt, dass ich IN JEDEM FALL ein Gewerbe anmelden muss und wenn das wirklich nur eine einmalige Sache ist, könnte ich das Gewerbe danach ja gleich wieder abmelden; mit den Kosten dafür müsste ich eben leben. Privatrechnung wäre in keinem Fall ausreichend, weil die Tätigkeit gewerblich ist.

Jetzt bin ich absolut verwirrt... Würde die Arbeit wirklich gern machen, aber wenn ich für was Einmaliges noch Gewerbe anmelden soll - nein danke.

Kann mir jemand von euch weiterhelfen, wie eine solche Tätigkeit abzurechnen/zu versteuern wäre? Wirklich nur über Gewerbeanmeldung und dann als Verdienst aus Gewerbe?

Falls es andere Möglichkeiten außer Gewerbe gibt: hättet ihr rechtliche Grundlagen für mich, mit denen ich den Finanzamt im Zweifelsfall argumentieren könnte? (Dass es einmalig und mMn damit nicht gewerblich ist, scheint nicht zu reichen...)

Schon mal danke für eure Antworten!

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