Fohmarkt-Ebayverkauf Steuerermittlung

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4 Antworten

Meines Wissens ist es nicht steuerpflichtig, solang du es nicht professionell machst. Soll heißen wenn du Produkt A 100 Mal anbietest dann musst du es schon anmelden. Aber wenn du einfach ein paar alte Sachen verkaufst, dann geht das völlig in Ordnung. Wenn es sehr wertvolle Sachen sind dann solltest du schauen wie lang du es schon besitzt. Alles was über ein Jahr in deinem Besitz ist (bewegliche Gegenstände) sind kein Spekulationsgegenstand mehr und damit steuerfrei wenn du sie privat verkaufst.

TopJob 15.05.2012, 16:42

Mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig. Ein gewerbsmäßiger Handel kann schon vorliegen, wenn wenige Artikel (nicht unbedingt die selben) regelmäßig verkauft werden. Wenn also die Fragestellerin schon selbst von einem Gewerbe ausgeht, würde ich das auch erstmal annehmen.

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wie du selbst schreibst, willst du das Ganze gewerblich aufziehen. Deshalb gilt für dich dann die Differenzbesteuerung.

Zitat: Differenzbesteuerung

Die Differenzbesteuerung ist beim Handel mit bereits gebrauchten beweglichen körperlichen Gegenständen von Bedeutung. Mit ihr soll vermieden werden, dass beim Wiederverkauf auf den gesamten gebrauchten Gegenstand nochmals in voller Höhe Umsatzsteuer berechnet wird.

Bei der Differenzbesteuerung unterliegt nur die Differenz zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis der Umsatzsteuer. Die Differenzbesteuerung kommt nicht zu Anwendung bei Eigennutzung des erworbenen Gegenstandes durch das Unternehmen oder beim Erwerb zu privaten Zwecken.

Für die Anwendung der Differenzbesteuerung wird vorausgesetzt, dass ein Wiederverkauf vorliegt, der Gegenstand im Gemeinschaftsgebiet erworben wurde und der Verkäufer beim Verkauf an Wiederverkäufer keine Umsatzsteuer schuldet oder dass der Verkäufer unter die Differenzbesteuerung fällt.

Primär ist, dass beim Erwerb keine Umsatzsteuer angefallen ist. Dies ist zum Beispiel bei Erwerben von Privatpersonen, Kleinunternehmen, die nicht zur Umsatzsteuer optiert haben, und Berufsgruppen, die nicht der Umsatzsteuer unterliegen, der Fall.

Ein Wiederverkäufer ist ein Unternehmer, der gewerblich überwiegend Gebrauchsgegenstände erwirbt und selbst wieder verkauft. Dies ist zum Bespiel bei Gebrauchtwarenhändlern der Fall. Zitatende

Quelle, Urheberrechte und weitere Informationen hier:

http://www.steuertipps.de/lexikon/d/differenzbesteuerung

Du musst zwischen Umsatzsteuer und Einkommensteuer unterscheiden. Erstere brauchst du nicht zu zahlen, wenn du Kleinunternehmer im Sinne des UStG bist. D. h. wenn du voraussichtlich nicht mehr als 17.500 EUR Umsatz machst. Dann stellst du zwar Rechnungen (das meinst du vermutlich mit deinem "Bon") aus, zahlst aber auch keine USt. (darfst sie dann natürlich auch nicht ausweisen).

Bei der Einkommenssteuer ist es so, dass du den Gewinn versteuern muss. D. h. Erlös aus dem Verkauf abzüglich dem Einkaufspreis und eventueller Kosten (z. B. Ebay-Gebühren, Verpackungsmaterial, etc.) Hierzu machst du eine Einnahme-Überschuss-Rechnung. D. h. du führst alle Kosten auf der einen Seite und alle Einnahmen auf der anderen Seite auf. Die Differenz stellt dein Gewinn bzw. Verlust da. Solltest du einen Gewinn haben, versteuerst du diesen durch deine Steuererklärung zu deinem persönlichen Steuersatz.

Du solltest natürlich zu jedem verkaufen Artikel und auch zu deiner Ausgaben (z. B. Einkauf der Ware, Verpackungsmaterial, etc.) die entsprechenden Rechnungen aufbewahren. Am besten nummerierst du sie durch, sortierst sie dann in Ordnern ein und schreibst die jeweiligen Nummern an die Posten deiner Einnahme-Überschuss-Rechnung.

für jedes verkaufte teil muss eine Rechnung erstellt werden (sofern Sie es als Gewerbe machen).

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