Sind Gerichtskosten vererbbar?

2 Antworten

Gerichtskosten werden dem Erbe zugeschlagen und sind damit genau so vererbbar, wie alles andere auch. Man muss sich vor einer Annahme einer Erbschaft darüber schlau machen, was man wahrscheinlich erben wird. Sollten es nur Schulden sein, unbedingt ablehnen. Man kann Erbschaften grundsätzlich ablehnen, wenn man sich nicht sicher ist, was es zu erben gibt. Das Erbe wird dann dem nächsten in der Erfolge angetragen.

Hallo! Also ich habe neulich gelesen, dass Gerichtskosten ebenso vererbbar sind wie andere Schulden. der beste Weg sich davor zu schützen ist immernoch das Erbei nicht anzunehmen. Dies solltest du aber mit deinem Vater absprechen bevor du am Ende doch noch etwas ablehnst, das du gerne erben würdest. Viel Glück

Werden Schulden automatisch an die Kinder weitervererbt ...

... und diese müssen die Schulden dann ausschlagen, oder ist es bei Schulden so, dass bei Todesfall diese einfach verfallen?

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Erbe und Elternunterhalt bei Alkoholikerin?

Hallo,

mein Opa ist vor ca. 2 Jahren gestorben und hat meiner Schwester und mir zwei Wohnungen per Testament vererbt. Mein Opa hat zwei Töchter. Meine Tante hat bereits eine andere Wohnung per Schenkung erhalten, meine Mutter wurde bis auf das Nießbrauchrecht einer unserer Wohnungen, welche zudem noch nicht vollständig abgezahlt ist, enterbt. 

Leider entwickelt sich meine Mutter (52 J.) durch ihr Verhalten (Alkoholikerin) immer schneller zum Pflegefall. Aufgrund der Zeichenbegrenzung etwas mehr Hintergrund dazu im ersten Kommentar.

Sie hatte bereits früher (unbegründet) eine Pflegekraft, wodurch uns damals das Sozialamt anschrieb aber glücklicherweise befreite. Da sie ihren Lebensstil nicht geändert hat, kommen mittlerweile auch (alkoholbedingte) Krankheiten hinzu, wodurch sie wirklich bald ein Pflegefall werden könnte. 

Nun versuchen meine Schwester und ich natürlich, unser Erbe und "Vermögen" zu schützen, da unsere Mutter uns im Leben bisher ausschließlich geschadet hat, zudem nichts (außer Schulden) hinterlassen wird. Auch haben wir im letzten Jahrzehnt sehr sparsam gelebt, um aus diesen Verhältnisse rauszukommen. Jetzt zusehen zu müssen, wie dies uns ggf. wieder genommen wird, fühlt sich sehr unfair an. 

Daher haben wir folgende Fragen:

  • Denkt ihr, dass wir für unsere Mutter aufkommen müssen? Diverse Nachweise über das Fehlverhalten unserer Mutter in der Kindheit (z.B. Unterhaltstitel) und ggü. unserem Vater liegen vor und hatte das Sozialamt bereits einmal akzeptiert. Allerdings war das Erbe damals noch kein Thema.
  • Könnte meine Mutter ihren Pflichtteil einklagen? Wie hoch wäre dieser?
  • Sie ist neu verheiratet, natürlich mit einem Alkoholiker. Dieser hat durchblicken lassen, nur wegen dem potenziellen Erbe geheiratet zu haben. Hat er hier irgendwelche Möglichkeiten?
  • Kann das Sozialamt, sobald eine Forderung vorliegt und es über die Nachlasssituation Bescheid weiß, den Pflichtteil einklagen?
  • Können private Gläubiger irgendwie dafür sorgen, dass der Pflichtanteil eingeklagt wird? Unserer Mutter ist vermutlich in einem privaten Insolvenzverfahren.
  • Das Nachlassverfahren ist noch nicht ganz durch - kann unsere Mutter das Erbe ablehnen? Gibt es eine Frist? Entfällt dadurch auch ihr Anspruch auf den Pflichtteil?
  • Kann das Sozialamt uns zwingen, die Wohnungen zu verkaufen, wenn wir nicht anderweitig für die Pflege aufkommen können?
  • Falls sie ihren Pflichtteil einklagen könnte, also z.B. einen Teil der Wohnungen, wer bekommt diesen dann, wenn sie verstirbt? Wir hatten eigentlich vor, ihr Erbe aufgrund der Schulden abzulehnen.
  • Wäre es vielleicht sinnvoll, direkt zu einem Anwalt für Familienrecht / vor Gericht zu gehen?

Wir versuchen aktuell, uns solange wie möglich selbst um sie zu kümmern. Bei einem Stundensatz von ca. 60€/h des Dienstes erledigen wir den Einkauf lieber selbst, soweit/solange noch möglich. Natürlich gegen unseren Willen, aber unsere Mutter scheint hier leider am längeren Hebel zu sitzen.

Vielen Dank für die Zeit und Auskünfte. 

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Berliner Testament - Alleinige Immobilie eines Ehepartners - Pflichtteil voreheliches Kind des anderen Ehepartners?

A und B sind verheiratet. A hat aus einer vorherigen Beziehung ein Kind K1. Beide haben ein gemeinsames Kind K2. B besitzt eine Immobilie. Es besteht ein Berliner Testament mit K2 als Schlusserbe. K1 soll auf den Pflichtteil beschränkt werden.

  1. A stirbt zuerst. Hat K1 Recht auf seinen Pflichtteil aus dem alleinigen Vermögen von A? Wie wird das gemeinsame Vermögen von A & B, z.B Aktienfonds bewertet?
  2. B stirbt zuerst: Die Immobilie und das gemeinsame Vermögen fällt an A. K1 hat keinen Anspruch. Wenn A stirbt, hat K1 dann ein Recht auf dem Pflichtteil des gesamten Vermögens von A, also auch der geerbten Immobilie von B?
  3. Welche Schritte sind notwendig den Pflichtteil von K1 zu minimieren, insbesondere wenn B zuerst stirbt?

Danke!

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Erbe für den Lebenspartner des verschuldeten hauses.

Mein Lebensgefährte hat ein verschuldetes 2 Familienhaus, wir selbst wohnen im Erdgeschoss, oben vermietet. Seine erwachsenen Kinder lehnten nach dem Tod der in Scheidung lebenden Ehefrau meines Lebensgfährten jegliche Erbschaft ab. Die eine Tochter ist 100 % schwerbehindert, die Heimkosten werden vom Sozialamt bezahlt. Wenn mein Lebensgefährte sterben würde und es lediglich eine Lebensversicherung - die er für seinen laufenden Kredit - nicht fürs Haus- mit abschloss- , ich würde ca. 40.000.- € erhalten, wie könnte ich vorgehen, um nicht eine hohe Erbschaftssteuer zu zahlen ? Heiraten können wir nicht, da meine Witwenrente für mich lebensnotwendig ist. Meine eigene Rente ist auch nicht sehr hoch, obwohl ich bis zum 60. Lebensjahr , auch mit 5 Kindern , gearbeitet habe. Ich bin berufsunfähig, habe deshalb auch nicht die vollen 18 % Abzüge. Vielleicht gibts eine Lösung. Wenn wir beide ein selbst verfasstes Testament schreiben, ohne Notar, gilt das dann auch ?????

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Übernahme von meiner Lebensversicherung?

Mein Vater hat für mich eine Lebensversicherung vor 15 Jahren abgeschlossen (Laufzeit 25 Jahre) und monatlich eine Summe eingezahlt.

Wie er vor 3 Jahren krank wurde, habe ich diese auf mich überschreiben lassen und die monatlichen Kosten übernommen, damit er finanziell entlastet wird.

Jetzt ist mein Vater gestorben, daher meine Frage.

Ist diese Lebesversicherung schon ein Teil von der Erbmasse die mir zusteht.

Es wird mir jetzt nichts ausbezahlt, den Lebensversicherung war als Rentenunterstützung gedacht und wird von mir auch weiter einbezahlt.

Vielen Dank, Isabella K.

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Verstorbener Ehemann hatte kein Vermögen bzw. Konto?

Der verstorbene Ehemann (6 jahre arbeitslos ohne Leistung, dann Rente) hat seine Rente mit aufs Konto der Ehefrau überweisen lassen (Witwe ist alleinige Inhaberin des Kontos). Muss sie den Erben Auskunft über ihr eigens Konto geben? Oder kann sie mit Rentenbescheid und Steuererklärung dieses beim Nachlassgericht nachweisen.

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