Praktikum mit pauschaler Aufwandsentschädigung – welches Arbeitsverhältnis und wie zu versteuern?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das dürfte trotz aller Umgehungsversuche Arbeitslohn sein. Da hat das "große deutsche" Unternehmen anscheinend versucht, sich die Lohnnebenkosten zu sparen und eine hübsche Formulierung an den Vertrag geschnitzt.

Tatsächlich bleibt eine Rose auch eine Rose, wenn du sie anders nennst - und so ist es mit Arbeitslohn auch. Wenn der Vertrag ansonsten deine Pflichten definiert wie sie arbeitnehmerüblich sind, dann bist du Arbeitnehmer und das Geld ist Arbeitslohn.

Aber das ist das Problem des Unternehmens. Nicht deins.

Das »große deutsche« entspricht zumindest mal einer Angestelltenzahl im fünfstelligen Bereich. Soweit ich Bescheid weiß, führen die jedes Jahr mehrere hundert solcher Praktika durch, weswegen ich mir einerseits nicht vorstellen kann, dass sie sich damit permanent auf rechtlichem Glatteis bewegen, andererseits habe ich das Gefühl, dass es ohne jegliche Belege, Abrechnungen und Steuern doch mit unlauteren Mitteln zuging.

Ich habe bedenken, dass die schlafenden Hunde geweckt werden, wenn ich das nächstes Jahr (in irgendeiner Form) in der ESt-Erklärung angeben möchte.

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@sebmaier

Solche Unternehmen werden ja nicht zentral geleitet, das geht nicht. In irgendeiner Filiale oder Betriebsstätte mit eigenen Strukturen wirst du sicherlich gelandet sein. Da kann es durchaus passieren, dass der lokale Personaler anders entscheidet als die anderen personaler desselben Unternehmens.

Als was möchtest du das denn in der Einkommensteuererklärung angeben?

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@EnnoBecker

Dieses Unternehmen arbeitet eigentlich ausschließlich zentral. Also soweit ich weiß, werden alle Praktika in der Zenatrale angebahnt, vergeben und verwaltet. Dort finden die Auswahlgespräche statt, dort sitzen die Kontaktpersonen. »Filialen« in dem Sinne hat dieses Unternehmen nämlich sowieso nicht.

Ich dachte, dass ich es in der ESt-Erklärung unter »Sonstige Einkünfte« eintrage. Andererseits ist es, wie du ja schon schriebst, eigentlich nicht mein Problem. Wenn das wirklich eine »Pauschale für sonstige Aufwendungen« ist, dann kommt sie vielleicht nirgendwo rein.

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@sebmaier

Also ich denke auch, dass der Eintrag bei "Sonstige" Einkünfte, Anlage SO, richtig ist.

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Für eine Arbeitsleistung bekommt man Lohn. Es kann egal sein auf welchem Wege die Zahlung erfolgt, dies kann auch statt der Überweisung, eine Scheck Hingabe sein. Natürlich ist dem Arbeitgeber eine Steierkarte/ Bescheinigung vorzulegen und es ist der Sozialversicherungsbeitrag und die Steuer zu berechnen und gegebenenfalls abzuführen.

Ich vermute ja, Deine Anfrage hat mehr theoretischen Charakter.

Danke für deine Antwort. Theoretisch ist daran jedoch gar nichts, sondern das ist tatsächlich der vorliegende Sachverhalt. Ich wundere mich ja selbst, dass das alles ohne Lohnsteuerkarte, Gehaltsabrechnungen etc. vonstatten ging.

Nur als was für eine Art Einkünfte gebe ich das nächstes Jahr in der ESt-Erklärung an? Noch dazu ohne Belege.

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